CA - Confessio Augustana - Liste der Hefte

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„Und weil ich nun nichts weiter kann ...“
Winterlandschaft mit Kirche von Caspar David Friedrich. Eine Bildbetrachtung zu Lukas 2, 30
Caspar David Friedrich hat – von einem ganz frühen Versuch abgesehen – keine einzige Erzählung der Bibel aufgegriffen, keine einzige Szene daraus gemalt, keine einzige Gestalt darin zum Leuchten gebracht. Und das, obwohl er durch sein protestantisches Elternhaus in Greifswald tief geprägt war und immer wieder neu den Grundaussagen des christlichen Glaubens nachspürte. Aber nun eben so ganz anders, so ganz eigen, fast mystisch alles vertiefend.
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Ein Mann mit Gott ist immer in der Mehrzahl
Aufgezeigt am Leben der Pfarrer Wilhelm Löhe und Louis Harms
Das 19. Jahrhundert war keineswegs die heile Welt in Kirche und Staat. Die „Zivilreligion“ war Thron und Altar. Wo geistliches Leben entstand, ging es meistens auf Bekehrungserlebnisse und geistige Wenden bei Einzelnen zurück. Oft waren es einzelne Pfarrer, die sich von der damaligen Modetheologie aus Aufklärung und Rationalismus gelöst hatten und jetzt den biblischen Gottessohn Jesus Christus verkündigten.
Autor: Rolf Sauerzapf *** Rubrik: Lutherische Profile
Ein Bekenntnis im Angesicht der geistigen Krise Europas
„Niemand hat je Gott gesehen, der einziggeborene Gott, der im Schoß des Vaters ist, hat ihn uns verkündigt.“ (Johannes 1, 18)
Autor: Stiftung Bruder Klaus *** Rubrik: Dokumentation
Der Name Jesu in der liberalen Schweiz
Bruder Klaus von Flüe, ein katholischer Zeuge für die Kraft des Wortes
Autor: Paul Bernhard Rothen *** Rubrik: Vorgestellt
Teresas Ekstase und Marinas Flammentod
Die unterschiedliche Spiritualität spanischer Nonnen im Jahre 1558
Spanien hat sich für die Gegenreformation entschieden. Teresa von Avila folgte den Tonangebenden in Staat und Kirche, wenn sie Luther mit Arius, Mohammed und anderen abscheulichen Ketzern in der Hölle vermutete. Sie wurde zu einer der prominentesten Heiligen der römisch-katholischen Kirche. Avila zieht Pilger an. Der Raum, in dem sie geboren wurde, ist zur Kapelle ausgestaltet. Auf dem Altar steht ihr Bild wie das einer Göttin.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Geschichte
Der Zerbruch der christlichen Kultur
Ernst Wiechert (1887-1950) im KZ Buchenwald
Er ist der Dichter des Schweigens, der Stille und der Natur gegen das Gebrüll und den Lärm der Welt und der Zivilisation. Er ist der Dichter der Menschlichkeit und der Liebe gegen Verrohung und Hass. Er ist der Dichter der Jugend und der Zukunft gegen Verführung und Feigheit. Er ist ein Dichter der wahren Sprache gegen Oberflächlichkeit und Lüge.
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Kultur
Was bringt Dich zum Klingen?
Durch einen Mitschnitt des Willow-Creek-Leitungskongresses 2014 wurde ich auf Martin Schleske aufmerksam. Er präsentierte dort Ausschnitte aus seinem Buch „Der Klang“. Seitdem wurden seine Publikationen zu einer Quelle der Inspiration für meinen persönlichen Glauben.
Autor: Vera Glowatzki *** Rubrik: Kultur
Geistlich wachsen im Hauskreis
„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ So heißt es in der Apostelgeschichte von den ersten Nachfolgern von Jesus. Als fromme Juden trafen sie sich im Tempel und versammelten sich zugleich in den Häusern (Apg 2, 42ff).
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Spiritualität
Beten:
reden – schweigen – hören
„Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht sich selbst reden hören, beten heißt still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört. (Sören Kirekegaard)
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Spiritualität
Das Herzensgebet
Ein Weg zum inneren Frieden
Durch die Weiten des alten Russlands zieht ein Pilger von Kloster zu Kloster. Ihn treibt dabei eine Frage: Wie folge ich der Weisung des Apostels Paulus: „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5, 17). Schließlich findet er bei einem Mönch eine Antwort: „Du musst wie der Zöllner im Tempel fortwährend demütig beten: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ (Lk 18, 13)
Autor: Jean Ritzke-Rutherford *** Rubrik: Spiritualität
Evangelisch unterwegs auf Pilgerwegen
Autor: Oliver Gußmann *** Rubrik: Spiritualität
In der Stille Gottes Stimme hören
Autor: Alexandra von Livonius Freifrau von Eyb *** Rubrik: Spiritualität
Exerzitien im Alltag
Exerzitien im Alltag sind Übungen, um im alltäglichen Leben die Gegenwart Gottes und sein Wirken zu entdecken, um das eigene Leben auf ihn hin zu ordnen und von ihm prägen zu lassen, um Jesus Christus als Weg, Wahrheit und Leben zu suchen und mit ihm zu gehen. Teilnehmen kann jede und jeder!
Autor: Jochen Amarell *** Rubrik: Spiritualität
Geistliches Leben in Ehe und Familie
In unserem Land ist Glaube weithin Privatsache geworden. Es fällt uns darum schwer, über unseren Glauben zu sprechen. Doch wer ein geistliches Leben mit seinem Ehepartner führen möchte, der muss sich mit ihm auch über seinen Glauben austauschen. Sonst bleibt er in diesem Lebensbereich einsam. Und daran leiden ja viele Paare. Es wird alles geteilt, nur nicht die Erfahrungen im Bereich des Glaubens.
Autor: Friedrich E. Walter *** Rubrik: Spiritualität
„... Menschen, durch die es anderen leichter wird, an Gott zu glauben“
Evangelisches Heiligengedenken
Nach wie vor lösen Heiligsprechungen, Heiligenaltäre, Heiligenfeste und Reliquienschreine ein gewisses Befremden bei Protestanten aus. Das liegt zum einen daran, dass sich Evangelische mit dem Ideal ethischer Vollkommenheit meist schwertun. Zum anderen an der römisch-katholischen Vorstellung, dass die „ausgezeichneten Lebemeister der Religion“ bei Gott einen besonderen Einfluss haben, weswegen sie nicht nur um geistliche, sondern mitunter auch um recht materielle Wohltaten angerufen werden.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Theologie
Gott ist gegenwärtig
Erwartungsvoll im Gottesdienst
Am 31. März 591 predigte Gregor, der in der Geschichtsschreibung „der Große“ genannt wird, im Baptisterium der Lateranbasilika in Rom vor einer Versammlung von Geistlichen. Er sagte: „Wir sind mit so vielen säkularen Aufgaben beschäftigt, dass wir innerlich in dem Maße unsensibel werden, wie wir nach außen engagiert sind“. Je sorgfältiger wir uns um unsere organisatorischen und administrativen Aufgaben kümmern, desto stumpfer werden wir für geistliche Erfahrungen.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Grundformen evangelischer Spiritualität
Überlegungen zur evangelischen Spiritualität sehen sich bis heute mit zwei nur schwer zu überwindenden Vorurteilen konfrontiert. Danach sei der Glaube als Sache der Innnerlichkeit eine rein individuelle Angelegenheit. Es leuchtet unmittelbar ein, dass auf diesem Hintergrund die Bedeutung der Gemeinschaft für evangelische Spiritualität nicht in den Blick kommt.
Autor: Peter Zimmerling *** Rubrik: Theologie
Warum Spiritualität in und Kirche out ist
Während die großen Kirchen jedes Jahr hunderttausende Mitglieder verlieren und wir eine Debatte über die fortschreitende Säkularisierung führen, entwickelt sich parallel dazu eine neue Generation spirituell suchender junger Menschen, die nicht an konfessionelle Grenzen gebunden sind, sondern bestimmt von einer Sehnsucht nach erfahrbarer Religion. Das sieht nur auf den ersten Blick nach einem Widerspruch aus.
Autor: Tobias Faix *** Rubrik: Gesellschaft
Geistliches Leben ist wie Wasser für die Durstigen
Johannes 7, 37 –39 ausgelegt von Hans-Jürgen Abromeit
Autor: Hans-Jürgen Abromeit *** Rubrik: Wort Gottes
„Die Wahrheit mag für die Kirche schmerzlich sein, schmerzlicher noch ist die Unwahrheit.“
Der evangelische Kirchenhistoriker Klaus Scholder (1930-1985)
Zu einer Zeit, als der junge Theologiestudent sich in dem Fach Kirchengeschichte mit den lateinischen und griechischen Kirchenvätern beschäftigte oder Martin Luthers „Vom unfreien Willen“ (1525) für eine Seminararbeit ins Deutsche übersetzte, bot der junge Privatdozent Klaus Scholder in Tübingen sein Seminar „Die Kirchen und das Dritte Reich“ an. Das war aktuell und spannend, ein Blick in die jüngste nationalsozialistische Vergangenheit, nicht abgedroschen wie heute vielfach, sondern neu und morgenfrisch, der Dozent selbst Mitte dreißig, dynamisch, mutig, mitreißend. Da ging man hin, das war vielversprechend.
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Lutherische Profile
An der Seite von Christen in Syrien und im Irak
Eindrücke aus der Arbeit des Christlichen Hilfsbundes im Orient e.V.
Wir alle haben sie vor Augen: Die schrecklichen Bilder der Zerstörung. Ganze Stadtteile im syrischen Aleppo liegen in Schutt und Asche. Nicht viel besser ist es in den christlichen Städten der Ninive-Ebene im Nordirak: Wo der islamische Staat hauste, bleiben verbrannte Kirchen, zerstörte Häuser, geplünderte Geschäfte zurück. Doch das sind nur die äußeren Schäden. Dahinter stehen Menschen, Schicksale, Traumata …
Autor: Andreas Baumann *** Rubrik: Vorgestellt
Die Kirche darf nicht an den Heilsfragen rütteln
Thomas Kothmann im Gespräch mit Matthias Pankau
Seit Anfang des Jahres ist Matthias Pankau (41) Gesamtleiter und Chefredakteur der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Im Ehrenamt ist der studierte Theologe Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Mit ihm sprach Thomas Kothmann.
Autor: Matthias Pankau und Thomas Kothmann *** Rubrik: Vorgestellt
„Gott des Himmels und der Erden“
Bekannte Kirchenlieder und ihre weniger bekannten Dichter
In meiner Bibliothek bewahre ich als einen besonderen Schatz ein Gesangbuch aus den 1950er Jahren, das ich immer wieder zu Rate ziehe, weil es ein Verzeichnis der Verfasser der Texte und Melodien aller Gesangbuchlieder enthält. Ein solches Verzeichnis gibt es in dem neuen Evangelischen Gesangbuch, Aus-gabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern und Thüringen, nicht mehr. Das ist schade, weil sich hinter den oft unbekannten Namen unter den Liedertexten und Melodien meist wichtige Glaubenszeugen verbergen, von denen man wenigstens etwas wissen sollte, ohne in eine unangemessene Heiligenverehrung zu verfallen.
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Geschichte
Die eherne Schlange in Toledo
Ein einzigartiges Fundstück aus den Archiven der Inquisition
Am Ende des Verhörs am 22. September 1565 bittet Dr. Sigismondo Arquer, ihm „seinen Plato oder Cicero“ auszuhändigen, damit er sich „die Zeit vertreiben“ könne. Die Bücher des sardischen Gelehrten werden im „Heiligen Offizium“ des Inquisitionsgerichtes in Toledo aufbewahrt; sie können gegebenenfalls als Beweismaterial gegen den Angeklagten dienen. Das Verzeichnis der Buchtitel ist erhalten geblieben, ebenso wie handschriftliche Aufzeichnungen des Gefangenen. Der Rostocker Historiker Ernst Schäfer hat sie zusammen mit den Protokollen der Verhöre in einem spanischen Inquisitionsarchiv eingesehen, teilweise übersetzt und 1903 veröffentlicht.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Geschichte
„Hier und nun klingt ein Wort, trägt dich fort und zeigt Sinn …“
Zu einem neu erschienenen Band mit christlichen Gedichten
Es gibt unterschiedliche Arten, etwas auszudrücken. In der Theologie – wie auch in den anderen Wissenschaften – geht es vor allem darum, Gedankengänge diskursiv zu entfalten, sie also als Ergebnis breit ausgeführter Argumentationszusammenhänge darzustellen. Durch diese Breite der Darstellung erhalten sie eine besondere Verständlichkeit. Das Gedicht geht den umgekehrten Weg: Es will verdichten und gerade durch diese Konzentration eine andere Art des Verstehens ermöglichen: Nicht die Entfaltung sozusagen im Gespräch und damit in der Zeit, sondern die Zurückführung auf den Moment der Erkenntnis steht im Mittelpunkt dieser Art des Verstehens.
Autor: Matthias Heesch *** Rubrik: Kultur
Das Kreuz
Sehr dankbar bin ich dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, dass er durch seinen Erlass, Kreuze in öffentlichen Gebäuden aufhängen zu lassen, eine Debatte ausgelöst hat, von der er selbst wohl auch überrascht war.
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Aktuelle Debatte
Dokumentation
Gemeinsame Erklärung von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss zur Debatte um das Kreuz in öffentlichen Räumen staatlicher Einrichtungen
Autor: Anonymer Autor *** Rubrik: Dokumentation
Revolution auf Fränkisch
1968 im beschaulichen Erlangen
Am 2. Juni 1967 war der Student Benno Ohnesorg in Westberlin während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien erschossen worden. Viele Menschen meinten damals, dass dieser Schah ein undemokratisches, autoritäres Regime führe, dem die Ehre eines Staatsbesuchs in der Bundesrepublik Deutschland nicht gebühre. Deswegen gingen sie auf die Straße. Der Tod von Benno Ohnesorg wurde zum Symbol dafür, dass es auch in Westdeutschland nicht so weitergehen könne. „1968“ steht hier – wie allgemein üblich – nicht für das Kalenderjahr, sondern für eine Bewegung, die früher begann und deren Auswirkungen bis in unsere Gegenwart hinein reichen.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Theologie
Soll auch im Gottesdienst jeder gleichviel zu sagen haben?
Vikariat 1968
Der frische Wind fuhr auch mir durchs Haar. Die Metapher meint, eine Stimmung des Aufbruchs. 1968 begann mein Vikariat. Ich tat Dienst in einer provisorischen Notkirche am Rande einer Universitätsstadt. Die Doktorarbeit war eingereicht. Für Ende des folgenden Jahres war eine Aussendung in die Dritte Welt vorgesehen. Bei der Predigtvorbereitung lag das Marx-Zitat in Reichweite, das den Philosophen nachsagte, sie hätten die Welt immer nur verschieden interpretiert, „es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Eine evangelische Gretchenfrage
Sollen sich die Protestanten stärker oder weniger in weltliche Belange einmischen?
Die Debatte über die Politisierung der evangelischen Kirche ist in vollem Gange, und es sieht nicht so aus, als würde die Kirche diese Debatte so bald wieder loswerden. Die großen kirchlichen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum 2017 riefen Kritik hervor, weil die Kirche sich nicht mit dem Glauben, sondern vor allem mit Gesellschaftspolitik befasste, von Armut über Gender bis Rassismus. „Reformation heißt, die Welt zu hinterfragen“, so das offizielle Motto.
Autor: Benjamin Hasselhorn *** Rubrik: Theologie
1968 – Autoritätskrise
Wer wie ich die Vorgänge um 1968 miterlebt hat, muss sie als Symptom einer bis heute anhaltenden Autoritätskrise verstehen. Zu ihrer Bewertung ist eine Besinnung auf das Wesen, den Sinn und die Reichweite von „Autorität“ sowie die Betrachtung von Faktoren nötig, die eine solche Krise herbeiführen.
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Gesellschaft
Werden wir alle Proletarier?
Zur Renaissance der Werte in Zeiten der Verunsicherung
1978 versetze Elisabeth Noelle-Neumann die bürgerlichen Kreise in der Bundesrepublik in einen Schockzustand. Die Gründerin des ältesten deutschen Meinungsforschungsinstituts in Allensbach veröffentlichte in diesem Jahr die Ergebnisse aus zehn Jahren empirischer Sozialforschung unter dem Titel „Werden wir alle Proletarier?“ Der Band dokumentiert eine gesellschaftliche Revolution, die sich in den Jahren zwischen 1967 und 1972 ereignet hatte.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Gesellschaft
Die sexuelle Revolution der 68er und ihre Folgen
Sex ist die natürlichste Sache der Welt. Die sexuelle Revolution hat sie zur unnatürlichsten gemacht. Die der modernen Verhütungskultur innewohnende Logik, die die Fruchtbarkeit von Mann und Frau aus dem Erotik- und Geschlechter-Diskurs ausblendet, verändert auch das Gut der Ehe und bricht mit der reformatorischen Tradition.
Autor: Jeppe Rasmussen *** Rubrik: Gesellschaft
Das erträumte Gottesreich
Herbert Marcuse – Vordenker der 68er
Er sei „der geistige Vater aller Jugendrevolten in der westlichen Welt“, schrieb die „Zeit“, „der Nachfolger des Propheten Jesaja“, meinte der „Spiegel“, „der Papst der ‚neuen Linken‘“, titelte die „Frankfurter Rundschau“: In wenigen Wochen war der deutschamerikanische Soziologe Herbert Marcuse im Sommer 1967 zum Star der revolutionär gestimmten Studenten avanciert. Der Grund dafür war simpel.
Autor: Paul Bernhard Rothen *** Rubrik: Gesellschaft
Gottes Wort wird verworfen – und überlebt
„Sooft nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt der König sie mit einem Schreibmesser ab und warf sie ins Feuer, das im Kohlenbecken brannte, bis die ganze Schriftrolle im Feuer verbrannt war. Aber niemand entsetzte sich und zerriss seine Kleider, weder der König noch seine Großen, die doch alle diese Worte gehört hatten.“ (Jeremia 36, 23-24)
Autor: Till Roth *** Rubrik: Wort Gottes
Lutheraner am Rande der Welt
Zu Gast in der Lutherischen Kirche in Chile
Es ist eine kleine lutherische Gemeinde in der Stadt Los Muermos mit ihren 17.000 Einwohnern, die ich im vergangenen Jahr erneut besuchte. Sie liegt im Süden Chiles und gehört zur Iglesia Luterana en Chile (ILCH).
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Vorgestellt
„Ins Wasser fällt ein Stein ...“
Mission und Entwicklungshilfe am Beispiel des Arbeitskreises Philippinen e. V.
Über die Projekte des Arbeitskreises Philippinen e.V. lässt sich nicht berichten, ohne auf sein christliches Fundament zu sprechen zu kommen. Bekanntlich sind die Philippinen das einzige überwiegend christliche Land in Südostasien. Ungefähr 80 % der Bevölkerung sind Katholiken, 5 % Protestanten oder anderen christlichen Gruppierungen zugehörig.
Autor: Doris Schlichting *** Rubrik: Vorgestellt
Nächstenliebe als Motiv technischen Fortschritts
Vishal Mangalwadis „Buch der Mitte“
Auch ich hätte wahrscheinlich bei der Londoner Weltausstellung 1851 im indischen Pavillon den größten Diamanten der Welt bewundert und wäre an McCormicks Mähmaschine im US-Pavillon vorübergegangen. Aber Vishal Mangalwadi hat natürlich Recht: Wem ist mit dem Diamanten gedient, der jetzt die britische Krone ziert?
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kultur
„Jesus ist alles für mich …“
Junge Muslime begegnen dem lebendigen Christus
In unsere evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz kommen immer wieder konvertierte Christen aus verschiedenen skandinavischen Ländern. Dort wird die Konversion vom Islam zum christlichen Glauben praktisch überhaupt nicht mehr als Grund für die Gewährung von Asyl anerkannt. So bleibt diesen treuen Christen oftmals nichts anderes übrig, als nach Deutschland zu fliehen.
Autor: Gottfried Martens *** Rubrik: Mission
„Singt, singt dem Herren neue Lieder“
Von der verändernden Kraft des Evangeliums in Neuguinea
Wo christliche Gemeinden entstehen, entstehen auch neue Lieder, so schrieb 1958 Walter Freytag, der Missionstheologe und aufmerksame Beobachter der Jungen Kirchen, wie man die aus der Missionsarbeit hervorgegangenen Gemeinden damals nannte. In den lutherischen Gemeinden Neuguineas, entstanden aus der Arbeit der Neuendettelsauer Mission, hatte er ein reiches Erntefeld solcher „neuer Lieder“ entdeckt.
Autor: Herwig Wagner *** Rubrik: Mission
So geht’s nicht!
Erfahrungen mit der Evangelisation
Noch bevor mein eigener Dienst als Evangelist begann, erfuhr ich, was viele in der Kirche über Evangelisation denken: So geht’s nicht. Es muss irgendwann um 1960 gewesen sein, als der Essener Jugendpfarrer und Evangelist Wilhelm Busch von einer Pfarrerkonferenz berichtete. Dort hatte man über Evangelisation diskutiert. Es gab viele Meinungen. Vor allem die, das heute alles ganz anders gemacht werden müsste, als die bekannten Evangelisten es machten.
Autor: Ulrich Parzany *** Rubrik: Mission
Dialog oder Mission in der Begegnung mit Muslimen
Irrungen und Wirrungen in der rheinischen Kirche
In welcher Weise sollen Christen heute Muslimen in unserem Land angemessen begegnen? Hierzu gibt es in der evangelischen Kirche zurzeit drei Positionen, die miteinander im Widerstreit liegen. Die einen möchten alles auf einen wertschätzenden Dialog mit Muslimen beschränken. Die anderen reduzieren Mission auf sozialethisches Handeln und möchten mit Muslimen in Fragen der Weltverbesserung zusammenarbeiten.
Autor: Thomas Berke *** Rubrik: Theologie
Religionsfriede in der Weltökumene durch Dialog? – Durch Mission!
Wer Gemeinden gründet und für sie Mitglieder wirbt, wirbt sie damit meist anderen Gemeinschaften ab. Konkurrierende Religionen stützen nicht die Einheit einer Gesellschaft; sie dienen auch nicht immer dem Frieden.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Mission als Evangelisation
Warum es um die Gewinnung „Hochverbundener“ gehen muss
„Die Kirche Jesu Christi gibt oder wählt sich ihren Auftrag nicht selbst, sondern sie empfängt ihn von ihrem Herrn“ – so war es in der EKD-Denkschrift „Das rechte Wort zur rechten Zeit“ (2008) zu lesen. Gilt das auch noch ein Jahrzehnt später? Oder hat inzwischen die liberaltheologische Ausrichtung in der evangelischen Kirche derart überhandgenommen, dass von einer solchen Erfüllung schon deshalb kaum mehr die Rede sein kann, weil man kaum mehr an den gekommenen, gekreuzigten und auferstandenen Gottessohn glaubt?
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Theologie
Der verstümmelte Missionsbefehl in der neuen Lutherbibel
Viel Lob hat die neue Luther-Bibel 2017 gefunden. Aber zumindest an einer Stelle ist deutlicher Widerspruch angesagt: Der Missionsbefehl Jesu in dieser Bibelausgabe kennt nämlich kein „Jünger-Machen“ mehr.
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Theologie
„Seid allezeit bereit zur Verantwortung …“
Eine Herausforderung für alle Christen
Heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. (1. Petrus 3, 15)
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Der Herzschlag des Glaubens ist die Mission
Als Michael von Brück zum Professor für Evangelische Theologie nach Regensburg berufen wurde, fragte ihn Jörg Träger, der den Lehrstuhl für Kunstgeschichte innehatte und ein überzeugter Protestant war, nach seinem Forschungsgebiet. Als von Brück sich als Missionswissenschaftler bezeichnete, meinte Träger: „Ach so, dann wollen Sie also die Menschen in Afrika und Asien bekehren.“ „Nein, nein, ich betreibe Religionswissenschaft und interkulturelle Theologie“, war von Brücks Antwort. Damit war der überzeugte Protestant Träger einverstanden. Religionswissenschaft war in Ordnung, aber Mission war suspekt.
Autor: Hans Schwarz *** Rubrik: Theologie
Religion und internationale Zusammenarbeit
Acht von zehn Menschen auf der Welt sagen: „Ich gehöre zu einer Glaubensgemeinschaft!“ Das zeigt: Auch im 21. Jahrhundert sind Religion und Religionsgemeinschaften noch relevant für den Großteil der Menschheit – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Sie spielen im alltäglichen Leben der Menschen in Entwicklungsländern eine weitaus größere Rolle als bei uns in Deutschland.
Autor: Bernhard Felmberg *** Rubrik: Gesellschaft
Im Visier des Geheimdienstes
Auch 2018 bleibt Nordkorea das Land, in dem Christen am härtesten verfolgt werden
Hee Young war schon hunderte Male den Weg von der Schule nach Hause gegangen. Es war ein Tag wie jeder andere, und es gab keinen Grund anzunehmen, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte. Zu Hause würde sie an die Tür klopfen und ihr Vater würde öffnen. Doch es kam anders.
Autor: Open Doors (Organisation) *** Rubrik: Gesellschaft
Zur Zukunft der Religion in Deutschland und Europa
Jüngere Umfragen zur religiösen Identität in pluralen Gesellschaften ergeben ein widersprüchliches Bild. Die Bindung an die Religion, in der man aufgewachsen ist, nimmt gerade in der jüngeren Generation ab. Bei einer wachsenden Mehrheit findet man die Überzeugung, dass ethische Normen und Religion nicht zwingend miteinander zusammenhängen. Toleranz gegenüber religiöser Vielfalt wird zumindest in Umfragen betont,1 wobei jüngere Erhebungen zugleich zeigen, dass religiöse Vielheit – gedacht wird dabei insbesondere an den Islam – als bereichernd empfunden wird, aber auch Probleme mit sich bringe.
Autor: Harald Seubert *** Rubrik: Gesellschaft
Europas Selbstunterwerfung
Oder: Die Islamisierung Weihnachtens
In fast allen europäischen Ländern war die zurückliegende Weihnachtszeit von islambezogenen Kontroversen geprägt. Die meisten dieser Konflikte wurden von Europas multikulturellen politischen und religiösen Eliten verursacht, die alle möglichen Verrenkungen machen, um Weihnachten zu säkularisieren, offenbar, um sicherzustellen, dass Muslime an dem christlichen Fest keinen Anstoß nehmen.
Autor: Soeren Kern *** Rubrik: Gesellschaft
Das Testament
Hebräer 9, 1-17 ausgelegt von Eberhard Süße
Wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst in Kraft, mit dem Tode; es ist noch nicht in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat.
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
proMission
Unterstützung bei der Evangelisation in der Gemeinde
Zusammen mit 23 Gründungsmitgliedern haben wir im März 2017 einen Trägerverein für Evangelisation in Deutschland gegründet. Mittlerweile ist der Trägerverein proMission weitergewachsen, sodass ich inzwischen als vollzeitlicher Evangelist angestellt werden konnte.
Autor: Matthias Rapsch *** Rubrik: Vorgestellt
Der auferweckte Gekreuzigte
Karfreitag und Ostern bei Martin Luther
Während in unserer evangelischen Kirche der Karfreitag als der höchste Feiertag gilt, feiert die orthodoxe Christenheit besonders das Osterfest. Die römisch-katholische Kirche verbindet beide Tage zum sogenannten Pascha-Mysterium.
Autor: Winfried Krause *** Rubrik: Kirchenjahr
Drei Liedrätsel
Autor: Reinhard Deichgräber *** Rubrik: Kirchenjahr
Hermann Bezzel (1861-1917)
Profil und Wirken eines Seelsorgers auf Leitungsebene
Am 8. Juni 1917, mitten im Ersten Weltkrieg, starb in München der Präsident des Oberkonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Seine beruflichen Stationen waren Regensburg, wo er ab 1883 als Assistent am Neuen Gymnasium tätig war. 1884 wurde ihm dort auch die Leitung des Alumneums übertragen, ab 1887 war er darüber hinaus mit dem Religionsunterricht am Gymnasium beauftragt. 1891 wurde der 1861 geborene – er war dreißig Jahre alt – zum Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau als Nachfolger von Friedrich Meyer und zweiter Nachfolger von Wilhelm Löhe gewählt. Dies wurde seine große Aufgabe, bis er 1909 in das Amt des Präsidenten des Oberkonsistoriums in München berufen wurde.
Autor: Rudolf Keller *** Rubrik: Lutherische Profile
Die North American Lutheran Church
Eine junge lutherische Kirche in alter Tradition
Die Lutheraner Amerikas sind in Kirchen organisiert, die sich durch ihre spezifische Tradition, ihr Schriftverständnis oder den Grad der Verbindlichkeit des Bekenntnisses unterscheiden. Fast dreißig unterschiedliche lutherische Kirchen schätzt man in den USA. Am bekanntesten sind die Evangelical Lutheran Church of America (ELCA) und die Lutheran Church Missouri Synod (LCMS). Die jüngste lutherische Kirche ist die North American Luthern Church (NALC).
Autor: Martin Fromm und John Bradosky *** Rubrik: Vorgestellt
Die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis
Autor: Andreas Späth *** Rubrik: Vorgestellt
Der Zeitgeist erfasst auch die Familie
Wie die Annahmen der Evolutionstheorie unser Denken beeinflussen
Warum haben wir heute ein vollständig anderes Verständnis dessen, was Familie sei und was eine Ehe ausmacht? Noch vor 50 Jahren war dies gar kein Diskussionsthema. Warum haben sich unsere Vorstellungen davon so rasant verändert?
Autor: Ingo Resch *** Rubrik: Kultur
„So auf Erden“
Meinungsmache in den Medien
Wir erleben das nun bereits seit vielen Jahrzehnten: Unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben die Position der vorherrschenden Meinungsmache übernommen. Dass es ein fantastisches Mittel ist, um Zuschauer nachhaltig zu beeinflussen, kennt bereits die uralte dramaturgische Erfahrung – besonders durch das Schauspiel.
Autor: Christa Meves *** Rubrik: Kultur
Spanien lutherisch?
Angst tötete die Freude
Spanien schien im Begriff, lutherisch zu werden. Führende Köpfe, einflussreiche Prediger, ganze Klostergemeinschaften atmeten auf: Der religiöse Stress ständiger Bemühung um Minderung der Fegfeuerqualen erübrigte sich; wenn Christi Blut für die Schuld aufkommt, dann auch für die Strafe. Das Fegfeuer ist erloschen. Aber die Angst des soeben erst von islamischer Herrschaft befreiten katholischen Staates vor Spaltung der Kirche überwog. Sie hatte sich ein Überwachungssystem geschaffen, dem niemand entkam.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Die evangelische Kirche verleugnet ihre Geschichte
Ein Nachtrag zum Reformationsjubiläum
Ein Jahr vor dem Reformationsjubiläum sind zwei Editionen von Luthers Schrift Von den Juden und ihren Lügen erschienen. Eine, herausgegeben von dem dem Freidenkerverband nahestehenden Alibriverlag/Aschaffenburg, die man eine antikirchliche Ausgabe nennen kann. Die andere, versehen mit einem Geleitwort des Ratsvorsitzenden der EKD Dr. Heinrich Bedford-Strohm, kann man eine kirchliche Ausgabe nennen.
Autor: Johannes Wallmann *** Rubrik: Reformation
Martin Luther und die Juden
Eine unendliche Geschichte
Von der Luther-Dekade wird bei den „Gebildeten unter ihren Verächtern“ (F. D. E. Schleiermacher) übrigbleiben: „Der Wittenberger hat besonders hässlich und maßlos gegen die Juden gehetzt.“ Seine Ratschläge in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543, wie die dafür verantwortlichen Fürsten und Herren gegen sie vorgehen können, stoßen in unserer Zeit mit Recht auf erhebliche Kritik. Luther hat aber zwanzig Jahre vorher auch anderes gesagt. Pinchas Lapide hat berichtet, dass Luthers Schrift von 1523 „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“ viele Juden zu der Frage, ja zu der Hoffnung veranlasst hat, dass Luther der verheißene Messias sei.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Reformation
Christliche Erziehung in der Familie
Eine Szene in einer Kirche während der Semana Santa in Sevilla hat sich mir unvergesslich eingeprägt: Eine junge Mutter betritt mit einem etwa zwei- bis dreijährigen Mädchen an der Hand eine Kirche, geht an mehreren Leuten vorbei zum Altar, bekreuzigt sich, kniet dort nieder und faltet die Hände, um ein Gebet zu sprechen. Das Kind schaut unverwandt auf die Mutter. Es macht eine etwas ungeschickte Bewegung zum Kreuzzeichen, kniet sich daneben, faltet ebenfalls die Hände und blickt weiterhin still auf die Mutter.
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Pädagogik
Was Emma und Marie ihren Uropa lehren
Emma und Marie sind vier und zweieinhalb Jahre alt. Sie wohnen in einem Haushalt mit einer tauben Struwwelkatze, Hündin Corri, kleinen Zierfischchen, Mama, Papa und mit sieben Pferden. Der Uropa, also ich, hat sein Haus 700 m weiter im selben Dorf, genau zwischen der Reiterfamilie und Emmas Kindergarten.
Autor: Martin Pflaumer *** Rubrik: Pädagogik
Beziehungsweise
Aus Beziehungen und in Beziehungen leben
Autor: Hans-Joachim Eckstein *** Rubrik: Pädagogik
"Dies Geheimnis ist groß ..."
Eine biblisch-theologische Besinnung zu Epheser 5, 21–33
Autor: Stefan Felber *** Rubrik: Theologie
Die Ehe im Zeugnis der Christen und das Recht
Entscheidend für das Verständnis von Ehe und Familie ist das Zeugnis der Christen von der Wirklichkeit, in die sie sich berufen und gestellt wissen. Es ist die in der Geschichte mit Jesus Christus eröffnete Wirklichkeit, in der sie leben und zusammenleben. Sie sollten nicht davon unabhängige Begründungen oder Anschauungen „vertreten“ oder als „Überzeugung“ behaupten, die nicht in dieser Christuswirklichkeit ihren Grund haben.
Autor: Hans G. Ulrich *** Rubrik: Theologie
Was ist eine Familie?
„Familie – was ist das überhaupt?“, so fragt man zur Zeit. Vor 40 Jahren kam hierzulande der kritische Zweifel auf, ob sie – als eine „kleinbürgerliche Institution des 19. Jahrhunderts“ – nicht in der Moderne vielleicht ausgedient habe? Ob sie nicht sogar schuld sei an der Entstehung von seelischen Störungen und Verklemmtheiten? Ob es sich nicht besser leben lasse in Kommunen, Wohngemeinschaften oder schlussendlich als Single? Und die Frage war kaum gestellt, da wurde das Modell auch bereits geprobt: Mit Kindern in Kinderläden, in Krippen, in Tagesstätten ...
Autor: Christa Meves *** Rubrik: Gesellschaft
Muttertier
Eine glückliche Mutter ist eine Provokation. Sie ist selbstverständlich gelebte Weiblichkeit. Sie kann Leben schenken und Leben weitergeben. Was für ein Potenzial. Mutterglück – allein das Wort dreht den Fossilfeministinnen schlicht den Magen um. Haben sie nicht jahrelang gekämpft, um uns von diesem „Mythos“ zu befreien? Oder sollten wir nicht gleich sagen: Von unserer weiblichen Natur.
Autor: Birgit Kelle *** Rubrik: Gesellschaft
Heilige Familie?
Autor: Wenrich Slenczka *** Rubrik: Wort Gottes
Ein feste Burg ist unser Gott
Eine Liedbetrachtung zum Reformationsjubiläum
Das Bekenntnislied „Ein feste Burg ist unser Gott“ ist ein Gesang voller Glaubensgewissheit. Der Dichter und Sänger sucht seine „Zuversicht und Stärke“ in Gott, wie es der 46. Psalm ausdrückt. Martin Luther knüpft an diesen Psalm an. Das wird schon durch die ursprüngliche Überschrift deutlich, die der Reformator über sein Lied setzt: „Der XLVI. Psalm. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke“.
Autor: Ernst Volk *** Rubrik: Kirchenjahr
Was ist und was will der Gemeindehilfsbund?
Etwa vierzig Jahre nachdem im Raum der EKD der Siegeszug der historisch-kritischen Bibelauslegung begonnen hatte, kam es anfangs der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zu einer schrittweisen Preisgabe biblisch-ethischer Normen.
Autor: Joachim Cochlovius *** Rubrik: Vorgestellt
Kurt Frör (1905-1980)
Lehren und Lernen unter dem Evangelium
Mit einigem Recht kann man Kurt Frör als den Religionslehrer der bayerischen Landeskirche im 20. Jahrhundert bezeichnen. Unzählige Studenten erlebten ihn seit Beginn der 1950er Jahre in Erlangen als leidenschaftlichen Professor und begeisternden Katecheten. Generationen von Schülerinnen und Schülern wurden im Religionsunterricht nach Entwürfen aus dem von ihm herausgegebenen Unterrichtswerk für die Hand des Lehrers unterrichtet.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Lutherische Profile
LUTHER95
Ein monumentales Gemälde-Portrait des Reformators Martin Luther
Als ich am 25. Juni 2017 auf einem Roll-Gerüst stehend die letzte bemalte Holztafel in die Rückwand einhängte, brandete unbeschreiblicher Jubel auf. 400 Zuschauer hatten in der Marktkirche in Wiesbaden den Aufbau meines Gemäldes LUTHER95 mitverfolgt und einige sogar aktiv bei der Entstehung mitgeholfen.
Autor: Michael Apitz *** Rubrik: Kultur
„Wir sind Bettler“
Ein Luther-Oratorium zum Reformationsjubiläum 2017
Autor: Christian Meißner und Daniel Pacitti *** Rubrik: Kultur
Wozu Heilige?
Eine römisch-katholische Seitz. Damit gerät man in Einsam- Antwort
Auf die Frage nach dem Sinn der Verehrung der Heiligen gibt Artikel 21 der Confessio Augustana eine klare Antwort: „Vom Heiligendienst wird von den Unseren so gelehrt, dass man der Heiligen gedenken soll, damit wir unseren Glauben stärken, wenn wir sehen, wie ihnen Gnade widerfahren und auch wie ihnen durch den Glauben geholfen worden ist; außerdem soll man sich an ihren guten Werken ein Beispiel nehmen, ein jeder in seinem Beruf ...“
Autor: Emmeram Kränkl *** Rubrik: Theologie
Theologie ist anders
Manfred Seitz * 17. September 1928 † 28. April 2017
Paul Schütz hat um 1950 vor den reformatorischen „sola“ kapituliert – im Bann der Logik. Johann Georg Hamann (1730-1788) verschrieb Aufklärung den Aufklärern seiner Zeit. Ein Praktischer Theologe unserer Tage sann der visionär-prophetischen Theologie des einen und den oft rätselhaften Gedanken der anderen Jahrzehnte lang nach. Kann er dann noch über Theologie, die „an uns ergehende Rede als Anruf des lebendigen Gottes“, sozusagen lehren? Nur als theologischer Praktiker konnte es – Manfred Seitz.
Autor: Dietrich Blaufuß *** Rubrik: Theologie
„Hier ist mein Herz ...“
Die Siegel der Reformatoren und die Bibel
Lässt sich die Theologie von Calvin, Luther und den anderen Reformatoren in einem Satz oder gar mit einem Bild erfassen? Mit ihren Siegeln und Wappen bringen sie auf den Punkt, woran sie glauben. Wer genauer hinschaut, entdeckt gravierende Unterschiede.
Autor: Siegbert Riecker *** Rubrik: Theologie
Gottlob! Einig über die Rechtfertigung!
Gasparo Contarini und die Reformation
Mitten im Auseinanderdriften der Christenheit im 16. Jahrhundert gelang eine sensationelle Einigung. Sie bleibt ein Hoffnungszeichen. Ihre anschließende Verwerfung erschien wie ein drohendes Menetekel auf dem Bildschirm der Geschichte. Nie war die abendländische Christenheit der Einheit näher als an den ersten sechs Verhandlungstagen des Regensburger Religionsgesprächs 1541.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Die Autorität der Bibel
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Das Gewissen
An Gott gebunden, in Jesus Christus befreit, von irdischen Autoritäten unabhängig
Im Reformationsjahr 2017 ist an vielen Orten danach gefragt worden, welche Impulse von Martin Luther und den anderen Reformatoren heute in Gesellschaft und Kirche als »aktuell« oder »zeitlos gültig« fruchtbar werden können. Gegeben wurde ein ganzes Potpourri an Antworten, die meistens nicht »zeitlos gültig«, sondern dem Zeitgeist geschuldet sind.
Autor: Gerhard Gronauer *** Rubrik: Kirche
Kein Witz
EKD: Plädoyer gegen das Leben
Kürzlich stieß ich durch Zufall in der Internetpräsenz der Evangelischen Kirche in Deutschland – meist EKD genannt – auf eine vollständig dort veröffentlichte Masterarbeit im Fach Genderstudien. Die Genderstudien – für alle, die das Glück hatten, noch nicht mit dem Thema belästigt zu werden – befassen sich mit dem angeblichen Gegensatz von biologischem und sozialem Geschlecht.
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Kirche
Das Kirchenverständnis Martin Luthers und die Kirche von heute und morgen
Die Klammer in Luthers Gedanken über die Kirche ist der unbedingte Vorrang des Wortes Gottes und die Bestimmung der Kirche als der Gemeinschaft derer, die das Wort Gottes hören. Das wird auch in den oft zitierten Sätzen aus den „Schmalkaldischen Artikeln“ von 1537 deutlich, wo es heißt: „Es weiß gottlob ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei, nämlich die heiligen Gläubigen und die Schäflein, die ihres Hirten Stimme hören. Denn also beten die Kinder: ich glaube eine heilige, christliche Kirche.“ Luther fügt allerdings sofort hinzu: „Diese Heiligkeit steht nicht in Chorhemden, Platten, langen Röcken und anderen Zeremonien, die sie über die Heilige Schrift hinaus erdichtet haben, sondern im Wort Gottes und im rechten Glauben.“
Autor: Wolfgang Sommer *** Rubrik: Kirche
Welche Kirche heute?
Überlegungen zur gegenwärtigen Gestalt der Evangelischen Kirche
Die Überschrift ist eine Frage. Das mag irritieren, aber es ist eine Bündelung, die vieles zusammenfassen kann, was diejenigen bewegt, die sich heute zur Kirche zählen, die in ihr und für sie Verantwortung tragen. Und das sind letztlich alle Kirchenglieder.
Autor: Matthias Heesch *** Rubrik: Reformation
Zukunft der Reformation?
Auf den Punkt gebracht
Hohe Erwartung an Reformation heute und morgen: Ernüchterung angesichts „morschen Modezeugs“ und Ertüchtigung durch Rückgang zu biblischen Quellen. Sechs Stellungnahmen zum springenden Punkt der Reformation.
Autor: Redaktion *** Rubrik: Reformation
Stolz auf die lutherische Identität
„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.“
Autor: Carsten Uwe Rentzing *** Rubrik: Wort Gottes
Michaelis
Engel haben Hochkonjunktur. Nicht nur in der Kirche. Gut, dass es einen Feiertag gibt, der sich der Engel annimmt. Ich meine den 29. September, den Michaelistag oder auch „Tag des Erzengels Michael und aller Engel“ genannt, wie mein Pfarramtskalender notiert.
Autor: Michael Granzin *** Rubrik: Kirchenjahr
Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC)
„Der ABC löst sich so bald wie möglich auf; es ist sein Ziel, sich zu erübrigen.“ Es ist wahrscheinlich ungewöhnlich, wenn eine kirchliche Vereinigung von Anfang an auf ihre Auflösung hinarbeitet, doch dieses Zitat aus den Anfangsjahren zeigt gut, worum es dem ABC geht.
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Vorgestellt
Was können wir heute von Martin Luthers Aussagen zum Islam lernen?
In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist ein Diskussionsprozess über das Verhältnis zum Islam im Gang, der bei der Landessynode 2018 in eine Grundsatzposition münden soll. Im Vorfeld ist eine Arbeitshilfe „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit den Muslimen“ erschienen, die einen Gegensatz zwischen Dialog und Mission aufbaut. Der Lutherische Konvent im Rheinland plädiert seit dem Jahre 2008 intensiv für die Möglichkeit einer Mission unter den zahlreichen Muslimen im Rheinland.
Autor: Lutherischer Konvent im Rheinland *** Rubrik: Dokumentation
„Wir sahen seine Herrlichkeit“
Hans Graf von Lehndorff (1910 – 1987) zum 30. Todestag
Wenige Wochen nach dem Tode seiner Frau Margarethe, die sich in der Pflege ihres Mannes verzehrt hatte, starb der ostpreußische Arzt und Schriftsteller Hans Graf von Lehndorff am 4. September 1987 in Bad Godesberg nach jahrelanger, schwerer Krankheit. Die Zeitungsanzeige trägt ein letztes Bekenntnis dieses begnadeten Christen, den Lehrtext der Herrnhuter Brüdergemeine für den Todestag: „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Phil 1, 21).
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Lutherische Profile
Fromme Eltern – unfromme Kinder?
oder: Worin unterscheiden sich Grisham und Dürrenmatt?
Der Schweizer Dürrenmatt erlangte als Bühnenautor Weltruhm, während der Amerikaner Grisham einen Bestseller-Thriller nach dem anderen schreibt. Und dabei manchmal sogar die politische Korrektheit – zumindest auf literarischem Gebiet – missachtet. Das hängt auch damit zusammen, dass er auf seine christliche Sozialisation anders reagiert hat als Dürrenmatt.
Autor: Matthias Hilbert *** Rubrik: Kirche
Orthodoxie als Konsensbildung
Wie Martin Chemnitz auf dem Weg zur Einheit in der Wahrheit weiterführt
Es hat den Anschein, „wir“ seien besser als unsere Vorfahren. Frömmer? Jedenfalls näher bei dem, was Jesus sich vorstellte, und was Gott will. Wir sehen uns in der Lage, vor ihn zu treten mit dem Gebet: „Wir bringen vor dich die Last der Schuld der Vergangenheit, als unsre Vorfahren deinem Willen nicht gefolgt sind, dass alle eins seien in der Wahrheit des Evangeliums“.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kirche
Kann man für die Sünden der Vorfahren die Vergebung der Sünden erlangen?
Eine Fragestellung zu den ökumenischen Gottesdiensten anlässlich des Reformationsgedenkens
Seit dem 31. Oktober 2016 im schwedischen Lund und vermehrt im Frühjahr 2017 vieler Orten in Deutschland werden ökumenische Gottesdienste gehalten zum „Heilen der Erinnerung“ nach dem ökumenischen Vorbild „healing of memories“. Ein besonderes Kennzeichen des 500. Gedenkens an den Ausbruch der Reformation ist gewiss die ökumenische Weite und Verbundenheit, die wir jahrzehntelangen Bemühungen verdanken nach vielen Belastungen in den vergangenen Jahrhunderten.
Autor: Johannes Oesch *** Rubrik: Kirche
Was zur Einheit der Kirche notwendig ist
Die Reformation ging hervor aus der Erfahrung, „ein Licht aus Gott“ zu haben über „sein Verhältnis zu uns und das unsrige zu ihm“, wie Adolf von Harleß 1873 schrieb. Luther selbst deutete es rückblickend im Jahr 1545 so, dass ihm dabei die „Pforte des Paradieses“ aufging. Das geschah, weil als Mitte der Schrift Christus erschien, in dem die Bibel als Gesetz und Evangelium sprach: als Gesetz deckt sie auf, was der Mensch Gott schuldig bleibt, und als Evangelium lädt sie ein, der Zusage zu glauben, dass Christus die Schuld beglichen hat.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kirche
Lieben statt absegnen!
Ein aktuelles Wort zur Diskussion um die Homo-Segnung
„Die Kirche muss selbstverständlich gleichgeschlechtliche Paare segnen!“ Diese Forderung steht zur Zeit im Raum. Viele halten die Einführung eines Gottesdienstes mit der Segnung eines Paares, das aus zwei Männern oder zwei Frauen besteht, in der evangelischen württembergischen Landeskirche für zeitgemäß und längst überfällig. In der bisherigen Gottesdienstordnung gibt es solch eine Segnung nicht. Bis vor wenigen Jahrzehnten wäre niemand die Idee gekommen, so etwas für wichtig zu halten. Das hat sich geändert seit der Entstehung einer regelrechten „Homo-Welle“.
Autor: Vorstand der Pfarrer-Arbeitsgemeinschaft Confessio e.V. *** Rubrik: Kirche
Das Wort sie sollen lassen stahn
Lutherbibel 2017: Vorsicht, giftige Beigaben!
Was ist Sprache? Die meisten würden antworten: ein Mittel zur Kommunikation, zum Sprechen eben. Fragt sich nur, warum die Sprachen dieser Welt die Verständigung, jedenfalls statistisch gesehen, mehr verhindern als ermöglichen. Man denke nicht nur an die unzähligen Dialekte, sondern auch an die Gesamtzahl von rund 7000 Sprachen auf der Welt. Wir sind alle Ausländer – fast überall. Nur in der Heimat, bei den Menschen mit dem gleichen Dialekt, verstehen wir einander, aber oft geht es nicht einmal in der eigenen Familie ohne klärendes Nachfragen.
Autor: Stefan Felber *** Rubrik: Theologie
Gefangen in Gottes Wort
Martin Luther und das Gewissen
Kürzlich besuchte ich mit meiner Frau die Stadt Worms. Auf den Spuren der Reformation suchten wir das größte Lutherdenkmal Deutschlands auf und ganz in seiner Nähe im Museum Heylshof die Sonderausstellung „Luther Worms 1521“ und nahmen den dazugehörigen kleinen, aber feinen Katalog in Augenschein.
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Theologie
Das Ende des Luthertums?
Konfirmationsgottesdienst an einem Pfingstsonntag in der niedersächsischen Provinz: Der Pfarrer trägt Talar, dazu eine Stola in Regenbogenfarben. Mit der Gitarre, die er sich um die Schulter gehängt hat, begleitet er südamerikanische Lieder mit Sambarhythmen und englischem Text, die, weil weitgehend unbekannt, von der Gemeinde kaum mitgesungen werden. Zwischendurch der Auftritt eines Jugendlichen, der ein Poplied aus den Charts singt. Ein Konfirmationsbekenntnis fehlt, dafür tragen die Konfirmanden vor, dass sie froh sind, einer Glaubensgemeinschaft anzugehören, in der sich jeder seine eigene Vorstellung machen könne.
Autor: Benjamin Hasselhorn *** Rubrik: Theologie
Medienkritik ist nicht alles
Medienschelte ist heute weit verbreitet. Man muss gar nicht an das schlimme Wort von der „Lügenpresse“ denken, das nun wirklich nichts mit der Wirklichkeit in unserem Land zu tun hat. Doch Anfragen an die Glaubwürdigkeit der Medien gibt es allemal.
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Gesellschaft
Wenn der Staat seine Grenzen überschreitet
Von Glaubensprüfungen durch einen weltanschaulich neutralen Staat
Zu den wichtigsten verfassungsmäßig festgelegten Regierungsinstitutionen in der Islamischen Republik Iran gehört der sogenannte Wächterrat. Diesem islamisch-geistlichen Kontrollorgan sind im Iran Legislative und Exekutive unterstellt: Der Wächterrat überprüft gleichermaßen Parlamentsentscheidungen wie auch vorgeschlagene Kandidaten für die Wahlen zum Parlament und zum Präsidenten auf ihre Übereinstimmung mit den Prinzipien des Islam. In diesem Gremium wird der Anspruch des islamischen Staates, religiöse Entscheidungen politisch durchsetzen zu wollen, in besonderer Deutlichkeit erkennbar.
Autor: Gottfried Martens *** Rubrik: Gesellschaft
Ärgerliche Blindheit
Eine Nachlese zum 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg
Autor: Uwe Siemon-Netto *** Rubrik: Gesellschaft
Die Renaissance des Jakobiners
Der Tugendterror der Politischen Korrektheit
Die Gedanken sind vielleicht frei, aber nicht ihre Äußerung. Abweichende Meinungen werden heute schärfer sanktioniert als abweichendes Verhalten. Diese Sanktion läuft nicht über Kommunikation, sondern über Ausschluss. Zwar gibt es das Recht auf Meinungsfreiheit, aber der Zugang zu den Plattformen der Meinungsäußerung ist stark eingeschränkt. Gerade diese Einschränkung macht aber die Bildung einer öffentlichen Meinung überhaupt erst möglich.
Autor: Norbert Bolz *** Rubrik: Gesellschaft
Die rettende Botschaft des Evangeliums
„Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist.“
Mich bewegt seit vielen Jahren eine Frage: Warum gibt es in Deutschland so wenige wirkliche Zeugen Jesu? Es gibt so viele wiedergeborene Menschen in unserem Vaterland, auch wenn diese gemessen an der Gesamtbevölkerung nur ein kleiner Bruchteil sind. Aber dieser Bruchteil sind dennoch viele hunderttausende Christen. Warum also dieser für jeden erkennbare Mangel an vollmächtigen Zeugen Jesu, welche die Ernte im Weinberg Gottes einbringen?
Autor: Olaf Latzel *** Rubrik: Wort Gottes
„Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist …“
Vielfach hat man den Eindruck, dass das Pfingstfest im Schatten von Weihnachten, Karfreitag und Ostern steht. Zudem wird häufig behauptet, dass die Reformation „geistvergessen“ gewesen sei und auf den Heiligen Geist nicht so viel Wert gelegt habe. Wenn im Bewusstsein der Gemeindeglieder das Pfingstfest keine so hohe Stellung gegenüber den anderen Festen besitzt, dann liegt die Ursache jedoch keineswegs bei Luther und der Reformation.
Autor: Thomas Berke *** Rubrik: Kirchenjahr
Der Martin-Luther- Bund in Sachsen
Der Martin-Luther-Bund in Sachsen (MLBiS) ist der jüngste Gliedverein des Diasporawerkes der VELKD. Gemeinsam mit seinem Gesamtverband und 27 weiteren Gliedvereinen im In- und Ausland pflegt und stärkt er den seit Jahrhunderten bestehenden Zusammenhalt der Lutheraner als weltweite Kirche. Dabei sind ihm die Brüder und Schwestern innerhalb, aber auch außerhalb von VELKD und LWB angelegen.
Autor: Thomas Schlichting *** Rubrik: Vorgestellt
Der Lutherische Konvent im Rheinland
Die evangelische Kirche im Rheinland ist mehrheitlich reformiert, preußisch-uniert oder barthianisch geprägt. Dennoch gibt es, besonders im sogenannten Rheinischen Oberland, das die Eifel, den Hunsrück, die Länder an der Mosel und der Nahe umfasst, viele Gemeinden, die schon in der Reformationszeit lutherisch wurden.
Autor: Winfried Krause *** Rubrik: Vorgestellt
Allein durch den Glauben!
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Zur Diskussion gestellt
Allein durch den Glauben?
Autor: Peter L. Berger *** Rubrik: Zur Diskussion gestellt
Die Rechtfertigungslehre auf dem Prüfstand
Der Wittenberger Maler, Apotheker und Bürgermeister Lukas Cranach der Ältere war nicht nur ein guter Freund Martin Luthers, er gilt auch als Maler der Reformation. Die Gegenüberstellung von Gesetz und Gnade, die Cranach mehrmals gezeichnet hat, setzt in Grundzügen Luthers reformatorische Erkenntnis, die Lehre von der Rechtfertigung des Sünders ins Bild.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Zur Diskussion gestellt
Die Welt verändern?
Am 31. Oktober 2017 ist es 500 Jahre her, dass Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlicht hat. Die EKD hat für die mediale Einstimmung auf dieses Ereignis eine eigene Botschafterin ernannt, die Theologin Dr. Margot Käßmann. Zusammen mit dem bayerischen Landesbischof und EKDRatsvorsitzenden Dr. Heinrich Bedford-Strohm hat sie im vergangenen Jahr ein Buch unter dem Titel „Die Welt verändern – Was uns der Glaube heute zu sagen hat“ herausgegeben.
Autor: Dieter Kuller *** Rubrik: Literatur
Karl May als Prediger des Christentums
Eine Hommage anlässlich seines 175. Geburtstags
Nicht ohne Grund haben sich in den letzten Jahren gleich mehrere Bücher mit Karl Mays Religiosität und speziell mit seinem Einsatz für den christlichen Glauben befasst. Zeigt sich doch in dem fast hundert Bände umfassenden Gesamtwerk auch über hundert Jahre nach dem Tod des so erfolgreichen Schriftstellers als ein bleibendes, nachwirkendes Element ein geradezu missionarischer Zug – teils unterschwellig, teils deutlich hervortretend und sogar in einem spirituellen Gedichtband mit dem Titel Himmelsgedanken in konzentrierte Worte gefasst!
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Literatur
Theologe und Zeitgenosse
Erinnerungen an Helmut Thielicke (1908-1986)
Autor: Lutz Mohaupt *** Rubrik: Lutherische Profile
Schulen im Dienst des Evangeliums und des Gemeinwohls
Zur Wirkung der Reformation auf das Schulwesen
Bereits in seiner reformatorischen Hauptschrift von 1520 „An den christlichen Adel deutscher Nation. Von des christlichen Standes Besserung“ setzt sich Luther für die Schule, speziell für die Volksschule, ein und forderte den Staat (die „Obrigkeit“) auf, dafür Sorge zu tragen.
Autor: Dietrich Rusam *** Rubrik: Kirche
Reformationsgedenken in Rimini?
Das „Jahr der Barmherzigkeit“ als Vergegenwärtigung der Rechtfertigungsbotschaft
Nein, es war kein Reformationsgedenken, das 22000 Anhänger der katholischen Bewegung Comunione e Liberazione (Gemeinschaft und Befreiung) vom 29. April bis 1. Mai 2016 in Rimini begingen. Es waren ihre jährlichen Geistlichen Exerzitien. Das Reformationsjubiläum 2017 wurde mit keinem Wort erwähnt. Aber die Besinnung vertiefte sich in die Frage der Rechtfertigung aus Glauben. Dabei konnte man meinen, Luthers Herzschlag zu hören: „… auf diesem Artikel stehet alles“, hatte er 1537 im Blick auf ein kommendes ökumenisches Konzil geschrieben. „Darum müssen wir des gar gewiss sein und nicht zweifeln“.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kirche
Von der Schönheit und der Tragfähigkeit christlicher Gemeinschaft
Zur Bewegung des „Ringes Ev. Gemeindepfadfinder“
Ich berichte dies einmal aus meiner persönlichen Sicht. Ich stamme aus einem christlichen Elternhaus. Prägend waren sowohl die Verbindung in die Bekennende Kirche in der NS-Zeit als auch die lutherische Erweckungsbewegung, verbunden mit der Posaunenmission. In unserer Familie bildeten wir je nach Bedarf einen 6-stimmigen Bläserchor oder ein kleines Vokalensemble.
Autor: Frank Boysen *** Rubrik: Kirche
Erleuchtung für alle
Wie Klemens in Alexandrien zum christlichen Glauben einlud
Als Werbung für das Christentum erfolgreich war, womit warb man da? – Eine Werbeschrift des ausgehenden 2. Jahrhunderts bekennt sich schon im Titel zu der werbenden Absicht ihres Verfassers. Der Titel ist nichts anderes als die Angabe der Literaturgattung, unter der diese Schrift einzuordnen ist. In der damaligen griechischen Weltsprache ist sie überschrieben: „Protreptikos“.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Bewaffnete Friedenshelden
Sieben Jahre habe ich als Militärpfarrer an verschiedenen Standorten und auch im Auslandseinsatz Soldaten unserer Bundeswehr in ihrem Dienst begleitet und unterstützt. Aufgewachsen als Kind eines Berufssoldaten, dann selber zum Reserveoffizier der Bundeswehr ausgebildet, sind mir die Sorgen und Nöte dieses Dienstes von Kindesbeinen an vertraut. In vielen Jahren als Notfallseelsorger habe ich erfahren, welchen Belastungen Polizei und Rettungskräfte in ihrem Dienst oft ausgesetzt sind und wie schwer der tägliche Dienst sein kann.
Autor: Ulrich Kronenberg *** Rubrik: Theologie
Westliche und christliche Werte
Immer wieder hört man Äußerungen wie, Europa müsse seine Werte hochhalten, Christen müssten mehr für ihre Werte eintreten. Oft scheint aber nicht klar zu sein, was eigentlich allgemein unter einem „Wert“ zu verstehen sei.
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Gott ist der Garant meiner Zukunft
Warum glaube ich an Gott, obwohl in der Welt so viele Dinge geschehen, die überhaupt nicht zu der Vorstellung von einem liebenden und gerechten Gott passen? Und wie kann ich an Gott glauben, obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse seine Existenz immer mehr in Frage stellen?
Autor: Vera Glowatzki *** Rubrik: Persönlich
Befreiung aus okkulten Bindungen
Ich heiße Asheri ole Lekitika und stamme aus einem großen Clan, der unter uns Maasai im Süden von Tansania für Schamanismus bekannt ist. Als ich geboren wurde, hatte mein Vater eine riesige Rinderherde. Er war Medizinmann, aber leider auch Alkoholiker und zerstörte damit seinen Besitz. Ich kann mich nicht an meinen Vater erinnern.
Autor: Asheri ole Lekitika *** Rubrik: Persönlich
Auftreten statt austreten!
Keine Frage wir leben in politisch unruhigen Zeiten. Die Menschen in unserem Land, aber auch weltweit sehnen sich nach einfachen Antworten und schnellen Lösungen. Die vermeintlich einfache Antwort auf internationale Konflikte oder ganz konkret auf den Terrorismus heißt: „Die Religionen sind an all den Katastrophen des 21. Jahrhunderts schuld!“ Eine weitere Schlussfolgerung aus diesem Satz wäre, dass auch das Christentum unserem Land eher schadet als nützt. Warum ist aber das Christentum wertvoller und wichtiger denn je?
Autor: Patrick Junge *** Rubrik: Persönlich
Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin
Wozu das Christentum gut ist, lässt sich für mich mit diesen fünf Buchstaben zusammenfassen: Gnade. Gnade macht mich zu dem, wer ich bin – ein geliebtes Kind Gottes, des Königs aller Könige, mein Vater. Das verleiht mir Identität, Identität, die völlig unabhängig von meiner Situation ist. Unabhängig von den Umständen, in denen ich mich befinde, oder den Gefühlen, die ich gerade erlebe. Meine Identität als Sohn Gottes hängt nicht von meiner Leistung ab. Bei dem Gott der Bibel kann ich mir nichts verdienen und ich werde ihn auch nie beeindrucken können, mit dem was ich leiste.
Autor: Benedikt Klammt *** Rubrik: Persönlich
Keine beliebige Option
„Wozu ist das Christentum gut?“ In dieser Frage schwingt für mich die Annahme mit, als wäre das Christentum eine von mehreren Alternativen, die uns zur Auswahl zur Verfügung stehen. Deshalb halte ich es für besonders wichtig zu betonen, dass das Christentum nicht eine von vielen Kulturen oder eine von mehreren Religionen ist, die frei gewählt werden kann.
Autor: Alexandra von Livonius Freifrau von Eyb *** Rubrik: Persönlich
Erfülltes Leben
„Wozu ist das Christentum gut?“ Unter dieser Überschrift könnte man sicher viel darüber schreiben, wie der Glaube unserer Vorfahren Europa geprägt hat, unsere Kultur, unsere Werte. Doch ich möchte gern persönlicher herangehen: Was bringt mir der Glaube?
Autor: Brita Appel *** Rubrik: Persönlich
Glaubens- und Lebenshilfe für Kinder
Das Tripp Trapp Taufprojekt zur Unterstützung bei der frühkindlichen Erziehung
Aufgewachsen bin ich in einem frommen Elternhaus. Als ich stillsitzen konnte, ging ich mit in die Sonntagsschule, mit 10 Jahren zur Jungschar und mit 15 Jahren in den ECJugendkreis. Für den Jungscharbesuch bekam ich von meinen Eltern eine Bibel geschenkt und ein Abo „Guter Start“ vom Bibellesebund. Es war in unserer Familie normal, dass gebetet und in der Bibel gelesen wurde.
Autor: Petra Stöckmann-Kothen *** Rubrik: Gesellschaft
Die trügerische Aura entleerter Begriffe
Überlegungen zum „Nutzen“ des Christentums
„Christentum“ ist wie „Judentum“ eine Art Sammelbegriff für eine Gestalt von Religion, der das Heidentum als nicht-religiöse Erscheinungsform gegenübersteht. Diese Begriffe sind eher unbestimmt und bedürfen der historischen, theologischen, politischen oder auch gesellschaftlichen Konkretion, um Aussagen über ihren möglichen Nutzen, ihre Funktion, ihre Ziele machen zu können. Das kann auf den folgenden Seiten hinsichtlich des Christentums nur exemplarisch angedeutet werden.
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Gesellschaft
Wozu ist das Christentum gut?
Wozu ist etwas gut? Eine Frage, die Gegebenes hinterfragt. Was bringt das, was leistet es, was kann man dem abgewinnen – ganz persönlich, aber auch gesellschaftlich? Auch dem Christentum wird diese Frage mitunter gestellt, sei es kritisch ablehnend oder aber positiv apologetisch. Wir Christen wünschen uns positive und inhaltsreiche Antworten in Sachen „Gutsein“ des Christentums.
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Gesellschaft
Gott zuerst!
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Der Supermarkt ist das Symbol unserer Lebensweise. Die Regale sind voll mit Angeboten von Weltanschauungen, Lebensstilen und Lebenshilfen. Keiner muss alles kaufen. Jeder findet, was er braucht – genauer, was er meint zu brauchen. Der Kunde ist König. Jedenfalls wird ihm das Gefühl vermittelt, er sei König. Und wir Christen versuchen, unser Angebot in diesem Supermarkt zu platzieren. Wo und wie muss der christliche Glaube präsentiert werden, dass ihn überhaupt jemand wahrnimmt? Ist er nötig, nützlich, schmackhaft, gesund? Er sollte am besten als „gut und günstig“ angeboten werden, oder?
Autor: Ulrich Parzany *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation XVII
Abschluss: Fasten und Feste
Im Schlusswort des Examen Concilii Tridentini gesteht Martin Chemnitz ein, dass die letzten Kapitel länger ausgefallen sind, als die früheren. Das kommt daher, dass ihnen jeweils ein Überblick über die Geschichte der Auseinandersetzungen beigegeben wurde, die seit der Apostelzeit über die entsprechende Lehre geführt worden sind. Der Überblick enthält ausführliche Zitate, vor allem aus Schriften der Kirchenväter. Das führt zu Wiederholungen. Chemnitz legte auf diese Erweiterung und Bereicherung seiner Auseinandersetzung mit den Lehrentscheidungen des Konzils von Trient großen Wert. Sollte es zu einer neuen Auflage der sukzessive erschienenen früheren Kapitel kommen, so würde er sich der Mühe unterziehen, auch diesen jeweils einen Überblick über die Geschichte der Diskussionen über d
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Bekenntnis
Bayern und Barmen
Im Frühjahr 2017 wird die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern über die Frage entscheiden, ob ein Hinweis auf die Barmer Theologische Erklärung in die Grundartikel der Kirchenverfassung aufgenommen werden soll. Dies gibt Anlass für einige kritische Erwägungen.
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Bekenntnis
„Was Gott an uns gewendet hat“
Ein biographisches Profil zu Ingetraut Ludolphy (1921-2014)
Den Großteil ihres Lebens verbrachte die Luther-Kennerin Ingetraut Ludolphy im Luther-Land selbst und lehrte in Leipzig.1 Trotz vieler Steine, die ihr vom DDR-System in den Weg gelegt wurden, blieb sie sich und ihrem Glauben treu und fand nach ihrer Flucht neue Aufgaben – zunächst in Erlangen. Auch später erlebte sie noch mehrmals, „was Gott an uns gewendet hat.“
Autor: Reiner Andreas Neuschäfer *** Rubrik: Lutherische Profile
„Siehe, ich verkündige euch große Freude“
Betrachtung zum Bild „Die Hirten auf dem Felde“
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Kirchenjahr
Denkzettel
Bilder zu Martin Luther aus dem Jahre 1983
„Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen“ – so beginnt jener legendäre Thesenanschlag an die Schlosskirche in Wittenberg, der sich am 31. Oktober 2017 zum 500sten Male jährt und einen Reformprozess in der Kirche in Gang setzte, der schließlich zur Spaltung führte. Die Luther-Jubiläen durch die Jahrhunderte sind ein Spiegel der Gesellschaften, die sie feierten. 1983 fanden die Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag Luthers in einem geteilten Deutschland statt.
Autor: Roland Rittig *** Rubrik: Kultur & Kunst
So haben christliche Medien eine Zukunft
Meine Frau Svetlana ist schwer krank. Mitte Juli musste sie wieder operiert werden. Ich suchte Trost und Zuspruch im Gottesdienst in unserer Gemeinde, der Leipziger Thomaskirche. Dort wirkte Johann Sebastian Bach von 1723 bis zu seinem Tod 1750. Ich wollte geistliches Schwarzbrot. Aber ich bekam Steine von der Kanzel: Der Pfarrer sprach über die Christopher-Street-Day-Parade, die an diesem Wochenende in Leipzig stattfand. Verzweifelt verließ ich meine Kirche und hörte mir zuhause die Kantate „Wo Gott, der Herr, nicht bei uns hält“ an. Bach hatte sie 1724 für diesen 8. Sonntag nach Trinitatis komponiert.
Autor: Matthias Pankau *** Rubrik: 20 Jahre CA
Reminiszensen zum 20jährigen CA-Jubiläum
Ich war sehr stolz auf CA: Bei diesem Herausgeberkreis, bei dieser Aufmachung und diesem Inhalt konnte ich es mir nicht anders vorstellen, als dass „alle Welt“ entzückt sein müsste – jedenfalls soweit wir mit ihr im Glauben verbunden sind. Ich wurde ernüchtert: Im Selma-Hafner-Heim besuchte ich eine Ruhestandsdiakonisse aus Bamberg, eine bewährte Lutheranerin, mit der Gesellschaft für Innere und Äußere Mission eng verbunden. Noch ehe ich auf die neue CA zu sprechen kommen konnte, trat eine andere Diakonisse ein, mir ebenfalls seit langem bekannt; sie hielt die erste Nummer der CA in der Hand: „Was haben Sie uns denn da geschickt?! Das soll die neue Concordia sein?!“ Sie sah darin offenbar ein Verfallsprodukt einer bunt, übermütig und weltförmig gewordenen Gesellschaft.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: 20 Jahre CA
Gemeinschaft der Heiligen – Kommunismus der Liebe
Christus und die Seinen
Der frühere Heidelberger Diakoniewissenschaftler Paul Philippi erzählte, er habe mehrfach in Versammlungen, bei denen es sich ausschließlich um Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. Theologen und Theologinnen gehandelt habe, folgendes Experiment gemacht: „Ich fragte, wie die Kirche durch den 7. Artikel der Augsburgischen Konfession definiert werde und bat um eine rasche, spontane Antwort, weil diese allein wiedergibt, was einem lebendig im Gedächtnis ist. Bis auf eine Ausnahme wurde zitiert: ‚Kirche ist da, wo das Evangelium rein verkündigt und die Sakramente recht verwaltet werden.“
Autor: Karl-Adolf Bauer *** Rubrik: Kirche
Mehr Luther drin
Zur neuen Bibelrevision
Eine neue Lutherbibel ist herausgekommen. War das nötig? Und was ist neu an ihr? Solche Fragen stellen sich. Der erste Revisor der Lutherbibel war der Reformtor selbst. Seit der ersten Druckausgabe 1522 hat er sie überarbeitet und von Ausgabe zu Ausgabe bis zu seinem Tod gebessert.
Autor: Hartmut Hövelmann *** Rubrik: Kirche
Im Glauben sprachfähig werden mit Luther
Stellen Sie sich vor: Ihre Frau kommt frisch vom Friseur und fragt: „Und, was sagst Du zu meinem Haar?“ Worauf Sie antworten: „Jo ... Jo ... Jo ... Mmmutig!“ Allerdings wählen Sie diesen Begriff, um wesentlich harschere Kommentare zu vermeiden. Als „mutig“ bezeichnete im vergangenen Jahr auch eine 17köpfige ökumenische Delegation die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Was war der Anlass?
Autor: Michael Stollwerk *** Rubrik: Kirche
Auf der Suche nach dem verlorenen Wort
Der große deutsche Journalist Johannes Gross hat vor Jahren einmal geschrieben: „Es lohnt sich nicht mehr, das Schicksal des deutschen Protestantismus zu verfolgen. Vierhundert Jahre einer glorreichen Geschichte gehen zu Ende. Was in hundert Jahren in Europa noch an Volkskirche besteht, wird katholisch sein“.1 Das klingt zunächst einmal sehr negativ und man kann über die Stichhaltigkeit dieser Prognose trefflich streiten, aber sie beleuchtet doch recht deutlich, wie ein ungemein kluger Kopf und lutherischer Christ die Lage einschätzte, die es zu analysieren gilt, wenn man sich auf die „Suche nach dem verlorenen Wort“ begibt.
Autor: Jobst Schöne *** Rubrik: Kirche
„… um damit den Teufel zu foppen.“
Luthers Humor aus Glauben
Ob Martin Luther von Natur aus Humor hatte, wissen wir nicht. Aber offenkundig besaß er Humor im Zusammenhang seines Glaubenslebens. Wie ich in dem Buch „Das verheißene Lachen. Humor in theologischer Perspektive“ gezeigt habe, hängt Lachen immer mit irgendeiner Art von Überlegenheit zusammen, und „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ (Otto Bierbaum). Die Fähigkeit zu solchem Trotzdem-Lachen verdankte der Reformator der inneren Überlegenheit, die er durch den Rechtfertigungsglauben gewann.
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Theologie
Vocatio contra Narziss
Durch Christus befreit zum Dienst in der Welt
Robert Kolb hat im vorausgehenden Beitrag erläutert, wieso wir Lutheraner die beste Befreiungstheologie besitzen. Nun soll ich als Journalist mit der brüchigen Stimme des Reichs zur Linken Ihnen erklären, wozu Christus uns befreit hat. Was bedeutet das für die Rolle von Christen in dieser unerlösten Welt? Ich sag’s Ihnen gleich: dass wir unsere Ärmel hochkrempeln und uns hier einbringen.
Autor: Uwe Siemon-Netto *** Rubrik: Theologie
Das Kreuz – die wirkliche Befreiungstheologie
Für Martin Luther gab es an den Glaubensartikeln über Jesu Erlösungswerk nichts zu deuteln. Er sagte, von dieser Lehre dürfe man „... nichts weichen oder nachgeben, es falle Himmel und Erden oder was nicht bleiben will: Denn es ist kein ander Name den Menschen gegeben, Gerhard Müller dadurch wir können selig werden ...“
Autor: Robert Kolb *** Rubrik: Theologie
Wider das inhaltslose Getöse
Was uns Luther heute noch zu sagen hat
Die Luther-Dekade 2008 bis 20171 neigt sich dem Ende zu. Durch ihre Jahresthemen hat sie uns an viel erinnert, was wir vergessen hatten. Aber wir haben dafür Zeit benötigt und benötigen sie noch. Lohnt sich das angesichts unserer gegenwärtigen Aufgaben und unserer Besinnung auf die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Kirche? Die Austrittszahlen aus unseren Landeskirchen zeigen, dass auch eine jahrelange Beschäftigung mit Martin Luther die Entfremdung vieler Menschen von unserer Kirche weder beendet noch vermindert hat.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Theologie
„Vom Konflikt zur Gemeinschaft“
Zum lutherisch / römisch-katholischen Dialog 2017
Am 31. Oktober 2016 feierte der Lutherische Weltbund im Dom zu Lund in Schweden seinen zentralen Gottesdienst zum Beginn des Reformationsjahres als ökumenischen Gottesdienst zusammen mit Papst Franziskus. Man muss sich klarmachen, was das bedeutet: 1521 hatte Papst Leo X. Martin Luther als notorischen Ketzer mit dem Bann aus der römischen Kirche ausgeschlossen; 495 Jahre später kam der Nachfolger Leos eigens zu dem Zweck nach Lund – in die Stadt, in der 1947 der Lutherische Weltbund gegründet wurde –, um mit den Lutheranern feierlich der Reformation zu gedenken.
Autor: Theodor Dieter *** Rubrik: Reformation
Es geht um die Gottesbeziehung des Menschen
Die bleibende Bedeutung der Reformation
Der 31. Oktober 2017 wird ein bundesweiter Feiertag sein. Denn es ist der 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag. Doch was feiern wir da eigentlich genau? Warum nimmt das ganze Land davon Notiz, nicht nur die evangelischen Christen? Worum ging es seinerzeit? Und vor allen Dingen: Was bleibt davon für unsere Zeit?
Autor: Hartmut Hövelmann *** Rubrik: Reformation
„Der von oben her kommt, ist über allen …“
Johannes 3, 31-32a ausgelegt
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
20 Jahre CA – 20 Jahre quer zum Zeitgeist
Zwanzig Jahre Bestand. Das ist zwar kein langer Zeitraum. Doch in der heutigen schnelllebigen Zeit erscheint dies als eine halbe Ewigkeit. Mitte der 1990er Jahre gingen Theologen, wenn auch nicht nur, daran, eine Zeitschrift zu kreieren, die theologische, kirchliche, kulturelle und gesellschaftliche Themen aufnimmt, diese aber gerade nicht im Sinne des jeweils gängigen Mainstream beantwortet.
Autor: Walter Rominger *** Rubrik: Jubiläum
Unaufgebbares der Reformation XVI
Reliquien- und Bilderkult
Wenn ein nicht enden wollender Zug von Fußwallfahrern singend und betend durch unser Dorf zieht, sehen wir teils bewundernd, teils verständnislos am Wegrand zu. Das Ziel der Wallfahrt ist ein „Gnadenbild“ in Altötting. Und wir lesen vom Massenandrang Andächtiger, wenn die Christusreliquie „Heiliger Rock“ in Trier ausgestellt wird. Haben wir für uns geklärt, ob wir die katholische Prozessionsund Wallfahrtsfrömmigkeit eher als volkstümliches Brauchtum einschätzen und wertschätzen oder theologisch ernst nehmen wollen?
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
„… wenn ich der Christ mir dem Theologen eigenster Stoff meiner Wissenschaft bin“
Johann Christian Konrad von Hofmann (1810-1877)
Noch vor der Mitte des 19. Jahrhunderts kommt es zu einer Blütezeit lutherischer Theologie. Die Erlanger Fakultät steigt zu einer der zahlenmäßig stärksten in Deutschland auf. Dieser Aufstieg verdankt sich Johannes Hofmann, der seit 1845 den Lehrstuhl für Neues Testament, Theologische Enzyklopädie und Ethik innehat. Der damals 35jährige bemüht sich, Frömmigkeit und wissenschaftlichen Diskurs, Glauben und Wissen, lutherisches Bekenntnis und die Erkenntnisse moderner Geschichtsforschung, Geschichte und subjektive Erfahrung zu verbinden. Der überkommene traditionell lutherische und biblizistische Supranaturalismus hatte seine Überzeugungskraft für viele verloren. Hier nun schien man einer relevanten Theologie zu begegnen.
Autor: Hartmut Hövelmann *** Rubrik: Lutherische Profile
„Wenn mein Stündlein vorhanden ist …“
Gedanken für die Todesstunde und darüber hinaus
Den kurzen Augenblick des Übergangs vom Leben zum Tod hat man oft mit dem uns heute ungewöhnlichen Wort „Stündlein“ bezeichnet. Für diesen Augenblick wollte man vorbereitet sein. Luther erklärte im Katechismus die Vaterunser-Bitte „erlöse uns von dem Bösen“ mit dem Hinweis, dass wir letzten Endes damit den Vater im Himmel bitten, dass er uns „zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere“.
Autor: Rudolf Keller *** Rubrik: Kirchenjahr
„... ich mög aus Tod ins Leben gehn!“
Andreas Gryphius und das Massensterben
Entsetzliche Bilder. Fast täglich. Nicht nur über die Medien, sondern hautnah erlebt. Sie ließen sich nicht aus dem Gedächtnis verdrängen. „Traumatisiert“, würde man heute sagen, war Andreas Gryphius (1616-1664). Als er zwei Jahre alt war, brach der 30-jährige Krieg aus. Drei Jahre später erreichte er Schlesien. In einem Sonett auf den Tod seines 1621 gestorbenen Vaters spricht Gryphius von der apokalyptischen „Blut-Trompet“, die über Glogau aufheulte. „Das Kriegsgrauen gab seiner frühen Jugend die Signatur“.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kultur & Kunst
Auferstehungsglaube in Stein
Das barocke Grabmal der Maria Magdalena Langhans in Hindelbank bei Bern
Landläufiger Vorstellung gemäß, ist das Zeitalter des Barock durch die Freude an Prachtentfaltung, rauschhaften Festen, pathetischen Fassaden und das Interesse an unsterblichem Nachruhm gekennzeichnet. Zu leicht gerät dabei in Vergessenheit, dass die extrovertierte barocke Sinnenfreude auch mit einer tiefgehenden Befassung mit dem Tod und der Vergänglichkeit gepaart sein konnte, und das barocke Zeitalter sozusagen auf zwei unterschiedlichen Beinen stand. Wie konnte die christlich motivierte Hoffnung auf Auferstehung in Werken der bildenden Kunst sinnfällig zum Ausdruck gebracht werden?
Autor: Hans-Christoph Dittscheid *** Rubrik: Kultur & Kunst
Sterben, Tod und Jenseits im Kontext islamischer Theologie
Die Lehren von der Verantwortung des Menschen im Jüngsten Gericht, von der Aufrechnung aller seiner Taten im Jenseits sowie seine Verurteilung zur Höllenstrafe oder seine Belohnung mit dem Eingang ins Paradies gehören zu den grundlegendsten Lehren der islamischen Theologie. Das Diesseits gilt als Bewährungsort für das Jenseits. Gott wird an seinem Lebensende jeden Menschen gerecht richten. Zwar ist der Mensch verantwortlich für sein Tun, kann sich aber gleichzeitig Gottes allmächtigem Handeln nicht entziehen.
Autor: Christine Schirrmacher *** Rubrik: Theologie
Trost ist mehr als Mitgefühl
Martin Luthers Trostbrief an seinen Freund Justus Jonas
Früher oder später befinden wir uns alle einmal in der Situation, dass wir einem Menschen beistehen, der einen engen Freund oder einen Familienangehörigen verloren hat. Das ist nicht immer ganz so natürlich und einfach, wie wir anfangs vielleicht meinen. Mit unserem Herzen und Mitgefühl sind wir ganz bei der trauernden Person. Wir möchten gerne helfen. Aber was sollen wir in solchen Situationen sagen? Was können wir denen geben, die sich in tiefer Trauer befinden?
Autor: Stephen Pietsch *** Rubrik: Theologie
Wo sind wir, wenn wir tot sind?
Die Frage, die in dieser Überschrift steckt, könnten wir sehr schnell und zutreffend mit dem Hinweis beantworten: „Bei Gott.“ Doch damit wäre die Frage nicht vollständig beantwortet, denn der körperliche Teil eines jeden Menschen ist nach dem Tod noch vorhanden und geht dann erst langsam dem entgegen, was wir bei jeder Beerdigung hören: „Von Erde bis du genommen, zur Erde wirst du werden“ (1. Mose 3, 19). Wenn also etwas nach dem Tod bei Gott sein soll, kann es nicht unser irdischer Körper sein. Der liegt auf dem Friedhof. Überlebt dann überhaupt noch etwas von uns, wenn wir sterben?
Autor: Hans Schwarz *** Rubrik: Theologie
Martin Luthers ars moriendi
Nach seinem „Sermon von der Bereitung zum Sterben“
In den Jahren 1519 und 1520 veröffentlichte Martin Luther verschiedene Schriften in deutscher Sprache, in denen er sich mit den Grundlagen des christlichen Glaubens beschäftigt. Es sind sogenannte Sermone, das heißt Reden bzw. Gespräche in bildhafter, anschaulicher Sprache. Sie wurden bewusst in Deutsch, nicht in Latein abgefasst, da diese Schriften nicht zuerst für gelehrte Theologen, sondern für alle Christen gedacht sind. Man kann diese Schriften auch als Erbauungsschriften bezeichnen, im buchstäblichen Sinn zur Auferbauung, zur Stärkung und Vertiefung des christlichen Glaubens.
Autor: Wolfgang Sommer *** Rubrik: Theologie
Die Auferstehung Christi als Grund christlicher Hoffnung
„Hoffnung ist nichts als die Tünche auf dem Gesicht des Daseins. Die geringste Berührung mit der Wahrheit reibt sie ab, und dann sehen wir mit welch einer hohlwangigen Hure wir uns eingelassen haben.“ So lauten die bitteren Worte von Lord Byron. Ein anderer, weniger bekannter Schriftsteller nennt sie „Realitätsverleugnung“ und vergleicht sie mit einer Karotte, die man vor einem Zugpferd baumeln lässt, damit es sich „in vergeblichen Versuchen, sie zu erreichen“, weitermüht.
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Schlafes Bruder?
Wie Kinder mit dem Tod umgehen
Heute erleben Kinder und Jugendliche wesentlich seltener und vor allem viel später als früher, wie ein Mensch stirbt. Häufig wollen Eltern die Kinder damit auch nicht unnötig belasten. Gleichwohl lässt sich der grausame Widersacher alles Lebendigen nicht dauerhaft von Kindern fernhalten. Er begegnet ihnen im Sterben des geliebten Haustiers, im Tod der Großeltern und manchmal auch in dem von Vater oder Mutter. Wie gehen Kinder mit solchen Erfahrungen um? Wie können wir mit ihnen über dieses Thema reden? Wie können wir ihnen helfen, mit der Trauer umzugehen?
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Seelsorge
Wie kann ich in meiner Trauer bestehen?
Der Tod eines Familienmitgliedes schmerzt. Als unsere Tochter tödlich verunglückte, traf uns der Schmerz völlig unerwartet und wie ein Stich ins Herz. Tief innen schmerzt es. Ich bin getroffen, fühle mich wehrlos und hilfsbedürftig.
Autor: Stefan Lämmer *** Rubrik: Seelsorge
Erdbestattung oder Feuerbestattung?
Die Alternative zwischen Erd- oder Feuerbestattung stellt sich im Raum der christlichen Gemeinde im Grunde erst seit gut 200 Jahren. Denn die Christenheit hat von Anfang an die in der Umwelt häufige Leichenverbrennung abgelehnt und wie das Judentum und in Erinnerung an das Begräbnis Christi ausschließlich die Körperbestattung praktiziert. Nach dem offiziellen Verbot der Einäscherung unter Karl dem Großen (785) verschwand der heidnische Brauch fast völlig. Erst in Folge der Französischen Revolution wurde die Feuerbestattung zunehmend propagiert. Im deutschen Protestantismus wurde sie im frühen 20. Jahrhundert gebräuchlich. Die römisch-katholische Kirche erlaubte sie kirchenamtlich erst im Jahr 1963.
Autor: Tobias Brendel *** Rubrik: Seelsorge
Abschiednehmen im Familienkreis
Die Aussegnung
„Das hat gut getan.“ So äußerte sich eine Angehörige nach der Aussegnung. „Wir konnten uns voller Dank dem Verstorbenen nochmals zuwenden und uns im Frieden von ihm verabschieden.“ Schnell kann ein Leben zu Ende gehen. Vielleicht zu schnell. Ehe man daran denkt, kann uns so eine Nachricht von einem Tod ereilen. Meist sind wir darauf nicht vorbereitet. Sie trifft uns unverhofft. Vor allem die Familie wird in eine Situation hineingestürzt, die sie gar nicht gewollt hat. Von einer Minute auf die andere wird der normale Alltag unterbrochen. Es ist, als ob die Zeit stehen bliebe.
Autor: Christian Simon *** Rubrik: Seelsorge
Sterbende begleiten
Was können wir als Christen tun?
Es kann geschehen, dass plötzlich in unserer Nähe jemand stirbt. Es kann aber auch sein, dass wir langsam mit einem aus unserer Mitte auf sein Ende zugehen müssen. Ob ein Kind, ein Erwachsener oder ein alter Mensch abgerufen wird. Immer stehen wir vor einer Aufgabe, die uns erschüttert, die über unsere Kräfte zu gehen scheint und die uns nach unserer Einstellung zu Tod und Sterben fragt.
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Seelsorge
Die Botschaft der Todesanzeigen
Nicht jeder Verstorbene wird mit einer Todesanzeige bedacht. Nach meiner 20-jährigen Gemeindeerfahrung traf das auf etwa ein Drittel der Menschen zu, die wir bestattet haben. Nicht um statistische Genauigkeit kann es gehen, vielmehr um eine Sichtung, um ein Aufzeigen von Tendenzen, die aber trotzdem eine Typisierung zulassen.
Autor: Hermann Lutschewitz *** Rubrik: Gesellschaft
Beerdigung à la carte
Zum Wandel der Bestattungskultur in Hamburg
Vor 10 Jahren war eine Bestattung ohne Feier, ohne Pastor oder Redner eher eine Ausnahme. Heute liegen die Bestattungen ohne jedwedes Zeremoniell bei über 30 %. Die Gründe für den Wandel der Bestattungskultur liegen in der zunehmenden Säkularisierung, der Entkirchlichung, dem Traditions- und Kulturabbruch und dem Kostenaspekt. Die Erwartungshaltung der Angehörigen auf eine individualistische Form kirchlicher Trauerfeiern wird größer. Die rechte Würdigung des Toten ist das Maß, weniger Gebet und Verkündigung der Auferstehungshoffnung nach kirchlichem Ritual.
Autor: Ulrich Rüß *** Rubrik: Gesellschaft
Tod und Trauer im säkularen Humanismus
Humanistische und atheistische Weltdeutungen haben in den letzten Jahren eine zunehmende öffentliche Beachtung erfahren. Mit Angeboten wie Jugendweihe, Lebenskundeunterricht, Kindertagesstätten, Hospizarbeit und Sterbebegleitung hat sich vor allem der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) der Zielgruppe der Religionsdistanzierten und konfessionslosen Menschen zugewandt und begonnen, „säkulare“ Alternativen zu kirchlichen Amtshandlungen und diakonischen Aktivitäten aufzubauen.
Autor: Reinhard Hempelmann *** Rubrik: Gesellschaft
„Ich bin die Auferstehung und das Leben …“
Johannes 11 ausgelegt von Klaus Schlicker
Autor: Klaus Schlicker *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation XV
„Gemeinschaft der Heiligen“ Erhören die Heiligen Gebete oder sind sie als Tote taub?
Scheiden die Verstorbenen aus der „Gemeinschaft der Heiligen“ aus? Dürfen wir sie der Vergessenheit überantworten, wenn ihre Ansichten nach heutigen Maßstäben nicht politisch korrekt waren? Ihr Beispiel könnte in Entscheidungssituationen die Richtung weisen. Ihr Vorbild kann zum Durchhalten ermutigen. Manchmal wünscht man sich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Das gute Bekenntnis bezeugen
Zum Gedenken an die Übergabe der Confessio Augustana
Autor: Tobias Eißler *** Rubrik: Kirchenjahr
Champions for Christ
Zu Gast bei Baptisten auf den Philippinen
Für mein religionspädagogisches Praktikum, das Teil meines Bachelorstudienganges Evangelische Theologie ist, entschied ich mich, ins Ausland zu gehen. Durch Kontakte eines Professors der Universität Regensburg wurde mir ein Praktikumsplatz in der Jaro Evangelical Church, der ersten Baptist Church auf den Philippinen, angeboten.
Autor: Gianna von Crailsheim *** Rubrik: Blick in die Welt
„Mission, Leben für die Völker“
Wie die Pfingstkirche Lateinamerika für Christus gewinnt
Die junge Kirche „Misión, Vida para las naciones“ –„Mission, Leben für die Völker“ entstand erst vor 25 Jahren in Montevideo, Uruguay. 1991 wurde der Architekt Jorge Marquez und seine Ehefrau Marta von Argentinien nach Montevideo geschickt, beide als Pastoren, um dort „ein Volk für Christus zu gewinnen“. Das Ehepaar sammelte als erstes seine Nachbarn, um mit ihnen Gottes Wort zu lesen, zu teilen. Es ging aber auch auf die Plazas, auf die Plätze und predigte wie Paulus auf dem Areopag.
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Blick in die Welt
Zum Gottesdienst fahren manche 100 km
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia
Im Tourismussektor ist Namibia inzwischen ein „Geheimtipp“ geworden, beson-ders für deutsche Besucher. Im südwestlichen Zipfel Afrikas kann man sich durchaus auf Deutsch noch durchs Land bewegen – ein Gefühl von „Heimat“ inmitten einer fremdartigen Pflanzen- und Tierwelt und einer faszinierenden Landschaft. Sogar deutsche Gottesdienste kann man hier – 11 Stunden von der deutschen Heimat entfernt – besuchen. Wo ist man hier bloß gelandet?
Autor: Erich Hertel *** Rubrik: Blick in die Welt
Lutheraner am anderen Ende der Welt
Die Evangelisch-Lutherische Kirche Australiens
Die Lutherische Kirche Australiens (Lutheran Church of Australia, LCA), zu der auch eine kleine Zahl von Lutheranern in Neuseeland gehört, ist keine große Kirche. Obwohl sich in einer staatlichen Volkszählung 250.000 Australier als „lutherisch“ bekannten, nehmen nur etwa 60.000 regelmäßig am Gottesdienst teil und beteiligen sich am kirchlichen Leben in der LCA. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung liegt darin, dass Australien in den vergangenen Jahren ein sehr säkulares und gottloses Land geworden ist.
Autor: Dean Zweck *** Rubrik: Blick in die Welt
Ein unbequemer Mahner
In memoriam Hermann Sasse (1895-1976)
Vor 40 Jahren verstarb im fernen Australien einer der profiliertesten lutherischen Theologen des 20. Jahrhunderts: Hermann Sasse. In Deutschland ist der Namen des Erlanger Kirchenhistorikers nur noch wenigen geläufig, auch wenn die Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche (SELK) alle zwei Jahre ein herausragendes Werk lutherischer Theologie mit dem Hermann-Sasse-Preis auszeichnet. Sasse war ein sperriger Lutheraner. Seine Antworten auf die Frage nach dem Wesen der Kirche und ihrem Bekenntnis, dem Abendmahl und der Kirchengemeinschaft lagen meist quer zu dem, was aus kirchenpolitischen Gründen gerade angesagt schien. Nicht zuletzt deshalb bleiben sie aktuell.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Lutherische Profile
Die „Lifestream Church Regensburg“
Wo junge Menschen eine geistliche Heimat finden
Während meines Studiums zog ich nach Regensburg und machte mich dort auf die Suche nach einer Gemeinde. Eine Gemeinde, in die ich gerne hineinwachsen wollte, sollte einige wichtige Aspekte beinhalten: zum einen die Predigt, die mich in meinem Glaubensleben weiterbringt und mich in meinem Alltag anspricht, zum anderen die Gemeinschaft. Ich suchte eine Gemeinde in der tatsächlich Gemeinschaft gelebt wird – Brüder und Schwestern im Herrn – in der man sich kennt, sich austauscht, sich gegenseitig ermutigt und miteinander und füreinander betet.
Autor: Katharina Schlichting *** Rubrik: Kirche alternativ
Ein Besuch in der „Jesus-Disko“
Die Kirche „International Christian Fellowship“ in München
Beim Hinabsteigen des Treppenabgangs, der zu den Räumlichkeiten der „Neuraum“-Diskothek führt, ist noch kaum zu ahnen, dass man sogleich eine Kirche betreten wird. Allein nach ihrem Erscheinungsbild lässt sich auch nicht sagen, ob die zahlreichen jungen Leute, die sonntagvormittags in der Nähe des Eingangs herumstehen, gerade nach einer durchfeierten Nacht aus der Diskothek kommen oder zur „Celebration“ – wie die Gottesdienste der ICF-Kirche genannt werden – gehen.
Autor: Micha Schlichting *** Rubrik: Kirche alternativ
Was Martin Luther für das Wichtigste hielt
Katechismus heißt nicht Lehrbuch, sondern Unterricht
Autor: Bernhard Bonkhoff *** Rubrik: Theologie
BARMEN – ein lutherisches Bekenntnis?
Zur aktuellen Diskussion um die Barmer Theologische Erklärung
„Am 31. Mai 1934 erhob die Bekennende Kirche gegen die gott- und men-schenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus und gegen die Gleichschaltung der evangelischen Kirche ihre Stimme. Einstimmig verabschiedete die Bekenntnissynode von Barmen die Barmer Theologische Erklärung. … Barmen heute heißt für mich, im Namen Jesu einzutreten für eine freiheitliche Kultur der Toleranz, des Rechts und der Gerechtigkeit, die jene schützt, die als Andersdenkende und Andersglaubende verfolgt werden und um ihr Leben fürchten müssen“, meinte kürzlich Frau Dr. Annekathrin Preidel im Sonntagsblatt Thema zur Barmer Theologischen Erklärung (BTE). Frau Dr. Preidel ist Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die im Frühjahr 2017 darüber entscheiden wird, ob die BTE in der
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Theologie
Berufsbild oder Berufung?
Anmerkungen zum Selbstbild und Gemeindeverständnis von Pfarrerinnen und Pfarrern
In den fünf Jahren von 2010 bis 2014 haben die EKD durch Kirchenaustritt 871.696 Menschen verlassen. Der Anteil der evangelischen Christen in Deutschland sank von 29,2% auf 27,9% der Bevölkerung und erreichte mit 22.629.286 Mitgliedern einen Tiefststand. Im Reformationsjahr 2017 wird die EKD wahrscheinlich bei einer Zahl unter 20 Millionen landen. In Bayern sieht es anteilmäßig nicht besser aus. Nachdem in den letzten fünf Jahren über 100.000 Menschen aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) ausgetreten sind, erreichen die evangelischen Christen in Bayern mit 19,4% erstmals einen Wert unter 20%, in absoluten Zahlen 2.464.550 Mitglieder. So beunruhigend diese Zahlen sein mögen, sie spielen in den Überlegungen der Projektgruppe „Berufsbild: Pfarrerin, Pfarrer“ der ELKB kein
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Theologie
„Es weiß ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche ist ...“
Wirklich?
„Gott sei Dank! Es weiß ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche ist. Nämlich die heiligen Gläubigen und die Schäflein, die ihres Hirten Stimme hören.“ So Martin Luther 1537. Acht Jahre vorher hatte er noch gemeint: Das Wort „Kirche“ sei für viele unverständlich. Sie denken dabei an ein Gebäude. Aber Kirche heißt die „dem Herrn gehörende“.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Theologie
„Godspot“
Knicken Kirchen vor dem Digitalismus ein?
Um den Beginn des 21. Jahrhunderts waren die Kirchen in Deutschland noch vorsichtig, wenn es um die Frage ging, ob sich der eine oder andere Kirchturm für Mobilfunk-Masten vermieten ließe. Und sie wussten solche Vorsicht theologisch und ethisch zu begründen. Doch seit einigen Jahren hat sich das Bild geändert; immer mehr Kirchtürme senden hochfrequente elektromagnetische Strahlung offen oder verborgen in ihre Umgebung. Diese Änderung der Lage verdankt sich zum einen der erfolgreichen Überzeugungsarbeit von Industrie und Wirtschaft in unserer Gesellschaft, zum anderen der Versuchlichkeit der Bevölkerung, die sich überwiegend über die Attraktivität modernster Technologien freut und um deren Chancen willen die Risiken in Kauf zu nehmen bereit ist.
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Kirche & Gesellschaft
Selbstgerecht?
Wie ich in der Kirche Jesu Christi ein anmaßendes Kanzelverbot zu verantworten habe
Selbstgerecht, fundamentalistisch, inquisitorisch, anmaßend – so lauten Vorwürfe an mich, nachdem ich Landesbischof Gerhard Ulrich ein Kanzelverbot auf dessen Osterbotschaft hin öffentlich ausgesprochen habe. Solche Worte gehen unter die Haut und verunsichern mich – Gott sei Dank. Wo Kritik anficht, mir die Selbstgewissheit entwindet, bleibe ich als Hörender weiterhin ansprechbar und darf damit dem „Reizklima des Rechthabenmüssens“ (Martin Walser) entgehen.
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Kirche & Gesellschaft
Mehr Leben aus dem Glauben
Glaubenskurse im Trend
Das Bündnis von Glauben und Bildung ist seit der Reformation für den Protestantismus charakteristisch. Mit der Aktualität von Glaubenskursen stehen wir heute in dieser Tradition. Interessanterweise wächst in Zeiten des interreligiösen Dialogs auch die Nachfrage nach Glaubenskursen. Die Sprachfähigkeit in eigener Sache fördert die Dialogfähigkeit. Die Evangelische Erwachsenenbildung reagiert darauf mit www.gesellschaft-fuer-mission.de entsprechenden Angeboten.
Autor: Jens Colditz *** Rubrik: Kirche & Gesellschaft
Kirche und Öffentlichkeit
Zwischen Mehr-Macht und „Macht zu …“
In Ostdeutschland waren wir Pfarrer glücklich, wenn die Zeitungen nach besinnlichen Worten zum Sonntag fragten. eine große Chance, biblische Worte und christliche Einsichten zur Sprache zu bringen. Regelmäßig schreibt jetzt der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland in einer großen Tageszeitung. eine gute Möglichkeit, die der Kirche eingeräumt wird. Doch was dann in der tageszeitung zu lesen ist, liest sich oft wie ein Regelwerk der Sozialdemokratie.
Autor: Reiner Andreas Neuschäfer *** Rubrik: Kirche & Gesellschaft
Zurück zu Luther
Die Evangelische Kirche in der Modernitätsfalle
Die evangelische Kirche unserer Zeit ist durch eine Inflation des Kreuzes gekennzeichnet. So hört man von ihren epräsentanten und Pfarrern nur noch selten etwas über das Ärgernis und den Skandal des Wortes vom Kreuz, so wie es im Zentrum der Paulus-Briefe und damit des Neuen Testaments steht. Aber man bekommt am Sonntag sehr viel zu hören über die unzähligen kleinen Kreuze dieser Welt wie Hunger, Flüchtlingselend, Arbeitslosigkeit oder Klimakatastrophe. Zusammengehalten werden diese kleinen Kreuze durch die Dauerbereitschaft eines „Reden wir miteinander“.
Autor: Norbert Bolz *** Rubrik: Kirche & Gesellschaft
Gewissheit durch das Wort
Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit!
Autor: Dieter Kuller *** Rubrik: Wort Gottes
Leben in der Gegenwart Gottes
Das Kirchenjahr bestimmte über viele Jahrhunderte hinweg das Leben der meisten Menschen. Was beeinflusst heute unseren Alltag und seine Gestaltung? Die gesetzlichen Änderungen der rot-grünen Regierung in Baden-Württemberg im Jahr 2015, welche die Regelungen zum Tanzverbot an bestimmten Feiertagen lockern, macht der Kirche unmissverständlich deutlich, dass unsere Gesellschaft immer mehr ihre christliche Prägung verliert.
Autor: Harald Losch *** Rubrik: Kirchenjahr
Unaufgebbares der Reformation XIV
Fegefeuer
Muss man noch über das Fegefeuer streiten? Die Weltbildfrage, wo es sich befinde, ist wohl gegenstandslos geworden. Gerne übersetzt man es ins Psychologische: Es gilt dann als Bild für die brennende Peinlichkeit, wenn unser wirkliches Leben ins Licht der Erwartungen Gottes gerückt wird; wer wollte das bestreiten? Doch blieb die Erinnerung haften, dass die Vorstellung von Fegefeuerqualen und deren möglicher Abkürzung die Voraussetzung für das römische Ablasswesen war.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Warum sollt ich mich denn grämen...?
Ein biografisches Porträt zu Paul Gerhardt (1607-1676)
So ein: "Befiehl du deine Wege", ..., das man in der Jugend, in Fällen wo es nicht so war wie es sein sollte, oft und andächtig mit der Mutter gesungen hat, ist wie ein alter Freund im Hause (Matthias Claudius). Auch 340 Jahre nach Paul Gerhardts Tod ist das, was er zu Papier gebracht hat, längst nicht verstummt. Noch immer blicken viele Menschen dankbar auf sein Leben und seine Lieder.
Autor: Reiner Andreas Neuschäfer *** Rubrik: Kirchenlied
Der Fremde
Oder: Was macht einen Menschen zum Unmenschen?
Nur weil „der Fremde“ gegenwärtig dazu herhalten muss, dass sich Deutsche, darunter Christen, mit dem Vorwurf verstockter Fremdenfeindlichkeit oder blinder Fremdenfreundlichkeit gegenseitig anfeinden dürfen, habe ich, ratsuchend, aus einem Regal im Keller das schmale Rowohlt-Bändchen erausgegriffen, das den Titel „Der Fremde“ trägt. Albert Camus hat es 1942 geschrieben. Ich habe es vor fünfzig Jahren gelesen. Als ich es nun auf einer Bahnfahrt wieder las, sprach mich die durchgängig hervorgekehrte „Gleichgültigkeit“ des Ich-Erzählers Meursault weniger an als damals.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kultur
Mohammed als Vorbild?
Gegenwärtig gibt es einen Streit über die Frage, ob die vom Islamischen Staat verübten Gräueltaten den Grundlagen des Islam entsprächen oder zu ihnen in Gegensatz stünden. Ist zwischen dem an sich friedlichen Islam und der Verirrung des gewalttätigen Islamismus zu unterscheiden, oder beruht diese Unterscheidung auf Wunschdenken?
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Welt
Quo vadis, Naher Osten?
Entstehung und Ideologie des "Islamischen Staates"
Seit knapp zwei Jahren halten Grausamkeiten und Gebietseroberungen des „Islamischen Staates“ (IS) die Menschen im Nahen Osten in Atem – und nicht nur sie: Bis nach Europa hat das von Abu Bakr al-Baghdadi im Juni 2014 ausgerufene Kalifat des IS Auswirkungen, sind doch bereits einige Tausend Europäer in den bewaffneten Jihad nach Syrien und Irak gezogen, darunter auch über 700 deutsche Staatsbürger. Sicherheitsexperten sind besorgt über die Aussichten, dass etliche von ihnen radikalisiert zurückkehren und, kampferfahren und brutalisiert, möglicherweise Anschläge in Europa verüben könnten.
Autor: Christine Schirrmacher *** Rubrik: Welt
Von Gewalt und Feindesliebe
Zur bedrängten Situation von Christen in Syrien und im Irak
An prominenter Stelle, und für manchen wohl überraschend, wurde im vergangenen Jahr auf die bedrängte Situation der orientalischen Christen aufmerksam gemacht: in der Dankesrede bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Navid Kermani begann diese Rede mit der Bemerkung, am selben Tag, als ihn die Nachricht von der Preisverleihung erreicht habe, sei Pater Jacques Mourad von Schergen des Islamischen Staates aus dem Mar Elian-Kloster in Syrien entführt worden.
Autor: Karl Pinggéra *** Rubrik: Weltweite Kirche
Stellungnahme der Evangelischen Kirchengemiende Althofen in Österreich zur aktuellen Flüchtlingspolitik
Autor: Anonymer Autor *** Rubrik: Kirche
Du hast Worte des ewigen Lebens
Erfahrungen aus einem Bibelkreis mit Asylbewerbern
Eines Tages waren vier junge Männer im Gottesdienst, sonntagfrüh 9.00 Uhr. Wir haben schon seit einigen Jahren eine Unterkunft für Asylbewerber im Gemeindebereich. Von dort mussten sie sein. An der Tür verabschiedete ich sie. In einem Gemisch aus gebrochenem Deutsch und Englisch stellten sie sich als Perser vor. Sie waren nach Deutschland geflohen und wollten bleiben.
Autor: Matthias Knoch *** Rubrik: Kirche
Dürfen wir den Asylsuchenden das Evangelium vorenthalten?
Viele können das Wort Flüchtlinge inzwischen kaum noch hören. Wenn dann doch darüber gesprochen wird, reagieren nicht wenige zunehmend aggressiv. Für unser Volk und auch die anderen europäischen Staaten ist es dennoch ein entscheidendes Thema.
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Zwischenruf
Gottes Platzregen über dem Nahem Osten
Arbeit unter Flüchtlingen in der Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin
„Liebe Deutsche, kauft, solange der Markt vor der Tür ist, sammelt ein, solange die Sonne scheint und gutes Wetter ist, macht Gebrauch von Gottes Gnade und Wort, solange es da ist. Denn das sollt ihr wissen: Gottes Wort und Gnade ist ein fahrender Platzregen, der nicht wiederkommt, wo er einmal gewesen ist.“ Diese Worte Martin Luthers aus seiner Schrift „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ (1524) erweisen sich heute wieder neu als unglaublich aktuell.
Autor: Gottfried Martens *** Rubrik: Kirche
Luther und die Türken
Wahrscheinlich wegen des schlechten Gewissens gegenüber den Juden werden Luthers Äußerungen zu den Juden gerne behandelt. Von dem Verhältnis Luthers zu den Türken hört man dagegen weniger, obwohl erst dreißig Jahre vor Luthers Geburt Konstantinopel von den Türken erobert wurde (1453) und rein Menschlich betrachtet ohne die Bedrohung durch die Türken die Reformation Luthers gescheitert wäre.
Autor: Hans Schwarz *** Rubrik: Theologie
Gottes Recht auf Erden
Die Vordenker der Moderne haben die biblischen Verheißungen säkularisiert. Das Recht, das Christus den Gläubigen zuspricht, haben sie umgemünzt in ein allgemeines Menschenrecht: Jeder Mensch soll – hier auf Erden schon – eine Würde haben, wie sie die Bibel den Kindern Gottes verspricht. Nun deckt die Flüchtlingskrise auf, dass Europa dieses Versprechen nicht halten kann. Im Unterschied zu Realpolitikern hält Angela Merkel trotzdem daran fest, dass die europäische Sozialordnung sich au
Autor: Paul Bernhard Rothen *** Rubrik: Theologie
Ein lutherisches Dilemma: Evangelium, Träume und Vernunft
Als sonntäglicher Okkupant eines Platzes in der lutherischen Kirche der Missouri-Synode von Capistrano Beach in Südkalifornien rätsele ich ständig, wie im fernen Deutschland die Themen Flüchtlingsstrom, Träume, Evangelium und Vernunft mit reformatorischer Theologie in Einklang gebracht werden.
Autor: Uwe Siemon-Netto *** Rubrik: Theologie
Umgang mit Fremden
Biblische Aspekte
Im alten Israel gab es differenzierte Vorstellungen darüber, wie man mit Fremden umgehen sollte. Schon innerhalb des Alten Testaments wurden diesbezügliche Vorschriften später an die veränderte gesellschaftliche Situation angepasst. Im Neuen Testament verändert sich dann die Perspektive insofern grundlegend, als der Rahmen nicht mehr ein ethnisch-religiös (relativ) geschlossenes Gemeinwesen ist, sondern die neue Gemeinde, in der ethnische Gesichtspunkte zurücktreten. Das biblische Bild vom Umga
Autor: Markus Zehnder *** Rubrik: Theologie
Biblische Willkommenskultur?
Die Probleme, die sich in weiten Teilen Europas und der westlichen Welt im Blick auf die Migration und das Zusammenleben zwischen „Einheimischen“ und „Fremden“ ergeben, gehören zu den drängendsten Fragen, die sich unserer Gesellschaft heute stellen. In der gegenwärtigen Debatte, die insbesondere in Deutschland seit einigen Monaten enorm an Intensität zugenommen hat, nehmen Vertreter der Kirchen häufig Stellung zugunsten der „Willkommenskultur“.
Autor: Markus Zehnder *** Rubrik: Theologie
Was meint Integration?
Versuch einer Klärung
Von Konfuzius stammt das bekannte Wort: „Sind die Begriffe nicht richtig, so sind die Urteile nicht klar, dann gedeihen die Werke nicht, und das Volk weiß nicht, wo Hand und Fuß hinsetzen.“ Beobachtet man die seit Monaten europaweit geführte Flüchtlingsdebatte, dann hat man in der Tat den Eindruck, dass weder Politiker noch die Bürger wissen, wo sie Hand und Fuß hinsetzen sollen.
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Gesellschaft
Flüchtlingskrise und globale Migration - eine historische Herausforderung für Deutschland und Europa
Die gegenwärtigen Flüchtlingsströme und Migrationsbewegungen nach Europa und Deutschland stellen eine völlig neue humanitäre, gesamtgesellschaftliche und politische Herausforderung dar. Spätestens seit dem letzten Herbst sind das gewaltige Ausmaß und die Komplexität dieses Problems überdeutlich geworden.
Autor: Christian Meißner *** Rubrik: Gesellschaft
Zuflucht bei Gott
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Auslegung von Psalm 36, 8
Autor: Michael Granzin *** Rubrik: Wort Gottes
Die Anbetung des Kindes
Eine Betrachtung zu Martin Schongauers Weihnachtsbild
Am 2. November diesen Jahres erschien eine Briefmarke zu 1,45 Euro mit einem Weihnachtsbild des Malers Martin Schongauer (um 1445-1491). Er ist der bedeutendste Künstler seiner Zunft vor Albrecht Dürer.
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Kirchenjahr
Ich glaube an den Heiligen Geist...
Das Apostolische Glaubensbekenntnis (III)
Die christliche Kirche ist eine Gemeinschaft der Hoffenden: Mit dem Kommen Jesu in diese Welt hat das Reich Gottes seinen Anfang genommen; Jesu Tod und seine Auferweckung schenkt Menschen des Glaubens Vergebung der Schuld und stellt sie auf diese Weise in eine neue, versöhnte Beziehung zu Gott. Deshalb warten die Christen bis heute darauf, dass das Reich Gottes sich in umfassender Weise verwirklicht, dass der Herr Leid, Schmerz und Tod endgültig überwindet und Erlösung sichtbar und greifbar mach
Autor: Hans-Hermann Münch *** Rubrik: Bekenntnis
Das Alte Testament – der Herold Jesu Christi
Predigt von Oberkirchenrat Julius Schieder am 11. Oktober 1936 in St. Sebald in Nürnberg
Wer redet hier? Jesus. Von welcher Schrift redet er? Von der Bibel. Vom Neuen Testament? Vom Alten Testament? Es kommt nur das Alte Testament in Frage. Ein Neues Testament hat es in dieser Zeit noch nicht gegeben. Also vom Alten Testament sagt der Herr: „Das ist die Schrift, die von mir zeuget, die von mir Zeugnis ablegt, die von mir redet, die meinen Herold macht
Autor: Julius Schieder *** Rubrik: Väterlesung
Was ist der Wille Gottes?
Der König David Bericht von Stephan Heym
Auf einen „Befehl des Herrn“ hin vollstreckten die Israeliten bei der Eroberung des „Gelobten Landes“ den „Bann“ und rotteten die Bevölkerung ganzer Städte aus (Jos 6; 8; 10, 28-40). Mit dem Ruf „Deus lo vult!“, Gott will es, trieb der fromme Bernhard von Clairvaux die Horden auf den zweiten Kreuzzug, der ein mordender Raubzug und am Ende ein blutiges Desaster war. „Im Namen Allahs!“ brüllen die IS-Horden und enthaupten Christen und Muslime, die sich nicht zu deren „Wahrheit“ bekennen. Es ist zu
Autor: Ernst Öffner *** Rubrik: Kultur
Georg Friedrich Händel und das Alte Testament
Theologen lieben die Musik – manche wenigstens. Das Thema Musik und wie man sich zu ihr stellen soll, begegnet seit der Reformation: Luther hat vielbeachtete Lieddichtungen und auch einige eigene Kompositionen hinterlassen. Mit Johannes Walter hat er einen der bedeutenden Komponisten seiner Zeit gefördert. Dabei begegnet von Anfang an eine gewisse konfessionelle Weitherzigkeit: Der von Luther gleichfalls sehr geschätzte Ludwig Senfl blieb als Kapellmeister in Augsburg und München katholisch. Die
Autor: Matthias Heesch *** Rubrik: Kultur
Was ist „Israeltheologie“?
Das Alte Testament und der Nahostkonflikt
Buntes Herbstlaub lag am Boden. Ein Fischreiher stand am nebelüberspannten Weiher. Das Mühlrad klapperte am rauschenden Bach. Mitte Oktober 2015 befand ich mich in der Woltersburger Mühle bei Uelzen in Niedersachsen. Die an Wäldern, Wiesen und Weihern gelegene Tagungsstätte war Schauplatz der Konferenz „Palästina im christlich-jüdischen Dialog“. Als einer, der sich dem christlichjüdischen Gespräch verpflichtet weiß, war ich bereit, mich der Thematik zu stellen. Allein die Namen der Referenten ve
Autor: Gerhard Gronauer *** Rubrik: Gesellschaft
Wir schaffen das!
Theologische Grundlagen der Zuversicht Angela Merkels
Bundeskanzlerin Angela Merkel steht wie kaum jemand für das, was Europa heute sein will. Im Angesicht der unzählig vielen Menschen, die in der europäischen Gemeinschaft Zukunft und Hoffnung finden möchten, entfuhr ihr der Satz: „Wir schaffen das!“ Es klang wie ein europäisches Echo auf das amerikanische „Yes, we can!“
Autor: Paul Bernhard Rothen *** Rubrik: Gesellschaft
Jesus lebte mit Bildern
wie auch die Propheten des Alten Bundes vor ihm und die Apostel nach ihm
Es ist heute bitter nötig, sich mit der Bilderflut unserer Zeit auseinanderzusetzen. Stundenlang ist der Fernseher oder das I-Pad bei vielen angeschaltet. Mit einem Knopfdruck – auf welchem Gerät auch immer – bekommen wir Verlockendes und Faszinierendes vor Augen gemalt. Wir sehen täglich die Kurzfilme mit erschreckenden Nachrichten, und sie nisten sich in uns ein.
Autor: Hartmut Frische *** Rubrik: Glaube & Leben
Mit Psalmen beten
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mei
Autor: Reinhard Deichgräber *** Rubrik: Glaube & Leben
Das Alte Testament als Lebensbuch
„Die Bibel ist eine Gebrauchsanleitung fürs Leben. Wer die Bibel liest, steht auf gutem Grund. Auf dem Boden der Tatsachen und einer Basis, die gerade in Krisen trägt. Die Bibel ist wie ein dicker Brief des Schöpfers an seine Geschöpfe, ein Liebesbrief Gottes an seine Menschen. Hier sagt er uns, was er für uns getan hat und noch tun will.“
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Glaube & Leben
Thesenreihe zur Schriftauslegung und Einheit der Kirche
Autor: Carsten Uwe Rentzing *** Rubrik: Theologie
Luther und die „liebe Genesis“
Rechtfertigung ohne Rechtfertigungsvokabular
Luther hat zwar Moses Gesetz als „der Juden Sachsenspiegel“ abgetan, aber er hätte sich nicht vorstellen können, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon „Heiliger Schrift“ zu entfernen. Auch hätte er ihm keinesfalls nur den Rang einer angehängten Dokumentation vorchristlicher Religiosität zugewiesen. Der Sachsenspiegel war eine mittelalterliche Sammlung von Bestimmungen, die in Sachsen galten. Luther wehrte einen politisierten Bibel-Fundamentalismus ab und schrieb 1525, das Gesetz der Jude
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Das „erste Evangelium“ oder „Kampf der Arten“?
Zur Auslegung von 1. Mose 3, 15
Unter „Protevangelium“ verstand man bis etwa zum 18. Jahrhundert fast einmütig die Stelle des ersten Buches Mose (3, 15), die als erste (griech. protos) auf einen kommenden Erlöser hinweise. Er sollte der Schlange, das heißt dem Teufel, den Kopf zertreten, diesen also endgültig besiegen. Hier eine wörtliche Übersetzung des Textes: „Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
Autor: Stefan Felber *** Rubrik: Theologie
Die Bibel sagt...
Warum es mitunter gefährlich ist, Wort Gottes und Altes Testament gleichzusetzen
Wer nach einem Nachweis christlicher Intoleranz sucht, scheint im reformierten Heidelberger Katechismus von 1563 fündig zu werden. Dort lautet die hundertste Frage: „Ist es denn eine so schwere Sünde, Gottes Namen mit Schwören und Fluchen zu lästern, dass Gott auch über die zürnt, die nicht alles tun, um es zu verhindern?“1 Die Antwort ist in ihrer Radikalität erschreckend: „Ja; denn es gibt keine Sünde, die größer ist und Gott heftiger erzürnt, als die Lästerung seines Namens. Darum hat er auch
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Theologie
Gehört das Alte Testament zur christlichen Bibel?
Zur bleibenden Bedeutung der „Schrift“
Die Forderung, das Alte Testament aus der christlichen Bibel zu entfernen, ist nicht neu. Bereits im 2. Jahrhundert schuf Markion aus Sinope eine christliche Bibel ohne das Alte Testament mit einem von vermeintlich judaistischen Verfälschungen „gereinigten“ Lukasevangelium und zehn ebenfalls „redigierten“ Paulusbriefen. Die neuerliche Infragestellung des Alten Testaments durch Notger Slenczka ist deshalb schwieriger abzuwehren, weil Slenczka weder das Alte Testament ablehnt, noch Schriften des N
Autor: Dietrich Rusam *** Rubrik: Theologie
Alttestamentliche Texte als christliches Zeugnis?
Plädoyer für eine christliche Lesart des ersten Teils der Bibel
Autor: Achim Behrens *** Rubrik: Theologie
Schwarze Madonna
Christus spricht: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Gott hat was übrig für dich!
Ein Projekt zum Reformationstag
Stellen Sie sich vor, es ist der 31. Oktober. Sie genießen den Feierabend mit einem guten Buch, einem Gläschen Wein, vielleicht haben Sie Besuch oder ein Film flimmert über den Bildschirm, da läutet es an der Haustür. Wen oder was erwarten Sie, wenn Sie öffnen? Falls Sie überhaupt öffnen wollen. Aus verständlichen Gründen bleiben an diesem Abend die Türen oft verschlossen. Wer das riskiert, muss am nächsten Morgen damit rechnen, Briefkasten und Türklinke ketchupverschmiert vorzuf ifind
Autor: Erik Herrmanns *** Rubrik: Reformation
Unaufgebbares der Reformation (XII)
Letzte Ölung – Priesterweihe – Ehe
Wäre die Ehe gegen den Aberwitz, sie intimen Frauen- oder Männer-Freundschaften gleich zu stellen, besser geschützt, wenn die Kirche sie als Sakrament bezeichnen würde? Das Konzil von Trient zählte die Ehe von Mann und Frau, der Fruchtbarkeit verheißen ist, zu den Sieben Sakramenten. Ebenfalls als Sakramente gelten die Priesterweihe und die Letzte Ölung. Fraglich ist nur, ob Trauung, Ordination und Salbung im gleichen Sinne als Sakramente zu werten sind, wie Taufe und Abendmahl.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
...und an Jesus Christus
Das Apostolische Glaubensbekenntnis (II)
Autor: Hans-Hermann Münch *** Rubrik: Bekenntnis
Auf dem Sprung zur Konversion
Michel Houellebecqs Roman Unterwerfung
Der Mann ist am Ende. In der Nacht des 19. Januar wird er völlig unerwartet von endlosen Weinkrämpfen geschüttelt. Er sucht Zuflucht in einem Kloster: Kloster auf Zeit. So wohltuend er einerseits das Klosterleben empfindet, so fremd bleibt es ihm doch. Am Morgen des dritten Tages begreift er, dass dieser Aufenthalt zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Er reist ab; doch in einer Bar wird ihm bewusst, dass es ihm keinerlei Befriedigung verschafft, sich wieder unter seinesgleichen zu beefind
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kultur
Vom ehelichen Leben (1522)
Mir graut und ich predige nicht gern vom ehelichen Leben, deshalb, weil ich befürchte: wo ich’s einmal recht anrühre, wird’s mir und andern viel zu schaffen geben. Denn der Jammer ist durch das päpstliche verdammte Gesetz so schändlich verwirrt, dazu haben sich durch das nachlässige Regiment des geistlichen wie des weltlichen Schwerts so viel gräuliche Missbräuche und irrige Fälle darin begeben, dass ich nicht gern drein sehe, noch gern davon höre. Aber angesichts der Not hilft kein S
Autor: Martin Luther *** Rubrik: Väterlesung
Offener Bruch mit der Reformation
Gendergerechtigkeit als oberste Priorität des Lutherischen Weltbundes
„… Gender [ist] als übergreifende Priorität in alle Aspekte der Arbeit der LWB-Gemeinschaft zu integrieren“ – so heißt es im Vorwort des ‚Grundsatzpapiers Gendergerechtigkeit des Lutherischen Weltbundes‘ aus der Feder des Generalsekretärs Martin Junge. Der Leser reibt sich verwundert die Augen: Die erste Pf lflicht des LWB, der Vertretung von vielen Millionen lutherischer Christen weltweit, soll die Umsetzung des Genderismus in allen Arbeitsfeldern sein?
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Kirche
Literatur zum Genderismus
Autor: Redaktion *** Rubrik: Zum Weiterlesen
Die Erschaffung des neuen Menschen
Gender Mainstreaming - Grundsätzliches zu einem Irrweg
Geht ein Gespenst um? „Gender Mainstreaming“? Strömen da höchst riskante, scheinbar unaufhaltsame Beglückungsbemühungen über uns herein? Neuschöpfungen des Menschen? Diese Bewegung bedarf hinsichtlich Herkunft und Zukunft der Auskunft, der Deutung, des Appells.
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Theologie
Heute noch von Schöpfungsordnung reden?
Zur kirchlichen Debatte um Ehe und Familie
Seit einiger Zeit stößt man wieder vermehrt auf Hinweise in Richtung einer göttlichen „Schöpfungsordnung“ – allerdings eher aus erklärtermaßen konservativem oder evangelikalem Mund. Damit wird innerhalb der sich zuspitzenden Debatte um die theologische Wertung von Ehe, Familie und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften einschlägig zu argumentieren versucht.
Autor: Hans-Martin Weiss und Werner Thiede *** Rubrik: Theologie
Mann und Frau – gottgewollt verschieden und doch eins in Christus
Über einige Irrtümer der Gender-Theologie
Autor: Joachim Cochlovius *** Rubrik: Theologie
Eine Tür ist (nicht) genug!
Schlüsselbegriffe des Genderismus
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Gesellschaft
Zusammenfassung der Ziele der Gender-Agenda nach der 4. UNWeltfrauenkonferenz in Peking 1995
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Gender-Sprach-Kauder welsch 1950-2014
Autor: Rainer Mayer *** Rubrik: Gesellschaft
Gekaperte Begriffe
Wie die Gender-Ideologie die Wirklichkeit umdeutet
Kennzeichen von Ideologien ist, dass sie die Wirklichkeit in ihrem Sinne umdeuten, wenn die Wirklichkeit nicht mit ihrer Theorie übereinstimmt. So auch das Gender-Mainstreaming (GM). In diesem Sinne bildet GM die Wurzel-Ideologie für vielfache gesellschaftliche Forderungen. Die Homosexuellen- Verbände z.B. verlangen völlige Gleichstellung ihrer Verpartnerungen mit Ehe und Familie einschließlich des uneingeschränkten Adoptionsrechts.
Autor: Rainer Mayer *** Rubrik: Gesellschaft
Macht Gender-Mainstreaming Schule?
Der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ und der Bildungsplan 2016 in Baden-Württemberg
Was sind die größten Baustellen in der baden-württembergischen Bildungspolitik? Ist es der Wechsel von G9 zu G8, der Lehrermangel, die Schließungen der Haupt-und Werkrealschulen und somit die schulische Verödung des ländlichen Raums, oder etwa die Reduzierung der Sitzenbleiber? Als die Leitprinzipien zum kommenden Bildungsplan vorgelegt wurden, war die Überraschung groß. Es schien, als ob in Baden-Württemberg der sexuelle Notstand ausgebrochen sei und die grün-rote Landesregierung sich
Autor: Gabriel Stängle *** Rubrik: Gesellschaft
Gender Mainstreaming
Eine totalitäre Ideologie bedroht die Grundlagen unserer Gesellschaft
Was wir heute an dramatischer Veränderung der Gesellschaft sehen, hängt eng mit der Frage zusammen: Was ist Wirklichkeit, was ist der Mensch, und kann sich der Mensch seine Wirklichkeit schaffen? Um die Wirklichkeit zu erkennen, braucht es ein „richtiges“ Weltbild, das der Natur und der Logik nicht widerspricht. Die Methode dazu hatten Galilei und Bacon auf der Basis der Bibel mit der empirischen Wissenschaft gefunden.1 Ihr grandioser Erfolg führte allerdings dazu, dass das Naturbild z
Autor: Wolfgang Leisenberg *** Rubrik: Gesellschaft
Sein zum Du und vom Du her
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
Autor: Friedrich E. Walter *** Rubrik: Wort Gottes
Was ich schon immer mal fragen wollte, Dr. Martinus...
Luther zu Fragen unserer Zeit
Beim Empfang des Evangelischen Arbeitskreises in Mainz am Vorabend des Reformationstages 2014 hatte EAKLandesvorsitzender Wolfgang Reeder Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem großen Reformator.
Autor: Wolfgang Reeder *** Rubrik: Impuls
Die Krankheit ist nicht zum Tode
Gedanken zum Pfingstfest
Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht verwerfen, spricht der Herr.
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Kirchenjahr
Unaufgebbares der Reformation (XI)
Beichte oder Bußsakrament
Beichte ist weithin abhanden gekommen. „Sünde“ erscheint wie ein Fremdwort. Beratende Seelsorge hat es nur selten mit der Furcht vor dem Zorn Gottes zu tun. Ist 500 Jahre nach dem Beginn der Reformation vergessen, worum es ihr eigentlich ging? Was als konfessionell unaufgebbar galt, könnte sich durch den Wegfall umstrittener Praxis von selbst erledigen. Aber ginge dem Christentum damit nicht das Erfreulichste seiner Botschaft verloren?
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Ich glaube an Gott...
Das Apostolische Glaubensbekenntnis (I)
erklärt von Hans-Hermann Münch – Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; v
Autor: Hans-Hermann Münch *** Rubrik: Bekenntnis
Digitale Reformation?
Soziale Medien und die Frage nach den missionarischen Mitteln
Heiligen fromme Zwecke alle kommunikativen Mittel? Diese Frage stellt sich derzeit mit Nachdruck, denn die sogenannte digitale Revolution eröffnet im Zuge ihres Voranschreitens ganz neue Räume für missionarische Grundanliegen christlicher Kirchen. „Das Internet ist ein Medium, das auch für die Verkündigung des Evangeliums wunderbar genutzt werden kann“, erklärt etwa der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.1
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Gesellschaft
Bildersprache
Die fatalen Folgen des Bildersturms
Im Frühjahr 1522 ereignete sich in Wittenberg ein folgenschweres Geschehnis, das wie eine Explosion wirkte. Der Rat der Stadt hatte eine Beseitigung der Bilder aus den Kirchen angeordnet. Als es zur Ausführung dieses Beschlusses kam, stürmte jedoch die vor der Kirche stehende Volksmenge plötzlich den Beauftragten des Magistrates nach und wurde von einem wilden Taumel erfasst.
Autor: Walter Nigg *** Rubrik: Väterlesung
Kunst jenseits der Kirche
Zwischen religiöser Heimatlosigkeit und der Sehnsucht nach dem Ewigen
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts ging die Einheit von Kirche und Kunst verloren. Dieser Verlust war eine Folge der gesellschaftlichen Umwälzungen im Gefolge der französischen Revolution und deren geistesgeschichtlichen Bedingungen. Kirche und Kunst werden nunmehr als von einander getrennte, eigenständige Bereiche empfunden, trotz der „Ausdrücklichkeit“ des menschlichen Seins im religiösen und dem ornamentalen wie bildlichen Schaffen. Dem liegt eine veränderte Kunstauffassung zugrunde, die die Kun
Autor: Frank Schmidt *** Rubrik: Kunst
Ein Bild als Inbild
Oskar Kokoschkas Porträt Tomáš Garrigue Masaryk
Oskar Kokoschkas Masaryk-Porträt ist ein künstlerisches Ereignis, dessen historische Konnotationen in die Gegenwart reichen. Vor 80 Jahren hat Oskar Kokoschka (1886– 1980) während seiner Prager Zeit (1934–1938) das Gemälde „Porträt Tomáš Garrigue Masaryk“ (1935/36) geschaffen. Er war eigens dazu vom tschechischen Staatspräsidenten nach Prag eingeladen worden. Wien verließ er gern, seine Mutter war gerade gestorben, und die politischen Verhältnisse in Österreich verhießen für die Zukunft nichts G
Autor: Klaus Weigelt *** Rubrik: Bekenntnis
Bilderfülle
Die evang.-luth. St. Oswaldkirche in Regensburg
Autor: Rosa Micus *** Rubrik: Kunst
Allein durch den Glauben
Michelangelo als Maler der Reformation
Michelangelos Gemälde in der Sixtinischen Kapelle gibt nach zwanzig Jahren Restaurierung manches Geheimnis preis und gleichzeitig auch manches Rätsel auf. Genaue Beachtung von Einzelheiten läßt unerwartete Fragen zu. Hat Michelangelo etwa entscheidende Elemente lutherischen Rechtfertigungsdenkens dargestellt? Die Verbindung mit zeitgenössischen bibelorientierten Reformkreisen in Italien ebenso wie Briefe und Gedichte des Künstlers bestätigen eine Rechtfertigungstheologie Michelangelos.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kunst
Den Menschen in die Mitte gerückt
Andreas Ostendorfers Reformationsaltar in der Regensburger Neupfarrkirche
Am Abend des 26. Februar 1546 zeigten sich am Himmel über Regensburg drei Sonnen und ein nach Südosten gerichtetes blutiges Schwert. Die bedrohliche Erscheinung spiegelte das Entsetzen, das die evangelische Stadt erfasst hatte: Martin Luther war verstorben. Die Todesnachricht platzte nachmittags um drei Uhr mitten in die Beratungen eines Religionsgespräches.
Autor: Friedrich Hohenberger *** Rubrik: Kunst
Sichtbar gemachtes Wort
Der Wittenberger Reformationsaltar von Lukas Cranach d. Ä.
Zum Reformationstag am 31. Oktober 2014 konnte der Reformationsaltar in der Wittenberger Pfarrkirche St. Marien nach seiner Restaurierung erstmals wieder öffentlich gezeigt werden. Als eines der Hauptwerke von Lucas Cranach d. Ä. bedeutet der 1548 vollendete Altar für Martin Luthers Reformation ein eindeutiges Bekenntnis zu Bildern im Kirchenraum. 25 Jahre zuvor hatte Luthers einstiger Weggefährte Andreas Bodenstein, genannt Karlstadt, in Wittenberg einen Bildersturm entfacht, in dessen Verlauf
Autor: Hans-Christoph Dittscheid *** Rubrik: Kunst
Fenster zur Ewigkeit
Ikone und Heilige Schrift in der Orthodoxen Kirche
Autor: Thomas Zmija *** Rubrik: Theologie
Wir sahen seine Herrlichkeit
Die Macht der Bilder
Bilder und Vorstellungen spielen in unserem Handeln und Wünschen (vom Unbewussten her) eine ausschlaggebende Rolle und bestimmen unser Handeln umso mehr, als sie sich weithin unserer aufmerksamen Kontrolle entziehen (z.B. geschlechtliche Phantasie, Schaufenster, Prospekte, Massenmedien u. dgl.). Bilder sind stärker als unser Denken und werden deshalb auch nicht durch Denken, sondern nur durch Bilder überwunden. In der Betrachtung biblischer Worte und Geschichten und schließlich auch christlicher
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Theologie
Hören statt sehen
Biblische Aspekte zur Bilderfrage
Alle Konflikte um die Bilderfrage in der Geschichte des Christentums haben im alttestamentlichen Bilderverbot ihren Ursprung: „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde“ (2. Mose 20, 4). Doch warum wurde in Israel ein solches Bilderverbot überhaupt formuliert? Darauf gibt die Erzählung vom goldenen Stierbild, in der die Bilderverehrung zum ersten Mal als Sünde qualifiziert wird, eine Antwort.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Theologie
Evangelischer Glaube und bildende Kunst
Räume der Gotteserfahrung
Über Jahrhunderte hinweg spielte die Frage nach der Verkündigungsfunktion der bildenden Kunst die entscheidende Rolle im Verhältnis zwischen evangelischem Glauben und Bildender Kunst. Entscheidende Weichenstellungen dazu waren bereits in der Reformationszeit erfolgt, als im Gegensatz zu den Bilderstürmern im Gefolge Martin Luthers zwar das Bild im Bereich von Frömmigkeit und Gottesdienst beibehalten, aber seiner Anbetungsfunktion entkleidet wurde.
Autor: Klaus Raschzok *** Rubrik: Theologie
Wunder des Himmels
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Autor: Peter Zimmerling *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation (X)
Messopfer – Nacherleben der Kreuzigung Jesu oder Abgötterei?
In der Ablehnung des Messopfers war Luther genauso unnachgiebig wie im Bekenntnis zur Rechtfertigung des Sünders allein durch den Glauben an Christus. Er sah kommen, dass bei einem künftigen Konzil dies der Hauptstreitpunkt sein werde. An eine Einigung war nicht zu denken, denn dabei ging es auf beiden Seiten um Unaufgebbares. „Also sind und bleiben wir ewiglich geschieden und widereinander“ (1537).1 Heute sieht man das anders.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (IX)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt. Der Artikel 28
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen angelegt. 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können. Daran erinnerte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt den letzten Artikel des Bekenntnisses von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Tödliche Karikaturen
Die schwierige Balance zwischen Meinungsfreiheit und religiösem Empfinden
Mut hatten sie zweifelsohne, die zwölf Redakteure des französischen Satire- Magazins Charlie Hebdo, die im Januar von schwer bewaffneten Islamisten unter Ausrufen wie „Allah ist groß“ und „Wir haben den Propheten gerächt“ mit Maschinengewehren brutal niedergemetzelt wurden. Denn für viele Muslime in aller Welt sind Karikaturen ihres Propheten bekanntlich eine ernste, mitunter todernste Angelegenheit.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Gesellschaft
Wer das Schwert nimmt...
Die Friedensbotschaft Jesu
findet sich kein Anknüpfungspunkt für Gewalt im Namen Gottes. Jesus übt selber keine Gewalt aus, sondern erleidet sie bis zum Tod am Kreuz. Mit seinem Leben und Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung befinden wir uns in einer neuen heilsgeschichtlichen Situation. ER, der Sohn Gottes, der schon durch die Propheten des Alten Testamentes angekündigte Messias, bringt den Frieden. ER, der gewaltlos leidende Gerechte, versöhnt uns Menschen mit Gott (Jes 53, 10f.; Röm 5, 10; 2. Kor 5, 19). Wir könn
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Theologie
Gewalt im Koran
Nur eine Frage der Interpretation?
In den letzten Wochen war wieder von Gewalttaten die Rede, die im Namen „der“ Religion begangen wurden: die Morde an Mitarbeitern von Charlie Hebdo in Paris, die Morde an Jesiden und Christen im Irak. Der Islam ist nicht die einzige Religion, auf die sich Gewalttäter berufen. Aus Indien hört man von Angriffen radikaler Hindus auf Christen. Weiter zurück liegen die Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten in Irland. Häufig wird argumentiert, die Beweggründe solcher Gewalttäter lägen nicht in d
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Die Bibel – ein gewalttätiges Buch?
Alt- und neutestamentliche Perspektiven
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Theologie
Für Christus leiden
Die Gemeinschaft der Leiden macht die Kirche sichtbar
Autor: Georg Vicedom *** Rubrik: Väterlesung
Für Christus legen wir Zeugnis ab...
Gefährdete Existenz christlichorientalischer Gemeinden
Im Jahr 2015 jährt sich die systematische Tötung und Vertreibung der Christen in der Türkei zum hundertsten Mal. Bis dahin sollte endlich ein Prozess der Versöhnung zwischen Armeniern und Türken eingeleitet werden, so wünscht es sich zumindest der Zentralrat der Armenier in Deutschland.
Autor: Thomas Zmija *** Rubrik: Kirche
Nothilfe in Syrien
Zusammenarbeit mit Kirchen aller Konfessionen
Autor: Markus Rode *** Rubrik: Kirche
Die Entwurzelung der assyrischen Christen
Die Verantwortung liegt im Westen
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte spricht jedem Menschen das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit zu. Dennoch werden diese Rechte vielen Menschen weltweit, besonders den Christen, vorenthalten.
Autor: Issa Hanna *** Rubrik: Kirche
Kirchen und Christen im Irak
Eine politisch-humanitäre Herausforderung
Autor: Volker Kauder *** Rubrik: Kirche
Damaskus-Erlebnis
Zur christlichen Topographie einer Stadt
„Ich glaube, dass niemand, der eines Menschen Angesicht trägt, das Osttor von Damaskus zu durchschreiten vermag, ohne im Herzen bewegt zu sein“, schrieb Peter Bamm 1955 in einem viel gelesenen Reisebericht über frühe Stätten der Christenheit. In ihrer mehrtausendjährigen Geschichte war die Stadt immer wieder Schauplatz tiefgreifender Erfahrungen und Begegnungen
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kirche
Konfessionelle Vielfalt im Nahen Osten
Auch im 21. Jahrhundert?
Das Christentum ist vor zweitausend Jahren im Nahen Osten entstanden. Heute führen Christen dort nur noch ein Schattendasein. Werden Christen im 21. Jahrhundert in ihren angestammten Heimatländer im Nahen Osten bleiben und deren Gesellschaften mitgestalten und aufbauen können? Oder kann dem Christentum in dieser Region zukünftig bestenfalls noch in musealer Form begegnet werden?
Autor: Hacik Rafi Gazer *** Rubrik: Kirche
Vernichtung des orientalischen Christentums
Mehr als humanitäre Hilfe gefragt
Steht das Christentum im Nahen Osten vor dem Untergang? Die Anzeichen mehren sich. Damit verschwände nicht etwa eine Minderheit, sondern die „Ureinwohner“ und ehemalige Mehrheit, denn der Orient, so Martin Tamcke, war ursprünglich christlich. Moritz Schwarz klärt in einem Interview mit dem Theologieprofessor die Zusammenhänge und Hintergründe.
Autor: Martin Tamcke *** Rubrik: Kirche
Sorget nicht!
Christus steht seiner verfolgten Gemeinde bei – Markus 13, 9-13 ausgelegt
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation IX
Abendmahl und Fronleichnam
Viele Christen leiden unter der Trennung der Kirche. Sie stellen sich die Frage: Wann endlich werden wir am Tisch des Herrn zusammenfinden? Was trennt uns eigentlich im Verständnis des Heiligen Abendmahls? Wenn Lutheraner an die wirkliche Gegenwart (Realpräsenz) von Leib und Blut Christi in Brot und Wein glauben – warum lehnen sie dann die Lehre von der Wandlung (Transsubstantiation) ab? Und was ist von der Anbetung von Hostien zu halten, die bei der Abendmahlsfeier nicht verzehrt wurden? All di
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (VIII)
Das Augsburgische Bekenntnis in Kürze erklärt Die Artikel 26 und 27
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen gedacht! 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können. Das betonte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer Fortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Was Europa dem christlichen Glauben verdankt
Überlegungen zu den Fundamenten unserer Kultur – Teil 2
Der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, hat es pointiert formuliert: Europa ist auf drei Hügeln erbaut. Auf der Akropolis von Athen, auf dem Kapitol in Rom und auf Golgotha. Richtig ist das aber nur, wenn man sich klarmacht, dass damit keineswegs parallele oder gar gleichrangige Gewichte genannt sind. Der christliche Glaube verweist aus der Zeit in die Ewigkeit.
Autor: Harald Seubert *** Rubrik: Kultur
Frieden unter den Völkern
- durch Versöhnung
- durch Versöhnung In einer Welt des Unfriedens, der Not und des Leidens von Millionen von Menschen ragen die 500 Millionen Europäer, die sich in der EU zusammengeschlossen haben, wie eine Insel der Stabilität hervor. Sehr schnell stellt sich die Frage: Warum ist dies den Europäern gelungen? Und wäre es möglich, aus den europäischen Erfahrungen zu lernen? Schließlich herrschten auch in Europa über Jahrhunderte Krieg und Verderben zwischen den Völkern.
Autor: Ingo Friedrich *** Rubrik: Gesellschaft
Recht und Versöhnung
Ein Widerspruch oder Mittel zum Zweck?
Autor: Johannes Mierau *** Rubrik: Gesellschaft
Versöhnung in der Ehe
Warum wir Gottes Hilfe getrost in Anspruch nehmen dürfen
Im Eheleben gibt es viele Anlässe, bei denen wir einander verletzen können. Das hängt damit zusammen, dass wir uns in der Ehe ständig in allen – auch in ganz intimen – Lebensbereichen begegnen. Obendrein haben wir dann auch oft noch unterschiedliche Vorstellungen im Blick auf die Gestaltung dieser Bereiche. Als Christen bleibt uns aber in all unseren Schwierigkeiten der Weg zu Gott. Mit seiner Hilfe, mit seiner Versöhnung und in seinem Frieden lassen sich aus mancher Sackgasse noch Auswege finde
Autor: Friedrich E. Walter *** Rubrik: Gesellschaft
Weihnachten
Die Geburt des Herrn
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Kirche
Abendmahl: geschenkte Einheit
Aus einer Predigt zu 1. Korinther 10, 16 und 17
Der gesegnete Kelch, den wir segnen, i t d r nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist‘s: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben
Autor: Wilhelm Löhe *** Rubrik: Väterlesung
Versöhnte Verschiedenheit aus orthodoxer Sicht
Als Seine Heiligkeit Patriarch Athenagoras im Jahr 1964 gefragt wurde: „Glauben Sie, dass es bald zu einer Wiedervereinigung mit der römischen Kirche kommen wird?“, antwortete er: „Wir waren nie vereint, sondern wir haben miteinander in Gemeinschaft gelebt, und wir werden wieder in Gemeinschaft miteinander leben!“ Aber genauso e tschieden hält die Orthodoxe Kirche als Gemeinschaft von Kirchen eines gemeinsamen Glaubens und einer gemeinsam gelebten Frömmigkeit daran fest, dass das durch die ökume
Autor: Thomas Zmija *** Rubrik: Kirche
Authentisches Luthertum in „Versöhnter Verschiedenheit“?
Kirchengemeinschaft als Einheit im Glauben
Lutherisches Bekenntnis, ernst genommen, entspricht der Lehre der Heiligen Schrift und fördert so die Einheit der Kirche. Verkündigung durch Wort und Sakrament ist das Erkennungszeichen der Kirche. Das kann man wissen, lehren, auf wahr und falsch hin prüfen. Sieht „versöhnte Verschiedenheit“ gar sich widersprechende Ausprägungen kirchlicher Lehre als gleich gültig an? Dann ist der Weg einer Einheit im Glauben noch intensiv zu suchen. Denn erst diese Einheit ermöglicht volle Kirchengemeinschaft.
Autor: Werner Klän *** Rubrik: Kirche
Versöhnte Einheit!
Heilung der Kirchenspaltung
Was gibt es 500 Jahre nach der Kirchenspaltung im Westen zu „feiern“? Gewiss nicht die Sünden der Väter – auf welcher Seite und wo auch immer! Der liegengebliebene Scherbenhaufen lässt sich aber auch nicht durch Verständigung auf „Verschiedenheit“ als angeblich „versöhnte“ beseitigen. Versöhnte Einheit – dafür plädiert der Salzburger Weihbischof Dr. Harald Laun, Professor für Moraltheologie in Wien.
Autor: Andreas Laun *** Rubrik: Kirche
Versöhnte Verschiedenheit
Lutherisch bedacht
Da es nur einen Leib Jesu Christi gibt und Jesus im Gebet bittet, dass die Seinen alle eins sein sollen (vgl. Johannes 17, 21), ist es ein Ärgernis bzw. ein Skandal (vgl. 1. Korinther 1, 23), dass wir in viele Kirchen gespalten sind. Der Ausdruck „Versöhnte Verschiedenheit“ war und ist ein Versuch, dieses Dilemma zu beschreiben und zu mildern.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Kirche
Geordnete Zustände
„Er ist unser Friede!“ – Epheser 2, 14, ausgelegt
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation VIII – Teil 2
Konfirmation
Einig waren sich Reformation und Gegenreformation als nicht-charismatische, noch durch keine Pfingstbewegung aufgewirbelte, geistlichtheologische Richtungen der Christenheit in der Überzeugung, dass die in der Apostelgeschichte beschriebenen sinnenfälligen Zeichen der Geistbegabung, die durch die Handauflegung der Apostel ausgelöst wurden (z.B. die Glossolalie, Apostelgeschichte 19,6), der Vergangenheit angehörten (X, auch XVI). Was den Aposteln geboten war und zu ihrer Zeit wunderbare Wirkung e
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Wer nicht mehr lernt, hört auf zu können
4. Internationale Löhe-Konferenz in Neuendettelsau
Autor: Dietrich Blaufuß *** Rubrik: Gesellschaft
Warum ein Holzweg keine Lösung sein kann
Replik auf Otmar Schulz: Fremd in vertrauter Sprache
Autor: Michael Heymel *** Rubrik: Gesellschaft
Zeit zum Aufstehen
... in Wahrheit und Liebe
Wer die Debatten der vergangenen Jahre in unserer evangelischen Kirche verfolgt, kann sich manchmal nur noch wundern: Das soll die Kirche Luthers sein!? Die Kirche, die auf reformatorischen Grundsätzen wie „Solus Christus“ und „Sola Scriptura“ aufbaut?
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Gesellschaft
Die Teilwahrheit des Atheismus
Voraussetzungen und Risiken gottloser Weltsicht
Christliches Entsetzen über den neuen Atheismus ist verständlich. Aggressiv greift er seit einigen Jahren um sich: Naturwissenschaftler und Intellektuelle wie Richard Dawkins, Christopher Hitchens, Sam Harris und Herbert Schnädelbach treiben mit ihren Publikationen frommen Zeitgenossen oftmals Zornesröte ins Gesicht. Sanfter Wille zum fairen Dialog, zu unverkrampfter Wahrheitssuche ist auf beiden Seiten selten zu finden. Dabei könnten Christen mit Jesus bedenken, dass sie ihre Feinde – also auch
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Gesellschaft
Nicht aller Fortschritt kommt aus Europa
Blühende Entwicklung in der Evangelisch- Lutherischen Kirche Tansanias
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begeht 2017 den fünfhundertsten Jahrestag der Reformation, doch die Zahlen der Gläubigen gehen beständig zurück. Um Jahrhunderte jünger ist die evangelische Kirche Tansanias. Im Vergleich zur EKD kann sich diese Kirche allerdings über eine blühende Entwicklung mit hohen Wachstumsraten freuen, wie ein Gespräch mit Bischof Jacob Mameo aus Tansania zeigt. Er war Gast der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB) und antwort
Autor: Jacob Mameo *** Rubrik: Interview
Glaube als Grundlage der Hoffnung
Christliche Erwiderung auf Eckhart Dietrich
Dietrichs Beitrag besticht durch die klare Sprache und den aufrichtigen Tonfall. Hier spricht jemand, der religiös-ethische Grundfragen so ernst nimmt, wie sie es verdienen. Er lässt weder ein Mitläufertum christlicher Art zu noch ein durch religiöse Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit bestimmtes. Mit seinen Argumenten müssen sich denkende und verantwortliche Christen auseinandersetzen. Sie können dadurch der Mahnung im ersten Petrusbrief (3,15) entsprechen: „Heiligt Christus in euren Herzen
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Kirche
Humanität ohne Gott
Argumente gegen den Glauben
Gibt es Gott? Dieser Frage lässt sich weder von gläubigen noch von überzeugten Atheisten mit Sicherheit beantworten. Angesichts der Tatsache, dass sich viele Millionen Menschen in allen Zeiten von Naturkatastrophen, Seuchen und Hungersnöten bedroht sehen, ist der Glaube an den „lieben Gott“ ein zweifelhaftes Unternehmen. Dennoch halten seit 2000 Jahren Christen an der Vorstellung eines dem Menschen zugewandten Schöpfers fest. Ist dies allein der Angst zuzuschreiben, die die Institution Kirche de
Autor: Eckhart Dietrich *** Rubrik: Kirche
Was Europa dem christlichen Glauben verdankt
Überlegungen zu den Fundamenten unserer Kultur – Teil I
Europa ist seit der Euro-Krise wieder in aller Munde. Sprichwörtlich wurde die Aussage der deutschen Bundeskanzlerin: „Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa.“ Die gemeinsame Währung ist gewiss ein wichtiges Moment in einem Einigungsprozess, der aus guten Gründen nach der europäischen und insbesondere der deutschen Katastrophe des Jahres 1945 begonnen hat und der „Erbfeindschaften“ in Europa ein für alle Mal beilegte.
Autor: Harald Seubert *** Rubrik: Kirche
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (VII)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt. Die Artikel 24 und 25
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen gedacht! 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können. Das betonte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer Fortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Ich möchte glauben lernen ...
Die Geschichte von der Sturmstillung
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation VIII – Teil 1
Konfirmation
Bedeuten Firmung und Konfirmation nicht im Grunde das Gleiche? Schon die Bezeichnung dieser konfessionsverschiedenen Riten ist von demselben lateinischen Wort abgeleitet: (con-) firmare = befestigen, bestätigen. In der Reformationszeit gebrauchte man noch für beide den gleichen Begriff „confirmatio“, und der Streit darüber spielte keine große Rolle. Doch das Konzil von Trient hat bei seiner Siebten Session (1547) zu diesem Thema drei Canones (Verdammungsurteile) formuliert, von denen sich evange
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Du darfst doch nicht schummeln, Du bist doch Pfarrerskind!
Innenansichten aus der evangelischen Institution Pfarrhaus
Angela Merkel ist es, Hermann Hesse ebenfalls, Friedrich Nietzsche, Gottfried Benn – und ich. Wir alle wurden es nicht, sondern waren es einfach: Pfarrerskinder. Ein „Status“, den man nicht wählen kann und der das eigene Leben prägt. Häufig waren oder sind es die Väter, die Pfarrer sind und deren Berufswahl die Kinder formt. So war es auch bei uns, und deswegen beginnt diese Geschichte auch im Arbeitszimmer meines Vaters.
Autor: Elias Wendebourg *** Rubrik: Gesellschaft
Zukunftsfragen im EU-Parlament
Aus Sicht eines Christen
Europa ist auch heute immer noch ein zutiefst christlich geprägter Kontinent. Sichtbar und fühlbar manifestiert sich dieser Charakter in Kunst, Bauwerken, Musik, Verhaltensweisen, aber auch in den Grundlagen seiner Politik. Gerade der letztere Aspekt mag sowohl überzeugte Christen als auch säkular und atheistisch eingestellte Menschen zunächst überraschen. Aber es war kein Geringerer als der frühere deutsche Bundespräsident Roman Herzog, der in seiner späteren Funktion als Präsident des Europäis
Autor: Ingo Friedrich *** Rubrik: Gesellschaft
Mit dem Losungsbuch im Parlament
Eine fromme Gewohnheit macht Schule
Die Losungen wählen jeden Tag ein Wort aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie einen Liedvers oder ein Gebet aus. 1728 entstand das erste Losungsbuch. Seither sind die Losungen ununterbrochen erschienen, über alle Krisen und Kriege und Wechsel der Gesellschaftsordnungen hinweg. Heute erscheinen die Losungen in etwa 50 Sprachen. Einem Abgeordneten aus Herrnhut ist es zu verdanken, dass dieses Büchlein nun auch im Sächsischen Landtag Einzug gehalten hat.
Autor: Fritz Hähle *** Rubrik: Gesellschaft
Glaube und Politik
Auf der Suche nach Kompromissen
Confessio Augustana – schon der Titel unseres Magazins führt mitten hinein in das spannungsreiche Verhältnis von Glaube und Politik. Karl V. ver- stand das Kaisertum als Schutzmacht der katholi- schen Kirche und stand der Reformation ablehnend gegenüber. Doch dem reichsständisch organisierten Protestantismus gegenüber führte er aus pragmatischen Gründen eine flexible Politik.
Autor: Christine Lieberknecht *** Rubrik: Gesellschaft
Stellungnahme des Lutherischen Konventes im Rheinland zu den saarländischen Richtlinien zur Sexualerziehung
Richtlinien zur Sexualerziehung bringen Christen in Gewissenskonflikte
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Evangelisch und politisch – wertkonservativ und engagiert
Der Evangelische Arbeitskreis EAK der CDU/CSU schärft das christlich-wertkonservative Profil der Unionsparteien und fördert deren Dialog mit der Kirche. Die Liste der früheren Bundesvorsitzenden weist illustre Namen auf: Ex-Bundespräsident Roman Herzog und sogar Kanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich leiteten schon den EAK. Seit 1952 schärft der Arbeitskreis das evangelische und wertkonservative Profil der Unionsparteien und fördert den Dialog zwischen politisch Konservativen und ihrer Kirche.
Autor: Jürgen Henkel *** Rubrik: Kirche
Die zwei Regierungsweisen Gottes
Von der bleibenden Bedeutung einer Grundgestalt lutherischen Denkens
Als Kaiser Konstantin seine Residenz von Rom nach Konstantinopel verlegte, füllte die Kirche in Gestalt des Papstes das damit im Westen entstandene Machtvakuum aus. Sie ging sogar so weit, dass sie behauptete, dem Papst als Stellvertreter Christi seien zwei Schwerter übergeben worden: das geistliche und das weltliche, wovon er dann das weltliche dem Kaiser verlieh. Damit war ein Machtkampf vorprogrammiert, der sich durch das ganze Mittelalter zog. Im Spätmittelalter wiesen Gelehrte darauf hin,
Autor: Hans Schwarz *** Rubrik: Kirche
Dietrich Bonhoeffer
Handeln aus verantwortlicher Freiheit (1933–1945)
Wenige Wochen nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 schrieb Bonhoeffer im Gefängnis das Gedicht „Stationen auf dem Weg zur Freiheit“1. Die Verse sind eine Art Kurzbiographie und stehen für die Einheit von Bonhoeffers Leben und Denken. Die vier Stationen zeichnen den Weg nach, auf dem er das Geheimnis christlicher Freiheit in einem totalitären Willkürstaat erfahren und bewahrt hat: durch Selbstbeherrschung, verantwortliches Reden und Handeln bis hin zum aktiven Widerst
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Kirche
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (VI)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt. Die Artikel 22 und 23
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen gedacht! 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können. Das betonte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer Fortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Paukenschläge
5. Mose 6,4-9 ausgelegt
Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen sein zwis
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Unaufgebbares der Reformation VII
Die Taufe
Wenigstens die Taufe scheint den getrennten Konfessionen gemeinsam zu sein. Die Kirchen, die keine Wiedertaufe vornehmen, erkennen heute die (nach Mt 28,19) im Namen des dreieinigen Gottes vollzogene Taufe gegenseitig an, auch wenn sie durch sonstige Lehrunterschiede und voneinander abweichende Riten getrennt sind. Trotzdem ist das Konzil von Trient, das auf die Reformation reagierte, den vermeintlichen Häretikern auch in dieser Frage mit 14 Verdammungsurteilen entgegengetreten.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Der Kunde entscheidet selbst!
Welche Überlebenschance hat der konfessionelle Buchhandel?
Eine ältere Dame verabschiedet sich mit Tränen in den Augen von dem ebenfalls gerührten Buchhändler, bei dem sie seit Jahrzehnten zu den Stammkunden zählte. Dies war ihr letzter Einkauf, denn diese einzige evangelische Buchhandlung ihrer Stadt wird geschlossen. Aus wirtschaftlichen Gründen, wie es heißt. till, kopfschüttelnd und traurig verlässt sie den Laden. Solche oder ähnliche Szenen sind seit langem keine Einzelfälle mehr. Landauf, landab wurden in den letzten Jahren viele christliche Buchh
Autor: Frank Spatz *** Rubrik: Gesellschaft
Ite missa est
Eine moderne Komposition als Spiegel geistlicher Vorgänge
Geh nicht als ein Erlöschender in das Erlöschen (Hilde Domin)
Autor: Naemi Schlichting und Gregor Mayrhofer *** Rubrik: Interview
Nelson R. Mandela – ein Mann des Glaubens
Seine religiöse Bedeutung in und für Südafrika
Niemand wird damit geboren, einen anderen Menschen wegen seiner Hautfarbe oder seines persönlichen Hintergrundes oder seiner Religion zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen, und wenn sie zu hassen lernen können, dann können sie auch gelehrt werden zu lieben; denn Liebe erreicht das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil. Der Mann, der dieses als Lebenserfahrung zum Ausdruck gebracht hat, war zunächst ein aufstrebender junger Mensch aus dem schwarzen Teil Südafrikas ...
Autor: Ernst-August Lüdemann *** Rubrik: Gesellschaft
Nimm und lies!
Christliche Mission als Beitrag zu Bildung und ethnischer Identität
In der öffentlichen Diskussion in Europa wird Mission meist als problematisch empfunden und stattdessen ein Dialog der Religionen eingefordert. Jochen Teuffel zeigt dagegen im Kontext Chinas und Südostasiens auf, dass gerade christliche Mission mit dem Prinzip Muttersprache genuin rezeptionsbestimmt ist und damit nicht zur Zerstörung anderer Kulturen führt. Der langfristige Einfluss von Bibelübersetzungen für die Bewahrung indigenen Kulturerbes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Gesellschaft
Amazing Grace– Erstaunliche Gnade
John Newton: vom Sklavenhändler zum Prediger
John Henry Newton, Jr. (1725–1807), der englische Komponist, dem wir u.a. das Lied „Amazing Grace“ verdanken, hatte ein überaus bewegtes Leben: Als Sohn eines Handelskapitäns verbrachte er seine Kindheit auf Schiffen und wurde später selbst Sklavenhändler und Seemann. Nach einem Bekehrungserlebnis im Jahr 1748 und einem Schlaganfall in jungen Jahren fand er über verschlungene Pfade zum Glauben und änderte schließlich sein Leben von Grund auf.
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Kirchenlied
Gottes Wirken in Asien
Einblicke in christliche Aufbrüche im Mekong-Raum
Autor: Traugott Farnbacher *** Rubrik: Kirche
Warum ausgerechnet Luther?
Konfessionelle Theologie in China
Zur 100-Jahr-Feier des Lutherisch-Theologischen Seminars in Hongkong
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Kirche
Interreligiöser Dialog und Mission
Recht verstanden keine Gegensätze
Autor: Werner Neuer *** Rubrik: Kirche
Mission als Dialog – Dialog als Mission
Plädoyer für ein neues Ernstnehmen des Missionsbefehls
Im 21. Jahrhundert scheint für Theologie und Kirche klar zu sein: Mission im Sinne aktiver Weiterreichung der biblischen Christus-Botschaft gilt weithin als überholt. Die Willfährigkeit dem „aufgeklärten“ Zeitgeist gegenüber ist in dieser Hinsicht nahezu grenzenlos. Gilt doch in der Postmoderne schon das Stellen der Wahrheitsfrage als verpönt. Wahrheit ist schließlich immer etwas Perspektivisches, also Subjektives: Persönliche Überzeugung darf sein, „Gewissheit“ ist erlaubt – aber bitt
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Kirche
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (V)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt. Die Artikel 20-21
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen gedacht! 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können. Das betonte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer Fortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Herr, wer glaubt unserm Predigen?
Eine missionarische Herausforderung durch Paulus
Einer biblischen Besinnung zur Mission würde man normalerweise den Missionsbefehl (Matthäus 28) zu Grunde legen, das Missionskapitel Matthäus 10 oder die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Kann ein Abschnitt des Römerbriefs zur missionarischen Herausforderung werden, in dem Paulus um die Frage ringt, warum das jüdische Volk zum großen Teil nicht zum Glauben an Christus durchdringt? Der Autor plädiert dafür!
Autor: Georg Gremels *** Rubrik: Wort Gottes
Gegen Einseitigkeiten und Missverständnisse
Unaufgebbares der Reformation V
Nicht alles, was in der Reformationszeit zugespitzt formuliert wurde, muss als unaufgebbar gelten. Ob böswillig oder unabsichtlich – in manchen Punkten haben streitende Christen einander missverstanden. Manche traditionellen Unterscheidungslehren reden einer Einseitigkeit das Wort, die der Praxis gelebten Glaubens nicht entspricht. Allerdings ist zu beachten, dass alle Glaubensfragen miteinander und also auch mit dem Unaufgebbaren zusammenhängen.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Aus meinem Tagebuch
Autor: Wolfgang Böhme *** Rubrik: Persönlich
Warum trägst du kein Kopftuch!
Zur Lage der Christen in Ägypten
Allabendlich trägt der Fernseher die Bilder der Gewalt in unsere Wohnzimmer: Über Kairo kreisten Hubschrauber, die Muslimbrüder griffen Regierungsgebäude an, steckten dutzende Kirchen und Gemeindehäuser in Brand, und mit ihren Geschäften und Wohnhäusern ging die wirtschaftliche Existenz der christlichen Kopten in Flammen auf. In Ägypten greifen Islamisten immer wieder die christliche Minderheit an, und diese steht vor schweren Zeiten.
Autor: Thomas Zmija *** Rubrik: Gesellschaft
Weht in Rom bald ein neuer Wind?
Wer ist Papst Franziskus?
Franziskus ist seit dem 13. März 2013 Papst der römisch-katholischen Kirche. Er ist der erste Lateinamerikaner und der erste Jesuit in diesem Amt. Mit lebensnahen, herzlichen und spontanen Äußerungen gewinnt Papst Franziskus täglich an Sympathie und findet auch in eher kirchenkritischen Medien viel Aufmerksamkeit. Doch was sind die Ziele dieses Mannes, und welche bleibenden Impulse können von ihm für Kirche und Welt ausgehen?
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Gesellschaft
Hirtenamt: Mit der Gemeinde leben
oder: Die Distanz ist groß geworden
Das Bild vom Hirten und seiner Herde ist in der Bibel ein häufig wiederkehrendes Motiv. Jesus selbst bezeichnet sich als den „guten Hirten“ (Johannes 10,11), der für seine Herde sorgen wird. Doch was ist, wenn die Herde sich selbst überlassen bleibt? Wenn keiner mehr den Weg weiß? Hirte ohne Herde – Herde ohne Hirten? Nein, das ist kein Problem unserer Gegenwart, das ist schon ein Problem in der Bibel selbst.
Autor: Bernhard Bonkhoff *** Rubrik: Kirche
Vom Luthertum zum Epikurismus
Verhängnisvolle Folgen der Reformation
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Geschichte
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (III)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt. Die Artikel 11-14
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der Einigkeit im Glauben und der angebotenen Verständigung. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen gedacht! 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, auch in einer Kirche in Einigkeit leben zu können! Das betonte Melanchthon in seiner Vorrede zur CA. Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer ortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Mit Herzblut und Löwenmut!
Nachruf: † Albrecht Immanuel Herzog
Am 8. September verstarb Pfarrer Albrecht Immanuel Herzog im Alter von nur 56 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. An vielen Stellen seines großen Aufgabengebietes hinterlässt er eine große Lücke.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Nachruf
Schafe brauchen Hirten
Sich auf Christi Hilfe einlassen
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Wort Gottes
Allein die Schrift
Unaufgebbares der Reformation IV
Ist als Quelle und Norm für Glaube und Leben der Christen neben der Bibel eine gleichwertige mündliche Überlieferung zu berücksichtigen? Kann eine kirchliche Hierarchie für die unverfälschte Übermittlung ihrer Inhalte geradestehen? Müssen Christen sich, was das Verständnis sowohl der Bibel als auch dieser zusätzlichen Überlieferung betrifft, auf das Urteil kirchlicher Amtsträger verlassen? Ist nicht zu befürchten, dass diese sich, – wie schon Petrus, den Paulus zurechtweisen musste (Galater 2,11
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Reformation
Chile
Sechs Monate als Pfarrer in Puerto Montt - Südchile
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Kirche
Luther und die Viel-Ehe
Verirrungen in Münster
Man ist es gewohnt – ein Blick hinauf zum Kirchturm trifft meist die Kirchturmuhr. Zifferblatt und Zeiger offenbaren Zeit und Stunde. Anders der Blick zum Lambertikirchturm im westfälischen Münster. Dort erinnern drei Käfige in luftiger Höhe an das Ende jener merkwürdigen „münsterischen Tragoedi“, die sich zur Zeit Luthers in Münster abgespielt hat. Es ist die Geschichte der Wiedertäufer von Münster und ihres Versuchs, in ihrer Stadt einen Gottesstaat zu errichten.
Autor: Volker Wappmann *** Rubrik: Gesellschaft
Gibt’s da noch Unterschiede? – Klar!
„... und schuf sie als Mann und Frau“
„Gender Mainstreaming“ ist zum neuen Schlagwort geworden. Gender kommt vom lateinischen „Genus“ und bezeichnet im Englischen das soziale Geschlecht (die Geschlechterrolle). Mainstreaming bedeutet wörtlich übersetzt „Hauptstrom“. Dabei ist gemeint und beabsichtigt, der dahinter stehenden Ideologie „zur Vorherrschaft zu verhelfen“; sie soll alle Bereiche des sozialen Lebens verändern – auch wenn dies der breiten Bevölkerung noch weitestgehend verborgen ist und auch bewusst verborgen gehalten wird.
Autor: Manfred Spreng *** Rubrik: Gesellschaft
Hochzeitstag
Gratulation mit tiefgängiger Ehe-Theologie
„Zu unserer Hochzeit am 7. Dezember 1944 erhielten wir (Dorothee und Wolfgang Lehmann) den Brief eines Freundes.“ Der stammte von Hans Asmussen. Dieser war zu- nächst in Hamburg als Pfarrer tätig, wegen seines Einsatzes für die Bekennende Kirche wurde er vom Dienst suspendiert. Nach 1945 war er Leiter der EKD-Kanzlei und dann bis 1955 Propst in Kiel. Wolfgang Lehmann war ein Freund und enger Mitarbeiter Asmussens.
Autor: Hans Asmussen *** Rubrik: Gesellschaft
Ehe und Familie ...
Herausforderung in sich wandelnder Zeit
Auch wenn die Ehe von vielen Seiten kritisiert wird, auch wenn sie angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen brüchiger zu sein scheint als in früheren Zeiten, auch wenn einige sie am liebsten abschaffen wollten: Nicht nur die staatliche Institution Ehe, sondern die kirchliche Hochzeit erfreuen sich nach wie vor hoher Wertschätzung und Beliebtheit. Grund genug, dem schier unendlichen Thema nachzugehen.
Autor: Georg Gremels *** Rubrik: Gesellschaft
EKD – Familienpapier
„Familie neu denken“ – nicht Aufgabe der EKD
„Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ – so ist die neue „Deutungshilfe“ überschrieben. Sie räumt gründlich mit den an Bibel und Bekenntnis orientierten Vorstellungen von Ehe und Familie auf. Sie markiert einen Bruch zu älteren Orientierungshilfen der EKD, einen Bruch mit eindeutigen Bibel und Bekenntnisaussagen und stellt sich zu ihnen in Widerspruch.
Autor: Reinhard Bingener *** Rubrik: Dokumentation
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (II)
Das Augsburgische Bekenntnis – in Kürze erklärt Die Artikel 6-10
Im Bekenntnis von Augsburg wird betont, dass die Evangelischen weder dogmatisch noch liturgisch von der Heiligen Schrift oder der römisch-katholischen Lehre abweichen. Davor hüten sie sich mit ernsthafter Sorgfalt, „damit je kein neue und gottlose Lehre sich in unseren Kirchen einbräche …“ Der schwedische Theologe Christian Braw erklärt in einer Fortsetzungsreihe das Bekenntnis von Augsburg.
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Labyrinth und Netz
Freispruch statt Freibrief – Johannes 8,3-11
Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: „Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?“ Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen...
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Verwandlungen
Das Heilige Mahl und der Alltag des Glaubens
Die Mahlzeit stärkt, ein Festmahl verändert. Diese einfache Alltagserfahrung gilt noch vielmehr für das Heilige Abendmahl. Ein altes Dankgebet bittet, dass Gott Alltags-Folgen aus der Feier des Heiligen Mahls schenkt: z.B. „dass die Ohren, die deinen Lobpreis gehört haben, künftig verschlossen seien für die Stimme des Streites und des Unfriedens“. CA-Autor Georg Güntsch sinnt dem, was aus der heiligen Feier in den Alltag mitzunehmen ist, nach: z.B. eine ganz neue, dankbare Sicht auf Gott und d
Autor: Georg Güntsch *** Rubrik: Impuls
Der missverständliche Begriff „Tradition“
Unaufgebbares der Reformation (III)
Zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 fragt CA nach dem nicht Aufzugebenden der lutherischen Reformation. Zu Rate gezogen wird erst einmal die wohl gründlichste lutherische Antwort auf die Beschlüsse des Konzils von Trient: „Examen Concilii Tridentini“ (Prüfung des Tridentinischen Konzils) von Martin Chemnitz 1574.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Christusträger
Ein Moslem wird Christ und Pfarrer
„Ich heiße Christopher, ich bin Pfarrer und ich bin von Jesus Christus erlöst, also endgültig gerettet. Ich möchte bezeugen, wie mir Jesus Christus in meinem Leben begegnet ist.“ – So einfach können eine Lebenswende und das Wichtigste einer Lebensgeschichte zusammengefasst werden. Dass da eine Biographie zugrunde liegt, ist klar; eine in Afrika. Anders als Europäer können Afrikaner sehr unbefangen vom Reden Christi und von Visionen erzählen, aber ebenso von Zauber und von Geistern.
Autor: Anonymer Autor *** Rubrik: Religion
Glaubensgespräch
Der dreieinige Gott der Bibel und der Gott des Islam
„Weißt Du eigentlich, was wir Muslime glauben?“ Antwort des Lehrers an einer Hauptschule: „So richtig nicht!“ Das vertrauensvolle und friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft braucht aber Wissen um die Das Gespräch verschiedenen Religionen.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Religion
„Glauben, um zu erkennen“
Ein Choral anlässlich des Rücktritts von Benedikt XVI.
Michael Stollwerk, Mitherausgeber der CA, machte den Vorschlag eines „Benedikt-Chorals“. Er schreibt: „Damit meine ich selbstver- ständlich keinen Lobpreis, der den Papst als Person oder Amtsträger verherrlicht, sondern das, was ihm heilig war: ein intellektuell verantworteter Glaube (Strophe 1), das biblische Zeugnis und der Zugang dazu (Strophe 2) und das Gebet (Strophe 3).“
Autor: Michael Stollwerk *** Rubrik: Kirche
Glaube, Hoffnung, Liebe
Eine künstlerische Installation im Gotteshaus
Autor: Claudia Thielicke *** Rubrik: Impuls
Herzliebster Jesu
Die singende Gemeinde im Gespräch mit ihrem Herrn
Autor: Jean-Jacque Leduc *** Rubrik: Kirchenlied
Mit Bibel und Alter Kirche bekennen wir ... (I)
Die Artikel 1-5
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Um Christi Ehre willen!
Eine kurze Einführung in das Augsburgische Bekenntnis
Das Bekenntnis von Augsburg ist ein Dokument der angebotenen Verständigung mit Rom. Es ist damals wie heute auf Zustimmung aller Christen angelegt! Im Jahr 1530 wurde betont, dass das Leben als Christ und als Kirche „unter einem Christus“ dazu führe, dass man auch in einer Kirche in Einigkeit leben könne! Es wird in ihr betont, dass die Evangelischen weder dogmatisch noch liturgisch von der Heiligen Schrift oder der katholischen Lehre abweichen. Vielmehr hüten sie sich, „damit je kein neue und g
Autor: Christian Braw *** Rubrik: Bekenntnis
Und Gott ruhte
Vom Segen des Sonntags
Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
Autor: Kurt Frör *** Rubrik: Wort Gottes
100 Kirchenburgen – 13.000 Kirchenglieder
Begegnungen in Siebenbürgen
Autor: Ulrike und Gerhard Nemec *** Rubrik: Reise
Wilhelm Horkel
Ungemein tröstlich: „Er hat Jesus geliebt“
Autor: Manfred Jahnel *** Rubrik: Nachruf
Komm doch, bitte!
Nun komm, der Heiden Heiland
Autor: Michael Leduk *** Rubrik: Kirchenlied
Vom höchsten Wesen
300 Jahre nach Jean-Jacques Rousseau
Fast einer von heute: Der Mensch ist für den Philosophen frei geboren und prinzipiell gut! Das hält er sein Leben lang durch. Aber in seinem autobiographischen Spätwerk, den „Bekenntnissen“, stellt Rousseau sein Leben schonungslos dar. Er öffnet in beichtartigen Passagen sein Innerstes und zieht das Fazit: nicht nur schwach, nicht nur schuldig, sondern böse!
Autor: Anselm Verbeek *** Rubrik: Geschichte
Heilsgewissheit – Anmaßung oder Trost?
Das Unaufgebbare der Reformation (II)
Zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 fragt CA nach dem nicht Aufzugebenden der lutherischen Reformation. Zu Rate gezogen wird erst einmal die wohl gründlichste lutherische Antwort auf die Beschlüsse des Konzils von Trient: „Examen Concilii Tridentini“ (Prüfung des Tridentinischen Konzils) von Martin Chemnitz 1574.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Geschichte
Kalte Kirche?
„Heute bleibt die Kirche kalt, wir gehen in ...“
„Heute bleibt die Kirche kalt, wir gehen in ... nein, nicht in den Wienerwald, aber vielleicht ins Gemeindehaus!“ Warum? Um dort im Winter Gottesdienst zu feiern. Die Zahl der daran teilnehmenden Gemeindeglieder ist ja oft schon klein genug und die Kirchen erscheinen demgegenüber eben viel zu groß. Und vor allem: der hohen Heizkosten wegen.
Autor: Bernhard Bonkhoff *** Rubrik: Impuls
Gottesdienst und Theologie
Das Nach-Denken über das zuvor ergangene Wort
Theologie ist nicht irgendwo am Schreibtisch eines einsamen Gelehrten „erfunden“ worden, sie hat ihren Ursprung im Gottesdienst. Sie ist hervorgegangen aus der um Gottes Wort versammelten Gemeinde, die auf Gott hört, zu ihm redet und seine Gegenwart in ihrer Mitte erfährt und feiert. Weil der christliche Gottesdienst nicht bloß Feier eines undefiffiinierbaren religiösen Gefühls ist, sondern durch Gottes klares und verständliches Wort bestimmt wird, ergibt sich Theologie als Nach-Denken über das
Autor: Rolf Hille *** Rubrik: Theologie
Gott: Keineswegs müde, „sein Kirche zu erneuen!“
Ratschläge für Reformatoren
Im Choral heißt es: Gott werde [die Gemeinde] „...dich herrlich auferbauen / durch Wort und Sakrament“ (EG 243,5). Die biblischen Belege liegen gleichfalls vor. Also liegt im Ausrichten des Wortes und im gewissenhaften Umgang mit den Sakramenten der Schlüssel zu Gottes erneuerndem Handeln.
Autor: Werner Führer *** Rubrik: Theologie
Zwischen den Stühlen!
Die Aufgabe einer zeitgenössischen Apologetik
Das Christentum ist zwischen alle Stühle geraten: Auf der einen Seite steht die Fülle und Vielfalt der Religionen; auf der anderen Seite wird der Wind für den christlichen Glauben, für Kirchen und Gläubige, wo sie sich nicht als „modern“, „von heute“ geben, auch rauer. Der öffentliche Atheismus gebärdet sich zunehmend aggressiv.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Theologie
Glauben intensivieren
Das Zehn-Punkte-Programm der röm.-kath. Bischöfe der USA
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Tod auf dem Nebo
Wie völlig Adventfremdes adventlich wird
Und Mose stieg aus dem Jordantal der Moabiter auf den Berg Nebo, gegenüber Jericho. Und der Herr zeigte ihm das ganze Land Kanaan. Und der Herr sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. So starb Mose, der Knecht des Herrn, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des Herrn. Und er begrub ihn im Tal. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf d
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Glaube und neues Leben
Nicht ein Sein, sondern ein Werden
Autor: Albrecht-Immanuel Herzog *** Rubrik: Wort Gottes
Das Geheimnis des Kreuzes
Im Genuss eines Testaments
Das Kreuz: Es erhebt sich weithin sichtbar auf Berggipfeln und grüßt den Wanderer. Es steht mit Blumen geschmückt an den Straßenrändern zur Erinnerung an einen Unfalltoten. Es wird als Modeaccessoire getragen. Manche lassen es sich als Tattoo unter die Haut stechen. Von unseren Kirchtürmen segnet es Stadt und Dorf. Einmal wird es uns zum Friedhof vorangetragen und unsere sterblichen Überreste werden unter ihm ruhen.
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Theologie
INRI – kein Insider-Wissen
Sprachspielerisch betrachtet
„Als Kind hat mich die geheimnisvolle Tafel, die über dem Gekreuzigten hing, zum Nachsinnen angeregt. Noch wusste ich nicht, was die vier Buchstaben bedeuten. Aber ich vermutete, dass sich darin vielleicht eine Erklärung finden lassen müsste, weshalb ein Mensch so viel hat leiden müssen. INRI blieb mir auch deshalb rätselhaft, weil ich mit einer Abkürzung noch nicht viel anfangen konnte. Heute sind mir Abkürzungen vertraut. Allerdings führt eine Abkürzung nicht unbedingt schneller zum Ziel. Auße
Autor: Erich Puchta *** Rubrik: Theologie
Der Streit um den Sühnetod Christi
Versuch einer biblischen Orientierung
Ein heftiger Streit flammt in der Geschichte der Kirche immer wieder auf: der um die Lehre, Christus habe durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz stellvertretend die Strafe für die Sünden aller Menschen auf sich genommen und dadurch Vergebung ermöglicht. Diese Lehre ist deshalb so zentral für den christlichen Glauben, weil darin sowohl die strenge Gerechtigkeit Gottes als auch seine Barmherzigkeit ernst genommen sind.
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Theologie
Schemiel der Gerechte
Recht oder Liebe? Eine Erzählung hilft zu verstehen
Autor: Anonymer Autor *** Rubrik: Erzählung
Hat Rom uns nicht verstanden?
Das Unaufgebbare der Reformation
Zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 fragt CA nach dem nicht Aufzugebenden der lutherischen Reformation. Zu Rate gezogen wird erst einmal die wohl gründlichste lutherische Antwort auf die Beschlüsse des Konzils von Trient: „Examen Concilii Tridentini“ (Prüfung des Tridentinischen Konzils) von Martin Chemnitz 1574.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Die Gotteswette
Glaube, Vernunft und Vernunftkritik
„Existiert Gott?“, so lautete der Titel eines Buches von Hans Küng, das im Jahr 1978 mit der Startauflage von 100.000 Exemplaren erschienen war. Am Ende eines langen, die Argumente abwägenden Durchgangs bejaht Küng hier die Titelfrage. Der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal (1623–1662) formuliert nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung die „Gotteswette“: „Angenommen, es sei sicher, dass es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und dass es keinen Mittelweg gibt. Für welche Seite werden w
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Impuls
„Über Rechtfertigung“
Der Schriftsteller Martin Walser besteht darauf
„Ist (k)eine Salbe in Gilead?“, fragte einst der Prophet Jeremia (8,22) in einer Notlage und Glaubenskrise Israels. Verabreicht nun gar ein Schriftsteller dem kränkelnden Luthertum ein Stärkungsmittel? Martin Walser zählt zu den meistgelesenen deutschen Schriftstellern der Gegenwart; immer wieder widmen die Feuilletons seinen Äußerungen Schlagzeilen. Und nun die Schlagzeile: „Über Rechtfertigung“ und entsprechend das gleichnamige Buch.1 Walser: „Gerechtfertigt zu sein, das war einmal das Wichtig
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Literatur
„Acht Junge gegen acht Alte“
Oder: Wie Meinungen beeinflusst werden
Sind die Medien – oder besser: die Journalisten, die sie machen und nutzen – die „vierte Macht“ im Staat? Kommen sie in ihrer De-facto-Macht gleich nach denen, die die Gesetze machen, denen, die sie anwenden, und denen, die deren Einhaltung nachprüfen: Parlamente, Regierungen und Gerichte? – Für die Annahme spricht viel. Landesbischof i.R. Gerhard Müller erzählt von einem unrühmlichen Beispiel der „ZEIT“.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Medien
Mission und Rechtfertigung
„Rechtfertigung durch Liebe“
„Rechtfertigung durch Liebe“ heißt das Programm des chinesischen Bischofs K.H. Ting, das dieser in den 80er Jahren als Präsident des protestantischen Nanjing Union Theological Seminary vorgestellt hat. Nach Ansicht Tings steht der christliche Anspruch eines exklusiven Heilsbesitzes in China dem harmonischen Zusammenleben mit Nicht-Christen entgegen. „Rechtfertigung durch Liebe“ scheint nicht nur einen exklusiven Heilsanspruch zu erübrigen, sondern fordert Christen zum gesellschaftlichen Engageme
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Mission
Ein starkes Schutz-Wort-Gebet
„Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ“ (EG 246)
Autor: Joachim Hergenröder *** Rubrik: Kirchenlied
Herde und „Herder“
Graham Greene & Charlie Chaplin helfen den guten Hirten verstehen
Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
„Wir waren die Sklaven des Pharaos“
Das jüdische Pessachfest und Ostern
Autor: Christian Feldmann *** Rubrik: Dialog
„Der helle Morgenstern“
Das Christuszeugnis des Alten Testaments
Autor: Stefan Felber *** Rubrik: Theologie
Judenmission als Nebenabsicht
Wie Paulus seine Tätigkeit, Zielsetzung und Hoffnung beschreibt
Was Paulus in den Kapiteln 9 bis 11 des Römerbriefes sagen wollte, wird heute unterschiedlich aufgefasst. Historische Erfahrungen wirken auf das Textverständnis ein. „Nach Auschwitz“ liest man die Geschichte des Verhaltens der Christen gegenüber Juden schuldbewusst. Nicht immer haben Christen mit Paulus betont, dass die Juden Gottes „Geliebte“ sind und bleiben (11,28). Und oft haben Christen sich, obwohl Paulus davor warnte (11,18), gegenüber Israel als überheblich und geradezu schadenfroh erwi
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Jesus, der Jude
Ist damit schon alles über ihn gesagt?
Jesus stammt aus dem Judentum und ist von ihm geprägt. Daran besteht kein Zweifel. Aber man hat das in der Kirchengeschichte zu wenig beachtet und dessen Bedeutung für das Verständnis des christlichen Glaubens nicht genügend gewürdigt. Das konnte so weit gehen, dass man im Antisemitismus der NS-Zeit versucht hat, die jüdische Abstammung Jesu zu leugnen und einen „arischen Jesus“ aus ihm zu machen. Dieser durch den Nationalsozialismus genährte Unfug ist mit diesem untergegangen. Die christliche B
Autor: Hanns Leiner *** Rubrik: Theologie
Gemeinsames Erbe
Positive Entwicklung im jüdisch-christlichen Dialog
Im Rückblick auf die Entwicklung des jüdisch-christlichen Verhältnisses seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich viel getan. Man kann von einer neuen Qualität des Miteinanders sprechen.
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Theologie
Martin Luther und die Juden
Worin dem Reformator keinesfalls zu folgen ist
Immer wieder wird behauptet, es gäbe eine direkte Linie von Luther zu der Judenverfolgung im Dritten Reich. Dies ist aber schlechthin falsch. Man kann natürlich bei jemandem, der so viel wie Luther geschrieben hat, immer Zitate finden, die die eigene Meinung oder das eigene Vorurteil bestätigen. Um Luther gerecht zu werden, muss man ihn im Kontext seiner eigenen Zeit sehen. Dabei wird man unschwer erkennen, dass er auch mit seinen schärfsten Äußerungen über die Juden „Anregungen aufgreift, die v
Autor: Hans Schwarz *** Rubrik: Theologie
Paul Eber (1511–1569)
Freund und Ratgeber Melanchthons
Autor: Klaus Loscher *** Rubrik: Geschichte
Ein Bischof zur Jahreslosung
Verschafft die Kraft Gottes Lebensglück und politischen Erfolg?
Die Jahreslosung hat einen neuen Landesbischof angeregt, an Neujahr über den Rundfunk Optimismus zu verbreiten: Auch wenn unsere Kräfte beschränkt sind, können wir doch mit Gottes Hilfe Großes bewirken. „Aus dem, was klein und schwach ist, kann Großes und Wegweisendes entstehen.“ Als Beispiele nennt er: Wer hätte sich bei Jesu Geburt vorstellen können, dass heutzutage an Weihnachten Massen in die Kirche strömen? Oder: Martin Luther Kings Kampf um die Rassentrennung hat die Welt verändert: Nun is
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Zwischenruf
Dreieinig und dreifaltig
Dazu das Augsburgische Bekenntnis, Artikel 1
Autor: Regin Prenter *** Rubrik: Theologie
Was Sache ist
Das Glaubensbekenntnis befragt und neu ausgesagt
In alten Glaubensbekenntnissen spricht sich der christliche Glaube aus – nahezu in jedem Gottesdienst. Was er von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, glaubt, muss dennoch immer wieder – auch in eigenen Worten – ausgedrückt und weitergegeben werden. Ein Versuch.
Autor: Burkhard Budde *** Rubrik: Theologie
Der multiple Gott
Ein Plädoyer gegen die Beliebigkeit des Glaubens
Autor: Klaus Schwarzwäller *** Rubrik: Theologie
Von Gott richtig reden
Die christliche Botschaft spricht von Anfang an und immer dreifaltig
Das Wort „Gott“ ist vieldeutig. Unterschiedliche Vorstellungen können sich damit verbinden. Sie ergänzen einander häufig nicht, sondern widersprechen sich, schließen sich bisweilen gegenseitig aus. Das zeigt schon die Vielfalt und Uneinigkeit der Religionen und die Geschichte ihrer Konflikte. Wenn Christen von „Gott“ sprechen, fassen sie diesen dreifaltig auf. Und sie berufen sich dabei mit guten Gründen auf die Heilige Schrift. CA-Autor Wolfhart Schlichting sinnt einigen biblischen Belegen n
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Dreifaltigkeit und Islam
Ist Allah identisch mit dem Vater Jesu Christi
Die Meinung ist verbreitet, Christen und Muslime würden letztlich an denselben Gott glauben. Ist das zutreffend? Das gilt es zu prüfen. Dabei sind falsche Gegenüberstellungen ebenso wie eine Gleichmacherei zu vermeiden, die keine Glaubensunterschiede mehr kennt bzw. es nicht mehr wagt, sie ernst zu nehmen und auszusprechen. Ein Votum eines Theologischen Ausschusses.
Autor: Redaktion *** Rubrik: Theologie
Paradies-Tür-Öffner
Lobt Gott, ihr Christen alle gleich
Autor: Wilhelm Horkel *** Rubrik: Kirchenlied
Das Geschenk und die Geschenke
Dem Schenken nachdenken
Autor: Albrecht Goes *** Rubrik: Impuls
Persönliche Mission
Mit Menschen von heute von Gott reden
Die Thema ist für Christen und die ganze Kirche eine Herausforderung. Das persönliche Gespräch, der Impuls von Mensch zu Mensch ist der geniale Ort zu missionarischen Impulsen. Chancen ergeben sich im Beruf, in Nachbarschaften, oft einfach im Treppenhaus, aber auch in Vereinen und Verbänden. Hartmut Bärend sagt von sich: „Patent-Antworten darauf habe ich nicht und will auch keine geben!“ Aber er stellt sich dem Thema.
Autor: Hartmut Bärend *** Rubrik: Mission
Henri Marteau
Künstler und Mensch (1874–1934)
Autor: Wilfried Schönweiß *** Rubrik: Kultur
Zur Miete im Menschenhaus
Der andere Jahresrückblick zum Jahreswechsel
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Impuls
Felsenfest – das Petrus-Bekenntnis
Jesu empirische Umfrage und „Offenbarung“
Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du,Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Autor: Werner Führer *** Rubrik: Wort Gottes
Wichtige Aufgabe
Lehren und Lehrer im frühen Christentum
Autor: Jens Börstinghaus *** Rubrik: Theologie
Sieben Wochen mit ...
Einübung in Spiritualität mit dem Katechismus
Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) hat „Sieben Wochen mit ...“ als Ergänzung der Aktion „Sieben Wochen ohne ...“ auf ihre Fahnen geschrieben. Doch wie kommt es zu der Aktion „Sieben Wochen mit sieben Säulen evangelischer Spiritualität“, die unter dem Dach des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen entstanden ist? Worin besteht sie? Wofür soll sie gut sein? Und wie kann ich damit eigene Erfahrungen machen?
Autor: Georg Gremels *** Rubrik: Spiritualität
„Religionsunterricht ist Gemeindeaufbau“
Ein Gespräch mit dem Münchener Oberkirchenrat Detlev Bierbaum
Der Religionsunterricht bietet den Kirchen die große Chance, nahezu flflächendeckend „ihre“ nächste Generation zu schulen. Sie haben damit ein bis drei wöchentliche „Trainingsstunden“ für Glaubenswis- sen, Orientierung und weltanschauliche Positionierung von Heranwachsenden. Wie es um den Religionsunterricht steht, dazu befragte CA-Redakteur Hans-Joachim Vieweger einen, der in dieser Hinsicht viel Verantwortung trägt.
Autor: Detlev Bierbaum *** Rubrik: Interview
Wenn Christen Schule machen ...
Nachdenkliches zum Schul-Jubiläum
Autor: Georg Güntsch *** Rubrik: Gesellschaft
Was der Freiheit dient
Werteunterricht oder „Reli“?
Warum sollte ein freiheitlicher Staat nicht auch Werteunterricht anbieten? Weil er dadurch in Gefahr gerät, die Freiheit zu beschädigen!
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Gesellschaft
Gerne unterrichten I
An einer Bekenntnisschule
Die Zahl der Bekenntnisschulen in Deutschland wächst. Nach der Wende 1989 nahm deren Zahl nochmals zu. CA bat zwei Lehrende, aus ihrer Praxis zu erzählen – einmal an einer Bekenntnisschule (I) und dann an einer staatlichen Schule (II) – und dabei auf die Vorzüge der beiden Schultypen einzugehen.
Autor: Christina Härle *** Rubrik: Gesellschaft
Gerne unterrichten II
An einer staatlichen Schule
Autor: Randolf Herrmann *** Rubrik: Gesellschaft
Lernorte: Familie, Schule und Gemeinde
Lernen, wie man evangelischer Christ sein kann
In der Wissensgesellschaft stellt das theoretische Wissen die wichtigste Ressource dar. Deshalb erscheint das Ideal eines gebildeten Menschen im Zeitalter von „Wer wird Millionär?“ in Gestalt einer wandelnden Enzyklopädie. Aber dieses Menschenbild entspricht nicht dem der christlichen Tradition, verdeckt es doch Entscheidendes: nämlich den Personcharakter des Menschen, der sich in der Beziehung zu Gott und zum Nächsten verwirklicht. Ein Plädoyer für eine lernortverbindende religiöse Bildung, w
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Gesellschaft
Zur Mathematik der Glaubensvermittlung
Glaubenskurse in der Schnittmenge von Bildung und Mission
Autor: Friedrich Rößner *** Rubrik: Gesellschaft
„Fort-Bildung“
Erfahrungen in einer kirchlichen Fortbildungseinrichtung
Nein, die Autorin heißt nicht Susanne Ackermann; ihr Name ist der Redaktion der CA bekannt. Sie ist eine liebenswürdige und von Schülern geschätzte Religionslehrerin. Zu Fortbildungszwecken besucht sie ab und an Kurse im Religionspädagogischen Zentrum ihrer Kirche. Die Autorin hat CA gebeten, ihren Bericht zu anonymisieren. Sie ist in Sorge, bei namentlicher Nennung berufliche Probleme zu bekommen. Was sie berichtet, gibt im Blick auf „Fort-Bildung“ zu denken.
Autor: Susanne Ackermann *** Rubrik: Gesellschaft
Szenen eines Lehrer-Lebens
Manchmal führt Gott Regie
Autor: Martin Pflaumer *** Rubrik: Gesellschaft
Schule & Seelsorge I
Gymnasium Carolinum/Ansbach: Nach einem Amoklauf mit zwei Schwer- und acht Leichtverletzten im September 2009 lud der Dekan der Stadt 4 Tage später in die St. Johanniskirche zum Gottesdienst. Die tief geschockte Schul-Gemeinde vor Gott – was kann da gepredigt werden?
Autor: Hans Stiegler *** Rubrik: Gesellschaft
Schule & Seelsorge II
Ein gelungenes Beispiel
Autor: Volker Wappmann *** Rubrik: Gesellschaft
Bibel und Bildung – ein Beispiel
Herzog Ernst I. tat viel für Sachsen-Gotha
Autor: Volker Wappmann *** Rubrik: Geschichte
„Unser Herr macht was draus“
Klaus Vollmer 30.12.1930 – 4.6.2011
Am 4. Juni 2011 verstarb Klaus Vollmer in Hermannsburg, an dem Ort, der ihm zuletzt zum Mittelpunkt seines Lebens und Wirkens wurde. So vollendete sich ein erfülltes, rei- ches Leben nicht lange nach seinem 80. Geburtstag. In seinem Leben wurde offenbar, was in Psalm 18,20 steht: „Der Herr führte mich aus ins Weite, denn er hatte Lust zu mir.“
Autor: Georg Gremels *** Rubrik: Nachruf
Das Mahl und die Türme
Gott lädt ein
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
Unterscheiden!
Luthers Rat, um die Heilige Schrift besser zu verstehen
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Theologie
Aus Luthers Gebetswerkstatt
Starke Hilfe: 4-faches Kränzlein
Der Friseur Peter Beskendorf war ein guter Freund Martin Luthers. Für ihn verfasste der Reformator im Jahr 1535 die Schrift „Eine einfältige (d.h. schlichte) Weise zu beten, für einen guten Freund“. Diese Gebets-Unterweisung enthält interessante Anregungen zum Beten und überhaupt zur Betrachtung biblischer Worte.
Autor: Tobias Eißler *** Rubrik: Spiritualität
Die Bibel und ihre Auslegung
Kirche – Kommunikationsgemeinschaft über der Bibel
In der Kirche kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen über Fragen des christlichen Glaubens und der christlichen Lebensführung. Das war schon immer so und muss auch so sein. Denn die rechte Glaubenseinsicht fällt uns oft nicht einfach in den Schoß, sondern muss im Gespräch mit Christen, die gleichzeitig mit uns leben, und mit denen, die vor uns gelebt haben, errungen werden. Oft wird heftig gestritten. Einige Theologen der ELKB haben dazu eine Orientierungshilfe zu der aktuellen Streitfrag
Autor: Redaktion *** Rubrik: Theologie
Geheimnis Bibel
Leise Stimme Gottes und Unruhe der Christenheit
Autor: Paul Schütz *** Rubrik: Impuls
Die Bibel im Alltag
Oder: Warum es mit der Bibel heute so schwierig ist
Autor: Volker Wappmann *** Rubrik: Spiritualität
„Und sie glaubten ihnen nicht!“
Christlicher Glaube, Osterwunder und das leere Grab
Alle Jahre wieder pünktlich zu Ostern erscheinen im deutschsprachigen Raum Beiträge protestantischer Provenienz, die die biblisch bezeugte Wirklichkeit der Auferstehung Jesu und des leeren Grabes Jesu relativieren und beides als unwesentlich für den Christusglauben erklären. – In diesem Jahr äußerte sich die Liberale Theologie in Person von Andreas Rössler. Der Theologe ist führendes Mitglied des „Bundes für Freies Christentum“, in dem liberale Protestanten zusammengeschlossen sind. Er frag
Autor: Jürgen Henkel *** Rubrik: Theologie
Vom göttlichen Wort
Wilhelm Löhe: „dunkle Stellen“ der Bibel und der Sternenhimmel
Autor: Wilhelm Löhe *** Rubrik: Löhejahr
Pfarrdienst(Un-)recht
Offener Brief von Uwe Holmer an Präses Schneider, EKD
Autor: Uwe Holmer *** Rubrik: Dokumentation
Besuch in China
Eine Tasse, 5000 Pastoren und ‚das Buch‘
Nach seiner Rückkehr von einer mehrwöchigen Asienreise schreibt der Autor: „Vor wenigen Wochen habe ich in China erleben dürfen, wie Gott seine Gemeinde baut. Erfüllt, beglückt, beschenkt und demütig macht mich, was ich dabei erlebe. Ich möchte Sie also beispielhaft mitnehmen in eine Gemeinde: die St. Pauls-Gemeinde in der alten Regierungs-Stadt des mitteöstlichen Südens, Nanjing.“
Autor: Traugott Farnbacher *** Rubrik: Weltweite Kirche
Kritik eines Dichters
Nahezu vergessen: der Schriftsteller Willy Kramp
Willy Kramp (1909–1986) – ein einst im ganzen deutschen Sprachraum anerkannter und geachteter christlicher Schriftsteller – ist heute weithin vergessen. Dabei erzählte er tief einfühlsam über Denken, Handeln und Hoffen der Menschen. Er hinterließ ein großes Werk an Erzählungen und Romanen, Meditationen und Traktaten, Gedichten und Schauspielen. Es wurde ausgezeichnet durch den Annette von-Droste-Hülshoff-Preis und die Ehrendoktorwürde durch die kirchliche Hochschule Berlin.
Autor: Matthias Hilbert *** Rubrik: Literatur
Arme Kirchenmusik
Vom Geheimnis des Gotteshauses
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Kultur
Das Geheimnis Bibel
Das „Buch der Bücher“
Was erhebt die Bibel zu nicht weniger als Gottes Wort? Immerhin ist sie verwirrend vielfältig und kam auf sehr profane Weise zustande. Es ist eine Erfahrung, dass Kirchen sich regelmäßig verloren, wenn sie sich von der Schrift lösten, und dass sie Vollmacht und Substanz hatten allein so, dass sie die Schrift auslegten – und entsprechend die Theologie Kraft und Autorität hat nicht, indem sie sich der Bibel bemeistert, sondern auf sie hört und ihr folgt. Und trotz unsäglichen Missverstandes und Mi
Autor: Klaus Schwarzwäller *** Rubrik: Wort Gottes
Die e i n e Taufe ...
Heftige Konflikte in Geschichte und Gegenwart
Nach Überzeugung aller christlichen Kirchen wird jeder Mensch, der das will, nach seinem Bekenntnis zum christlichen Glauben getauft, aber nur ein einziges Mal. Warum? Die Taufe ist das Basissakrament aller Christen. Wer sich entschließt, Christ zu werden, begehrt die Taufe. Wer durch die Taufe in den Leib Christi (Kol 1,18) eingegliedert ist, bleibt dies ein für alle Mal. Die Taufe ist keine wiederholbare Waschung, sondern eine einmalige Reinigung von der Sünde und eine dauernde, nicht aufhören
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Geschichte
„orepo oibunga“ – nicht doch!
Besessen in Afrika – befreit durch die Taufe
„Jesus trieb viele böse Geister aus“, heißt es bei Markus schon im 1. Kapitel. Die Bibel alten und neuen Testaments weiß um die Realität von „Mächtigen und Gewaltigen“ und die der „bösen Geister unter dem Himmel“ (Eph 6,12). Für einen gebildeten Europäer mag das eine Zumutung sein, klingen doch schon die Worte arg nach Mittelalter: Gibt es diese „Mächte“, gibt es wirklich Besessene und böse Geister? Doch in der Massai-Steppe stellt solche Fragen kaum jemand.
Autor: Stephan Scheuerl *** Rubrik: Mission
,,... ein kleiner Heide?“
Taufe und Christwerden in Ostdeutschland
Autor: Jörg Gintrowski *** Rubrik: Gemeinde
Die Heilige Taufe – welch ein Start!
Wie kommt der Glaube ins Kinderzimmer?
„tripp trapp“ ist ein Projekt zur frühkindlichen, christlichen Erziehung. Es umfasst 19 sog. Aktivitäten-Pakete für Kinder in den ersten sechs Lebensjahren. Das Konzept dazu wurde von der norwegischen Kirche entwickelt, um den Familien und Paten die bestmögliche Hilfe an die Hand zu geben, ihrem Taufversprechen nachzukommen.
Autor: Redaktion *** Rubrik: Gemeinde
Erinnerung – „Du auch!“
Taufgedächtnis im Gemeindeleben
Autor: Reinhold Pfindel *** Rubrik: Gemeinde
Taufe und Exorzismus
Kirche verschweigt den Bösen
Autor: Wolfgang Fenske *** Rubrik: Theologie
Taufe – Gott selber handelt
Ist Wiedertaufe Sünde?
Angenommen, die Taufe wäre zu verstehen als ein Ausdruck gläubiger Entschiedenheit, das eigene Leben (und Sterben) Christus zu übergeben, so könnte es, falls diese Entschiedenheit einmal nachließe, geraten erscheinen, diesen Akt des Bekenntnisses eines Tages zu wiederholen. Warum das nicht sein soll, erläutert CA-Mitarbeiter Wolfhart Schlichting.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Taufe und Glaube
Ein schier unüberwindliches Missverständnis
Der folgende Beitrag befasst sich mit einer Verhältnisbestimmung von Glaube und Taufe. Damit wird eine Debatte aufgegriffen, über die viel Unsicherheit in der Kirche herrscht.
Autor: Hans-Jörg Voigt *** Rubrik: Theologie
Neues Leben
Eine Besinnung zur Heiligen Taufe
Autor: G. R. Schmidt *** Rubrik: Wort Gottes
Moritz Bräuninger (1836–1860)
Pionier und Opfer der Indianermission
Er ist heute weithin vergessen – auch wenn er seit Kurzem einen Platz im Internet-Heiligen- Lexikon gefunden hat. Als junger Mann wird er Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer dürftigen Ausbildung nach Nordamerika entsandt. Der Grund: Pfarrer Wilhelm Löhe drängte fast ungeduldig, mit der Indianermission zu beginnen. Nach kurzen Startversuchen wird der Missionar von Indianern getötet. Hans Rößler erzählt und stellt die Frage: War Bräuninger Märtyrer oder einfach – ein Eindringling im fremden La
Autor: Hans Rößler *** Rubrik: Geschichte
Kirche leiten – auch per Interview
Ein Papstbuch für den Gabentisch?
Pünktlich zum Beginn der Adventszeit erscheint – in den Medien derzeit intensiv´besprochen – das neue Interview-Buch von Peter Seewald mit Benedikt XVI. Der bekannte Journalist hatte Joseph Ratzinger bereits zweimal befragen dürfen, als er noch Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation war – die daraus entstandenen Bücher „Salz der Erde“ und „Gott und die Welt“ wurden Bestseller. CA-Autor Martin Fromm hat das neue Papst-Buch bereits gelesen und stellt es vor.
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Ökumene
Die Geschichte vom Kommen Gottes
Eine Adventsbesinnung mit Texten der Mystik
Autor: Wolfgang Böhme *** Rubrik: Spiritualität
„... an seinen Glauben konnte man sich anlehnen“
Wolfgang Böhme, 1919 – † 9. Juni 2010
Als Jurist wurde er Pfarrer und Akademie-Direktor. Mit Sorgfalt und Umsicht und einem weiten Horizont war er publizistisch tätig. Tief gebildet war er auf dem Gebiet der Mystik. Nun hat Gott ihn heimgerufen.
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Nachruf
Nun komm, der Heiden Heiland
Fünf Worte Advent – Rest ein Weihnachtslied
Autor: Robert Augustin *** Rubrik: Kirchenlied
Bischöflicher Widerspruch
Dodoma-Wort: „Sorgfältig sein, wenn wir über das Wort Liebe reden“
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Streit um Homosexualität
Wenn falsche Argumente ins Spiel kommen
Der Lutherische Weltbund hat getagt. In Stuttgart – und damit im Heimatland der Reformation. Doch hätte es nicht die Sorge vor einer Spaltung gegeben, kaum einer hätte es gemerkt. Leider. Denn der Lutherische Weltbund zeigt beispielhaft die Entwicklungen der weltweiten Christenheit: Die Zahl der Lutheraner in den traditionell christlichen Ländern Europas und Amerikas nimmt ab, dagegen wachsen die lutherischen Kirchen im Süden, vor allem in Afrika. Dass es nicht leicht ist, die Einheit zwischen d
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Gesellschaft
Krippen über alles?
Wider die herrschende Meinung in der Familienpolitik
Die öffentliche Meinung scheint eindeutig: Kinderkrippen gelten schlechthin als die Form moderner frühkindlicher Betreuung. Nicht mehr die Krippenbefürworter, sondern diejenigen, die diese Form der Kollektivbetreuung in Frage stellen, sehen sich plötzlich unter Rechtfertigungszwang.
Autor: Susanne Mockler *** Rubrik: Gesellschaft
„Wenn morgen Wahltag wäre ...?“
Sind Meinungsumfragen verbindlich für kirchliches Handeln?
Auch wenn die im Titel gestellte Frage bei Ihnen hoffentlich das Interesse an diesem Artikel geweckt hat, ist sie falsch gestellt. Sie ist falsch gestellt, weil sie suggeriert, dass Meinungsumfragen gewissermaßen eine handlungs-normierende Qualität zukommt („verbindlich“). Diese Aufgabe jedoch können Meinungsumfragen gar nicht übernehmen. Kirche braucht – um Realität und Empirie deuten zu können – Kriterien aus dem Wort Gottes. Die Maßstäbe können nicht mit dem Istzustand gleichgesetzt werden.
Autor: Johannes Zimmermann *** Rubrik: Gesellschaft
Traue keiner Umfrage
Interview mit dem Soziologen Benjamin Gedon
Im April 2008 konnte man lesen: „Bürger schätzen Stuttgart 21 als Wirtschaftsfaktor.“ Das hatte eine Umfrage ergeben. Inzwischen zeigen Umfragen ein anderes Bild. Das lässt nach der Wankelmütigkeit mancher Bürger fragen, aber auch nach der Qualität von Umfragen. CA-Redakteur Hans-Joachim Vieweger befragte den Soziologen Benjamin Gedon.
Autor: Benjamin Gedon und Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Gesellschaft
„Ihr sollt meine Zeugen sein ...!“
Im Alltag vom Glauben reden
Autor: Konstanze von der Pahlen *** Rubrik: Impuls
Sonnenweib, Kind und Drache
Symbolik der Apokalypse – Kirche als Wüstenweib
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Theologie
Kirche wegrationalisiert
Warum das Reformationsjubiläum 2017 nichts für Protestanten ist
Sieben Jahre noch! Das nächste große Deutschland-Ereignis fifififindet am 31. Oktober 2017 in Wittenberg statt: 500 Jahre Reformation, die im öffentlichen Bewusstsein mit dem legendären Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg begann. Kein Wunder, dass die Vorbereitungen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500-jährige Jubiläum warmlaufen. CA-Autor Dr. Teuffel meint: Nicht jubeln – umdenken!
Autor: Jochen Teuffel *** Rubrik: Theologie
"Dein Heil kommt" - Sprechende Zeichen
Jesaja 62, 6+7 und 10-12
O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden! Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker! Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Sagt d
Autor: Thomas Berke *** Rubrik: Wort Gottes
Keine Spitzen-Theologie
Herr Präses: „Einfach mal so stehen lassen“ – geht gar nicht!
Autor: Jürgen Henkel und Martin Fromm *** Rubrik: Kirche
Christen und Juden
Ein Israel-Artikel in der Kirchenverfassung?
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Luther über Benno von Meißen
„Freundlich“ an „Heilige im Himmel“ glauben
„Ich glaube freundlich, St. Elisabeth zu Margburg sei heilig; ebenso St. Augustinus, Hieronymus, Ambrosius, Bernhardus, Franciscus; aber ich will nicht darauf sterben, noch mich verlassen. Mein Glaube soll gewiss sein, und gewissen Grund haben in der Schrift.“ So schrieb einst Martin Luther. In größerer Anzahl als irgendein Papst vor ihm, hat Johannes Paul II. der römischkatholischen Welt neue Heilige beschert. Wie dachte Luther und wie ist sachgemäß von den Heiligen zu denken?
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Ökumene
Calvin über Luther
Ein bemerkenswerter Brief
Vielen ist unbekannt, welche Bedeutung Martin Luther über Deutschland hinaus hatte und noch hat. Er war einer der einflussreichsten Männer der europäischen und der Weltgeschichte. Die Reformation auch in Frankreich ist eine Frucht Luthers. Der folgende Auszug aus einem Brief vom 21. Jan. 1545 des französischen Reformators Calvin zeigt, welche Autorität Luther in Frankreich gewonnen hatte, wo er heute in den Geschichtsbüchern weit hinter Calvin rangiert.
Autor: Menno Aden *** Rubrik: Geschichte
Die dramatische Begrenzung
„Alles hat seine Zeit“ – Von den Schwerpunkten unserer Existenz
Nicht selten stellt sich die Bibel weit über den Lauf der Geschichte und geht den ewigen Gesetzen des Werdens und Vergehens nach. Sie ist ein Werk der Offenbarung, aber auch ein geschichtliches Buch: Sie schreibt die Geschichte Gottes mit den Menschen und der Menschen mit Gott – voller dramatischer, historischer und menschlicher Spannung. Die Bibel steigt weder aus der Geschichte aus noch über sie hinweg. Gott begibt sich ins Irdische und ins menschliche Geschehen hinein und wohnt unter uns – v
Autor: Gerhard Naujokat *** Rubrik: Seelsorge
„Herr Christ, der Kirche dich erbarm!“
Arno-Pötsch-Gedicht in Noten gegossen
Autor: Redaktion *** Rubrik: Kirchenlied
Mission – Botschaft von der Versöhnung
Verkündigung und Zeugnis bei Karl Heim
Autor: Thomas Kothmann *** Rubrik: Mission
Einfach vom Glauben sprechen
Worte haben Wirkung
Manchmal scheint die gefährlichste Waffe des Menschen die Zunge. Wie leichtfertig gehen wir Menschen oft damit um. Wie schnell reden wir schlecht über andere und merken nicht, wie sehr das unser Verhältnis zu ihnen prägt. Es ist etwas anderes, die Worte „Ich liebe dich“ zu hören, als den Satz „Du bist für mich gestorben“. Auch die Bibel weiß davon, wenn es im Kolosser-Brief heißt: „Alles, was ihr tut in Worten oder Werken ...“ – das heißt: nicht nur mit „Werken“ tun wir etwas, sondern auch mit
Autor: Hans-Joachim Vieweger *** Rubrik: Mission
Nahe und Ferne
Kirche – eine Baustelle des Heiligen Geistes
Er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündet euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mite
Autor: Eberhard Süße *** Rubrik: Wort Gottes
„ ... ich habe die Leute noch nicht“
Luthers Vision von Gemeinde
Autor: Dietmar Bräunig *** Rubrik: Gemeinde
Professor und Bischof – Wende und Weite
Erzbischof Georg Kretschmar (1925 – 2009)
Autor: Redaktion *** Rubrik: Nachruf
Aus meinem Tagebuch
Autor: Wolfgang Böhme *** Rubrik: Persönlich
In Sachen Religion – „... alle Katzen grau“?
John Hicks Wirken und Irrtum
Alle Weltreligionen beanspruchen, die Menschen zur Erlösung zu führen. Der Anspruch des Evangeliums, dass allein der Glaube an Jesus Christus das Heil vermittelt, gilt vielen Zeitgenossen als arrogant oder intolerant. Auch im Bereich von Kirche und Theologie glauben nicht wenige, dass auch andere Religionen zum Heil führen. Besonders radikal wird diese Sicht in der „pluralistischen Religionstheologie (PRT)“ des englischen Theologen und Religionsphilosophen John Hick vertreten, die in den letzt
Autor: Dietrich Blaufuß *** Rubrik: Porträt
Beten lernen
Auch ein Pfarrerssohn muss es erst lernen
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Impuls
Nicht vom Wort Gottes abweichen
(Fast) vergessen: Johannes Schweblin (1490–1540)
Autor: Bernhard Bonkhoff *** Rubrik: Geschichte
Philipp Melanchthon
Wissenschaftler und Christ
Am 19. April 2010 jährt sich der Todestag Melanchthons zum 450. Male. Aus diesem Anlass wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland empfohlen, das Stichwort „Bildung“ 2010 zu bedenken. Natürlich kann dafür Melanchthon manche Anregungen geben. Aber es gibt doch auch große Unterschiede zwischen dem 16. und dem 21. Jahrhundert. Es dürfte deshalb gar nicht so leicht sein, Anregungen von ihm aufzugreifen – vor allem muss man sie erst einmal kennen.
Autor: Gerhard Müller *** Rubrik: Geschichte
Hoher Besuch
„... beten, dass der Herr uns Einheit schenke!“
Autor: Redaktion *** Rubrik: Dokumentation
Vom Paradies
Autor: Erich Puchta *** Rubrik: Impuls
Die Hölle stürmen
Christi Höllenfahrt entmachtet Tod und Teufel
Was bedeutet „hinabgesteigen in das Reich des Todes“ im Glaubensbekenntnis? In einer Predigt in Torgau im Jahr 1533 erklärt Luther die Höllenfahrt Christi. Dabei geht es um eine ganze Menge.
Autor: Martin Luther *** Rubrik: Väterlesung
Hoffnungspotential Höllenfahrt?
„... hinabgestiegen in das Reich des Todes“
Die Lehre von der sogenannten Höllenfahrt Jesu Christi ist biblisch nur am Rande begründet. Die Konzilien der Alten Kirche haben sich nicht mit ihr befasst. Gleichwohl kristallisierte sich bereits bei den Kirchenvätern eine Position heraus, die bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Ihr zufolge stieg Christus in der Zeit zwischen Kreuzestod und Auferstehung in die Unterwelt hinab, um den Menschen, die vor uns außerhalb der Christusbotschaft lebten, die Erlösungsbotschaft zu bringen.
Autor: Markwart Herzog *** Rubrik: Theologie
Gnade und Gericht, Heil und Unheil
End-Scheidung aufgrund der Glaubens-Entscheidung
Autor: Martin Fromm *** Rubrik: Theologie
Zuletzt: Die leere Hölle?
Vom ewigen Leben und vom ewigen Abseits
Gott will alle Menschen retten und mit sich versöhnen. Auf diese frohmachende Gewissheit gründet sich der christliche Glaube. Sie ermöglicht Vertrauen auf Gott. Sie stützt sich direkt auf die Zusage der Heiligen Schrift: Gott „will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Tim 2,4). Manchen Christen genügt diese tröstliche Gewissheit nicht. Sie leiten daraus die verwegene Behauptung ab: „Gott wird alle Menschen retten“, das heißt, es wird am Ende keine
Autor: Hanns Leiner *** Rubrik: Theologie
Die erste Ostergemeinde
Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf dass sie kämen und salbten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr früh, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, dass der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein
Autor: Redaktion *** Rubrik: Wort Gottes
Eine gewissen Zuversicht
Sprung in die Freiheit
Autor: Gabriele Wohmann *** Rubrik: Paul-Gerhardt-Jahr
Diakonissen haben Zukunft
Dennoch - viele Veränderungen in Mutterhäusern stehen an
„Diakonissen haben Zukunft!“ Das sagt Erna Biewald. Sie kam vor vier Jahren als erste zivile Oberin in das von Wilhelm Löhe gegründete Diakonissenmutterhaus nach Neuendettelsau. Und das, obwohl das Mutterhaus immer älter wird. Die Fragen stellte CA-Redakteur Hans-Joachim Vieweger.
Autor: Erna Biewald *** Rubrik: Interview
Starke Himmelshoffnung
Wilhelm Löhes Ausrichtung auf die verheißene Vollendung
Autor: Werner Thiede *** Rubrik: Theologie
Ökumene der Profile
Die eine und die vielen Kirchen
Die eine und die vielen Kirchen. Gleicht diese Zielvorstellung einer Quadratur des Kreises? Oder kann man bereits auf Ansätze der Verwirklichung zurückgreifen? Zum Beispiel bei Wilhelm Löhe.
Autor: Wolfhart Schlichting *** Rubrik: Theologie
Ereignisreiche Zeit im Elsass
Friedrich Weyermüller und die lutherische Erweckung im Elsass
Zeitnah zum Geschehen um Löhe in Franken entstand im Elsass eine vitale lutherische Bewegung, die in Verbindung mit Löhe stand.
Autor: Martin Siegwalt *** Rubrik: Löhejahr
Lernendes Begleiten
Die Arbeit der Iowa-Synode unter Indianern im 19. Jahrhundert
Vom ersten Beginn seiner Bemühungen, „Nothelfer” nach Amerika zu senden, hatte Wilhelm Löhe eine Vision für die Äußere Mission, die nicht nur den Dienst an einer großen Zahl von deutschen Immigranten in die USA einschloss, sondern auch die Indianer. Dieses Bemühen begann mit den Chippewa-Indianern in den Siedlungskolonien von Michigan, die er in den 1840er Jahren errichtete, und ging weiter durch seine Sendboten wie G. Grossmann, J. Deindörfer und S. Fritschel, die 1854 die Iowa-Synod
Autor: Craig L. Nessan *** Rubrik: Löhejahr
Löhe-Land in der Zeitmaschine
Lebendige Glaubenstradition in Frankenmuth / USA
Autor: Uwe Siemon-Netto *** Rubrik: Löhejahr
Johann Konrad Wilhelm Löhe
Sein Leben 1808-1872
Autor: Hans Kreßel *** Rubrik: Porträt
Bekenntnis und Kirche bei Löhe
Wir Lutheraner sind die wahren Katholiken - wirklich?
Autor: Detlef Graf von der Pahlen *** Rubrik: Impuls
Löhe lesen - nicht nur verehren!
Ein Portal
Autor: Manfred Seitz *** Rubrik: Impuls
Die Geburt Christi
Künstlerisch erzählt im Hitda-Codex um 1020 - St. Gereon Köln
Autor: Eduard Haller *** Rubrik: Wort Gottes
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